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Technik-Legenden  

Diese Geräte schrieben Geschichte

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Legenden der Technikgeschichte. Hifi-Anlage Braun Atelier: Kultobjekt von einem Deutschen designt. (Quelle: Hersteller)

Hifi-Anlage Braun Atelier: Kultobjekt von einem Deutschen designt. (Quelle: Hersteller)

Kamera und Videorekorder, Fernseher und Stereoanlage: Als Gebrauchsgegenstände entwickelt, verschwinden diese Geräte nach einiger Zeit hinter verbesserten Nachfolgemodellen – das gilt besonders im Digital-Zeitalter. Aber so manches Stück Technik ist mehr als nur ein schnell vergänglicher Alltagsartikel. Einige Exemplare sind so gut gelungen, dass sie noch immer begehrt und benutzt werden. Viele von ihnen erzielen gebraucht noch hohe Preise. Wir zeigen die legendären Geräte der Technikgeschichte.

Wer in der heutigen Zeit seine analogen Tapedecks, Plattenspieler oder Fotokameras auf dem Gebrauchtmarkt veräußern will, stößt in vielen Fällen auf wenig Resonanz. So manche teure Anschaffung von früher ist mittlerweile fast nichts mehr wert, viele gut erhaltene Geräte wechseln für ein paar lumpige Euro den Besitzer.

Das gilt aber nicht ausnahmslos: Besitzer eines Technik-Meisterwerks brauchen sich um dessen Wert weniger Sorgen machen. So werden beispielsweise Nakamichi-Tapedecks immer noch für vierstellige Euro-Beträge gehandelt, Tonbandmaschinen von Revox erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Braun-Design war Vorbild für Apple

Auch ganze Stereoanlagen sind begehrt, etwa die Braun Atelier aus den Achtzigerjahren. Das Design der Braun-Geräte stammt vom Wiesbadener Dieter Rams; seine Leitlinien für gutes Design haben ganze Designer-Generationen maßgeblich beeinflusst.

Die Kreationen des Apple-Designers Jonathan Ive basieren maßgeblich auf Rams' Ideen. Ive hatte dem Braun-Designer einmal in einem Brief geschrieben, ein großer Bewunderer seiner Arbeiten zu sein. Die Braun Atelier steht als Beispiel für gelungenes Industriedesign auch im Museum of Modern Art in New York.

Technik-Meilensteine: Gut für Ruhm, schlecht fürs Geschäft

Viele der Technik-Meilensteine brachten den jeweiligen Herstellern zwar Ruhm und Ehre, aber leider manchmal mit bösen Folgeerscheinungen: Die Produkte waren so gut, dass ihre Benutzer mit ihnen auf Dauer zufrieden waren und kein Interesse hatten, Nachfolgemodelle zu kaufen.

Nicht nur von Braun gibt es keine Stereoanlagen mehr. Vor allem deutsche Produzenten verschwanden im Laufe der Zeit von der Bildfläche. Nordmende, Saba, Uher, Telefunken, Dual oder Wega fristen bestenfalls ihr Dasein als Handelsmarke; heutige Produkte mit diesen Namen haben mit Ingenieurskunst nichts mehr gemein.

Stattdessen schmückt der namhafte Schriftzug von einst billig produzierte Massenware, die in großen Verbrauchermärkten zwischen Waschpulver und Kartoffelchips auf Käufer wartet. Andere Hersteller haben sich total gewandelt. So produziert das norwegische Unternehmen Tandberg, einst Vorreiter bei Bandmaschinen, jetzt Systeme für Videokonferenzen. Letztendlich wurde es aber auch aufgekauft und gehört seit 2010 zu Cisco.

Japanische Hersteller waren flexibler

Überlebt haben einige der japanischen Hersteller: Sony, Hitachi, Panasonic, Nikon oder Canon waren schon in den Siebzigern die große Konkurrenz der deutschen Firmen, erwiesen sich als wandlungsfähiger und können sich auch heute noch auf dem Markt behaupten. Einige hat es dennoch erwischt: Akai, ehemaliger Hersteller hochwertiger Tonbandmaschinen sowie Kassettendecks, musste im Jahr 2000 Konkurs anmelden. Aiwa, einst respektabler Walkman-Konkurrent für Sony, gibt es seit 2002 nicht mehr.

Einige Unternehmen haben überlebt

Einige Hersteller sind bei ihren Wurzeln geblieben und haben trotzdem überlebt: Metz produziert nach wie vor Fernseher und Blitzgeräte, Leica baut auch heute noch Kameras. Loewe, einstmals Loewe Opta, hat sich auf Fernsehgeräte konzentriert.

Auch der dänische Hersteller Bang & Olufsen hat durchgehalten. Diese Hersteller bedienen allerdings nur eine kleine Marktnische und bauen Geräte der teuren Oberklasse. Trotzdem werden die meisten nicht so lange halten wie ihre Vorgänger. Auch wenn qualitativ hochwertige Flachbildfernseher, Digitalkameras oder CD-Player noch in 20 oder 30 Jahren funktionieren würden, dürften viele – da technisch überholt – deutlich früher im Sondermüll-Container gelandet sein.

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