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Instagram wird Bilder seiner Nutzer zu Geld machen

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Instagram wird Bilder seiner Nutzer zu Geld machen

18.12.2012, 13:56 Uhr | Andreas Lerg / dpa

Instagram wird Bilder seiner Nutzer zu Geld machen. Fotodienst Instagram. (Quelle: t-online.de)

Neue Regeln bei Instagram sorgten für Ärger. (Quelle: t-online.de)

Instagram führt in Kürze neue Nutzungsbestimmungen ein – zum Ärger vieler seiner Nutzer. Denn die Facebook-Tochter nimmt sich das Recht heraus, sämtliche Nutzer-Daten und vor allem Fotos zu verkaufen. Ohne dass ein Nutzer darüber informiert wird, widersprechen könnte oder eine finanzielle Entschädigung erhält.

Am 16. Januar treten bei Instagram neue Regeln in Kraft. Vor allem ein Absatz sorgt für Zündstoff: "Instagram erhebt keinen Eigentumsanspruch am Inhalt, den Sie über den Dienst veröffentlichen. Stattdessen gewähren Sie hiermit eine nicht-exklusive, voll bezahlte und gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare, weltweite Lizenz für die Inhalte."

Instagram verschafft sich umfassende Rechte

Das heißt nichts anderes, als dass Instagram die Bilder der Nutzer weltweit an andere verkaufen oder weitergeben kann. "Voll bezahlt" und "gebührenfrei" bedeutet, dass der Nutzer keine Ansprüche erheben kann und nicht am Verkaufserlös seiner Bilder beteiligt wird. Die neuen Regeln sehen nicht vor, dass der Nutzer vorher gefragt wird oder aber der Weitergabe seiner Bilder grundsätzlich widersprechen kann. Er kann lediglich festlegen, wer bestimmte Bilder auf Instagram sehen kann oder ob ein Bild generell öffentlich sichtbar ist – ob dies einen Unterschied machen wird, ist bisher ungeklärt.

Was bedeutet das in der Praxis?

Wenn ein Nutzer ein schönes Bild von einem Sonnenuntergang am Strand knippst und auf Instagram mit seinen Freunden teilt, kann es ihm passieren, dass er sein Bild beispielsweise im Prospekt eines Reiseveranstalters wieder findet. Das Touristikunternehmen kann nach den Plänen von Instagram geeignete Bilder aus dem Bestand für Werbezwecke kaufen. Der Fotograf wird nicht um Erlaubnis gefragt und geht dabei leer aus.

Nutzer haben nur eine endgültige Wahl

Nach den bisher von Instagram veröffentlichten Entwürfen für die neuen Regeln, haben die Nutzer nur eine Wahl, um die kommerzielle Verwertung ihrer Bilder zu verhindern. Sie müssen vor dem 16. Januar alle ihre Bilder löschen und das Instagram-Nutzerkonto kündigen. In der offiziellen Ankündigung der Änderungen schweigt sich Instagram zu der Rechteübertragung aus. Lediglich in dem kompletten Entwurf der Änderungen auf der Internetseite des Anbieters findet sich ein versteckter Absatz.

Facebook sucht neue Einnahmequellen

Instagram hat laut Mark Zuckerberg mehr als 100 Millionen Nutzer. Facebook hat Instagram im Frühjahr 2012 aufgekauft. Durch die geänderten Nutzungsbedingungen wäre Instagram schlagartig einer der größten Stockfoto-Anbieter der Welt. Darunter versteht man Bildagenturen, die Fotos zu sehr günstigen Preisen anbieten und über die verkaufte Masse Geld verdienen. Mit diesem neuen Geschäftsmodell könnte Facebook eine neue sehr ergiebige Einnahmequelle erschließen.

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