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Apple: Neue MacBooks und ein komplett neues iOS 7

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Neue MacBooks und ein komplett neues iOS 7

11.06.2013, 14:52 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Apple: Neue MacBooks und ein komplett neues iOS 7. Tim Cook bei der Apple-Keynote. (Quelle: AP/dpa)

Tim Cook bei der Apple-Keynote. (Quelle: AP/dpa)

Apple hat iOS 7, das mobile Betriebssystem für iPad und iPhone komplett überarbeitet. iOS 7 sei die größte Veränderung seit dem Start des iPhone 2007, sagte Apple-Chef Tim Cook auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco. Außerdem präsentierte er neue, schnellere MacBook Air-Modelle, die lange ohne Aufladung auskommen sollen.

Mit iOS 7 kommen neue Funktionen und eine deutlich veränderte Optik. Das mobile Betriebssystem bekommt unter anderem ein klareres Design mit durchsichtigen Menüflächen sowie neue Farben und Parallax-3D-Effekte. Wenn man das Smartphone bewegt, sieht es so aus, als würden die Icons vor dem Hintergrund schweben.

Neue Funktionen wie das "Control Center"

"iOS 7 zu installieren ist wie ein neues Telefon zu bekommen", warb Manager Craig Federighi, der für die Technik hinter der Software zuständig ist. iOS 7 sieht also nicht nur völlig anders aus, sondern bietet auch neue Funktionen wie das "Control Center", bei dem man schnelleren Zugriff zu wichtigen Einstellungen bekommt. Verschwunden ist hingegen der alte Slide-Button, zum Anmelden am iPhone schiebt man den Screen in Zukunft nach oben.

Deutlich verbessert hat Apple Multitasking: Zukünftig sollen mehr Apps parallel laufen können ohne mehr Strom zu verbrauchen. Auch der Wechsel zwischen geöffneten Apps wird einfacher, Nutzer können per Wischen hin- und herwechseln. App-Updates werden automatisch eingespielt, sie müssen also nicht mehr vom Nutzer manuell angestoßen werden.

Siri, Apples Sprachassistent bekommt mit iOS 7 einen kleinen Bruder, kann also auf Wunsch dann auch mit männlicher Stimme sprechen. Außerdem soll Siri noch mehr Befehle gelernt haben und auch zum Ändern von Systemeinstellungen genutzt werden können. Apple wird iOS 7 ab Herbst anbieten, jedoch nur für neuere iPhone- und iPad-Modelle: iPhone 4 und höher, iPad 2 und höher, iPad mini und iPod ab der 5. Generation.

Über einen Internetradiodienst war bereits spekuliert worden. Das "iTunes Radio" ist direkt in Apples Musik-App eingebaut. >>

Es sucht die Songs selbst aus, der Nutzer kann aber auch aus über 200 Stationen eine Musikrichtung oder ein Thema vorgeben. Die Musikstreams können kostenlos angehört werden, enthalten aber Werbung. Kunden von iTunes Match erhalten einen werbefreien Zugang. iTunes Radio wird zunächst im Herbst in den USA an den Start gehen.

iPhone-Integration verbessert Wie erwartet, wurde der Austausch von Dateien wie Fotos zwischen verschiedenen Apple-Geräten mit einer neuen Funktion Namens "AirDrop" erleichtert. iOS-Apps aktualisieren sich jetzt in günstigen Momenten automatisch. Die iPhone-Integration im Auto wird mit der Kooperation mit einem Dutzend Herstellern verbessert. Neue Hardware Auch bei der Hardware kündigte Apple einige Neuerungen an. Die neue Generation des Mac Pro wird als erstes Apple-Gerät seit langer Zeit in den USA gefertigt. Die Computer, die für professionelle Anwendungen wie etwa Grafik oder Video-Bearbeitung gedacht sind, wurden nach mehreren Jahren gründlich aktualisiert. Der Mac Pro bekommt ein ungewöhnliches Design in Form eines glänzenden schwarzen Zylinders, der viel kleiner ist als die bisherigen großen Kästen. Die Leistung wurde im Vergleich zur vorherigen Generation mindestens verdoppelt, erklärte Apple. MacBook Air-Modelle in zwei Größen

Außerdem wurden neue MacBook Air-Modelle mit Intel Haswell-Chips vorgestellt, die nun bis zu zwölf Stunden ohne Aufladen laufen sollen. Es gibt sie ab sofort in Deutschland in den Größen 11 Zoll und 13 Zoll, jeweils mit 128 oder 256 Gigabyte. Die 11-Zoll-Modelle kosten zwischen 999 und 1199 Euro, die 13-Zoll-Modelle zwischen 1099 und 1299 Euro.

Die nächste Version des Mac-Betriebssystems, OS X 10.9, wird erstmals seit Jahren nicht nach einer Wildkatze bekannt und bekommt die Zusatz-Bezeichnung "Mavericks". Eine Technologie mit dem Namen AppNap sorgt dafür, dass Programme die gerade nicht zu sehen sind – zum Beispiel weil sie von anderen Fenstern verdeckt werden – keinen Strom verbrauchen. Außerdem bekommt OS X einen eingebauten Passwort-Tresor, mit dem Kennwörter nicht jedes Mal neu eingetragen werden müssen. Sie können auch über mehrere Geräte synchronisiert werden – ein Schlag ins Kontor der Anbieter spezialisierter Apps, die bisher diese Nische ausfüllten. Gleich zu Beginn der Präsentation verkündete Apple-Chef Tim Cook neue Zahlen zum App Store. Der App-Bestand bei Apple ist inzwischen auf 900.000 angewachsen, davon würden 90 Prozent jeden Monat heruntergeladen. Die Zahl der Kunden mit Apple-Konten überschritt 575 Millionen. An Software-Entwickler seien inzwischen 10 Milliarden Dollar ausgezahlt worden, sagte Cook. Das sei drei Mal mehr als auf allen anderen Plattformen zusammen, betonte er mit einem Seitenhieb auf das führende Google-Betriebssystem Android.

Demonstration mit Spielzeugautos

Auf Google und Android zielte auch eine für Apple eher ungewöhnliche Demonstration intelligenter Spielzeugautos, die ebenfalls mit iOS laufen. Das Start-up Anki nutzte die Bühne, um die Spielzeuge vorzustellen, die ihre Umgebung analysieren können. Das ist ein Signal, dass Apple bei zukünftigen Computer-Technologien Google nicht das Feld überlassen werde.

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