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Instagram steht Nutzer-Revolte gegenüber

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Instagram steht Nutzer-Revolte gegenüber

18.12.2012, 17:32 Uhr | dpa

Im Internet läuten die Alarmglocken: Plant Instagram mit Facebook im Rücken einen Handel mit Nutzerbildern in großem Stil? Die Befürchtungen scheinen übertrieben. Aber zumindest im Dienst von Instagram selbst könnten Fotos durchaus in Werbekampagnen landen.

Der Fotodienst Instagram erlebt nach der Übernahme durch Facebook seinen ersten Nutzeraufstand. Die Mitglieder stören sich an einem Punkt in den neuen Regeln, laut denen Instagram Bilder und andere Daten der Nutzer Werbetreibenden zur Verfügung stellen und dafür Geld kassieren kann. Die Formulierung legt nahe, dass Werbekampagnen auf der Instagram-Plattform gemeint sein dürften - im Netz verbreitete sich aber rasant die generelle Meinung, dass Instagram Bilder verkaufen wolle.

Von dem Unternehmen gab es zunächst keine klärenden Worte dazu, wo genau die Bilder und Daten gegen Bezahlung verwendet werden könnten. Zugleich erklärte Instagram grundsätzlich, dass die Bilder weiterhin den Nutzern gehörten. Und die neuen Regeln dienten unter anderem dazu, Spam und Missbrauch zu vermeiden. Die neuen Regeln sollen am 16. Januar in Kraft treten.

Die umstrittene Passage in den am späten Montag veröffentlichten Nutzungsrichtlinien lautet: "Der Dienst kann teilweise oder ganz von Werbeeinnahmen unterstützt werden. Um uns zu helfen, interessante bezahlte oder gesponserte Inhalte oder Werbung zu platzieren, erklären Sie sich damit einverstanden, dass ein Unternehmen oder eine andere Einheit uns dafür bezahlt, Ihre Benutzernamen, Abbild, Fotos (zusammen mit allen anhängenden Metadaten) und/oder Aktionen, die sie vornehmen, im Zusammenhang mit bezahlten oder gesponserten Inhalten oder Werbekampagnen anzuzeigen, ohne jede Vergütung für Sie."

Außerdem warnt Instagram, dass bezahlte Services oder gesponserte Inhalte nicht unbedingt als solche ausgezeichnet werden. Weitere neue Bestimmungen hängen vor allem mit der Übernahme durch Facebook zusammen. So behält sich Instagram das Recht vor, sämtliche Informationen inklusive Geodaten mit anderen zu teilen.

Facebook hatte im Frühjahr rund eine Milliarde Dollar für Instagram mit damals rund 30 Millionen Nutzern geboten. Angesichts der massiven Kursverluste der Facebook-Aktie fiel der tatsächliche Kaufpreis am Ende einige hundert Millionen Dollar niedriger aus. Facebook machte von Anfang an keinen Hehl daraus, dass sich die teure Übernahme am Ende rechnen soll. Nach jüngsten Angaben hat Instagram mehr als 100 Millionen Nutzer, Facebook knackte im Herbst die Milliarden-Marke. Auf Facebook-Seite wurden die Schleusen für Instagram-Daten bereits vor kurzem mit neuen Datenschutz-Regeln geöffnet.

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