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Der Mensch im Videospiel - Modernes Heldentum

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Der Mensch im Videospiel - Modernes Heldentum

11.10.2011, 15:23 Uhr | Jens Höfling, wanted.de

Der Mensch im Videospiel - Modernes Heldentum. Der Held aus Prototype 2: Sergeant James Heller. (Quelle: Activision )

Der Held aus Prototype 2: Sergeant James Heller. (Quelle: Activision )

Reinlegen, durchladen, abschalten, draufhalten und feuern – Videogames liefern für mehr Menschen als man denkt den perfekten Kontrast zum eintönigen Berufsalltag. Viele träumen sogar davon, in einem Videospiel vorzukommen und selbst zum Actionheld zu mutieren. So ein Zocker-Ritterschlag ist allerdings nur wenigen vorbehalten.

Der Spieleentwickler Radical Entertainment lässt zusammen mit Activision diesen Männertraum vom Actionhelden wirklich werden (zur Foto-Show). Doch was macht überhaupt die Faszination des Actionhelden in Videogames aus? wanted.de ist der Sache auf den Grund gehangen:

Videogames bieten die Möglichkeit für ein paar Stunden ein Held zu sein und die Wirklichkeit einfach hinter sich zu lassen. Fast 13 Millionen deutsche Männer entfliehen für diesen Kick regelmäßig in eine Welt, in der die Gesetze der Physik keine Bedeutung mehr haben: Actionhelden werfen Autos wie Spielzeuge durch virtuelle Kampfzonen, düsen im Superman-Stil Hochhäuser entlang und liefern sich martialische Schlachten mit furchteinflößenden Wesen.

Teil eines solchen Szenarios zu sein, das ist sicherlich nicht nur der Wunsch eingefleischter Zocker. Wahrscheinlich ist es fast für jeden sogar ein unerfüllter Kindheitstraum. >>

Deshalb hat sich der Spieleentwicker Radical Entertainment zusammen mit Activision für das Open-World-Spiel Prototype 2 auch ein ganz besonderes Gewinnspiel ausgedacht. Der Preis: Man wird Teil des Videospiels und somit selbst zum Actionhelden!

„Die Gewinner sehen sich nicht nur selbst im Spiel herumlaufen, sondern haben die Möglichkeit, sich innerhalb des Spiels zu lokalisieren und den Helden Seargent James Heller in ihre Persönlichkeit zu verwandeln und sich selbst zu steuern,“ erklärt Chris Ansell, Direktor Marketing und Kommunikation von Radical Entertainment euphorisch. Ansell hatte auch die Idee zu der Aktion „Werde Teil des Spiels“.

Allen Grund, sich wie Helden zu fühlen, hatten die fünf Sieger aus Kanada, Australien, Großbritannien, den USA und Deutschland schon vor Veröffentlichung des Spiels im kommenden Jahr. >>

Denn die Gewinner durften zu Radical Entertainment nach Vancouver in Kanada reisen. Dort angekommen wurden sie vom Flughafen zum Hotel kutschiert - selbstverständlich mit einer Stretch-Limousine, wie es sich für echte Helden gehört.

Nach einer Stadtbesichtigung Vancouvers und einem gemeinsamen Abendessen stand der Besuch in den Entwicklungs-Studios zur technischen Umsetzung auf dem Programm. Mit Pauken und Trompeten wurden die künftigen Videospiel-Stars dort empfangen. Alle Mitarbeiter von Radical Entertainment jubelten ihnen zu, als sie die Studios betraten. Der 24-jährige Marius aus Düsseldorf kann sein Glück kaum fassen: „Ich war total überrascht, dass ich gewonnen habe und bin jetzt richtig aufgeregt. Für mich ist es ein unbeschreibliches Gefühl, in einem Videospiel verewigt zu werden.“

„Das Beste, was es gibt“ Auch für den erst 18-jährigen Tristan aus Australien, der sich selbst als Hardcore-Gamer bezeichnet, geht ein Traum in Erfüllung: „Für mich ist es mehr, als mich nur im Spiel zu sehen. Ich erkenne mich direkt im Spiel wieder... und fühle mich dann auch als Actionheld. Es ist wahrscheinlich das Beste, was es überhaupt gibt.“ Keine Gesetze Der Wunsch, ein Actionheld zu sein und so die Realität hinter sich zu lassen, ist offenbar ungebrochen. Chris Ansell von Radical Entertainment erklärt das “Phänomen Actionheld” so: „Wenn man schon kein Actionheld im wahren Leben sein kann, dann zumindest im Videospiel. Das wahre Leben ist zudem auch voller Gesetze und Verbote. Für Actionhelden gelten diese aber nicht.“ Denn in der Welt des Videospiels ist alles erlaubt – die „ultimative Powerfantasie“, so Matt Armstrong, Design Director von Radical Entertainment. „Ich will schön töten“

Dass es in so einer fiktiven Actionhelden-Welt auch sehr brutal zugeht, ist kein Geheimnis. Denn Gewalt im Videospiel übt einen besonderen Reiz auf die Spieler aus. Das findet auch Gewinner Marius: „In Actionspielen ist es toll, wenn der Held Leute rumschmeißen oder ihnen einen Arm ausreißen kann – je brutaler, desto besser“. Seiner 19-jährigen Freundin, die ebenfalls mit nach Vancouver gereist ist, kommt es dagegen mehr auf die Strategie, als auf die Brutalität im Spiel an. Sie will vor allem „schön töten“.

Zu einem guten Actionspiel gehört deshalb auch weitaus mehr als hektoliterweise mit Pixelblut zu glänzen. Videospiel-Experte Volker Bonacker von t-online erklärt es wie folgt: „Wenn ich merke, dass das Spiel nur gemacht wurde, um einen „Boah, wie krass“-Effekt zu erzielen, dann wird’s für mich genau in diesem Moment langweilig. Ich mag Games, die durch Inhalte fordern.“

Helden-Epos in Manhatten Ob Prototype 2 genau diesen Anspruch erfüllen wird, wird sich zeigen. Allerdings klingt die Heldengeschichte vorab schon sehr vielversprechend: Der Spieler steuert die Hautptfigur James Heller, der Rache an einem gewissen Alex Mercer üben will – dem Helden des ersten Teils. Angeblich ist Mercer schuld am Tod der Familie von Heller. Beide sind durch eine Geninfektion zum Übermenschen mutiert. Das Besondere: Heller kann sich auf Knopfdruck in andere Charaktere verwandeln, um sicher in die Nähe der Gegner zu gelangen. Das ganze Helden-Epos spielt in einer vereinfachten Version von Manhattan. Für immer ein Actionheld

In genau diesem Endzeit-Manhatten werden sich kommendes Jahr die fünf Gewinner wiederfinden können – als namenlose Kämpfer mit übernatürlichen Kräften. Im wahren Leben geht nach ihrem Besuch in Vancouver allerdings alles so weiter wie bisher. Mit einem kleinen Unterschied: Dem Wissen, für immer ein Actionheld in einem Computerspiel zu sein.

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