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CeBIT 2014: Vom Publikumsmagnet zur reinen Fachmesse

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CeBIT 2014  

Kein Publikumstag mehr – Größte Computermesse der Welt setzt auf Fachbesucher

07.03.2014, 15:45 Uhr | AFP, dpa

CeBIT 2014: Vom Publikumsmagnet zur reinen Fachmesse. CeBIT-Chef Oliver Frese vor dem Logo der der weltgrößten Computermesse in Hannover (Quelle: dpa)

Mehr Daten, mehr Sicherheit: CeBIT-Chef Oliver Frese wirbt für den Umgang mit großen Datenmengen. (Quelle: dpa)

Wenn heute die CeBIT in Hannover ihre Pforten öffnet, will die weltweit größte Fachmesse für Computertechnik die Besucher mit einem neuen Konzept überzeugen. Erstmals wird die Veranstaltung nur auf Fachbesucher ausgerichtet, der traditionelle Publikumstag fällt weg. Datensicherheit und mobiles Internet sind einmal mehr die beherrschenden Themen.

Impulsgeber, Netzwerker-Plattform und Drehscheibe für den Wissenstransfer: Die Computermesse CeBIT will diesmal vor allem Begegnungs- und Konferenzbasis für Profis sein. Wo in den vergangenen Tagen noch tausende Arbeiter in Hannovers Messehallen hämmerten, schraubten und sägten, tummeln sich ab Montag fünf Tage lang Entscheider aus der weltweiten Informationstechnik-Branche.

Die Aussteller der CeBIT, die um 18 Uhr eröffnet wird, konzentrieren sich dabei besonders auf Sicherheitsfragen. Mehr als 500 der etwa 3500 Teilnehmer befassen sich nach Angaben der Veranstalter damit, darunter Fachgrößen wie Symantec, McAfee und Kaspersky.

Edward Snowden und der verantwortungsvolle Umgang mit Daten

Der Branchenverband Bitkom ermittelte kürzlich in einer Umfrage, IT-Sicherheit sei das wichtigste Hightech-Thema des Jahres. "Die fortschreitende Digitalisierung führt zur Entstehung riesiger Datenmengen, die sinnvoll genutzt und verantwortungsvoll geschützt werden müssen", meinte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Die Analyse der Datenmassen sei nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Thema.

Gerade die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden über die weltumspannenden Spionageaktivitäten von Diensten der USA und anderer Staaten haben gezeigt, wie riesige Datenmengen gegen den Willen der Erzeuger ausgewertet werden können. Hacker-Attacken wie der Diebstahl von rund 16 Millionen Login-Daten für E-Mail-Konten, der im Januar vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) publik gemacht wurde, tun ihr Übriges, um Datenschutzbedenken zu fördern.

Die CeBIT-Macher wollen aber auch die "großen Chancen" des Umgangs mit enormen Datenmengen in den Blickpunkt rücken, wie Messe-Chef Oliver Frese sagt. Unternehmen könnten neue Geschäftspotenziale entdecken und ihre Arbeitsweise effizienter machen, Verbraucher von optimierten Abläufen im Reiseverkehr oder beim Online-Shopping profitieren.

CeBIT als reine Fachmesse

Allerdings stehen die Verbraucher bei der CeBIT in diesem Jahr nur noch am Rande. Die Messe will sich unter dem Motto "100 Prozent Business" stärker auf Unternehmen und Fachbesucher ausrichten und hat deswegen auch andere Eröffnungstage gewählt: Statt Dienstag bis Samstag präsentieren sich Aussteller und Vortragende im Konferenzteil diesmal von Montag bis Freitag. So stehe "ein Businesstag mehr" zur Verfügung, und es könnten mehr Geschäftskontakte geknüpft werden, sagte CeBIT-Chef Frese.

Neue Produkte für Endverbraucher sind daher auf der Messe rar. Platz für Skurriles ist dennoch – so wird unter anderem ein 3D-Stift gezeigt, mit dem sich Objekte in die Luft malen lassen. Auch ein Laptop, der zu Identifizierung des Nutzers das Muster von dessen Handvenen scannt, wird präsentiert. Unterwegs sind zudem affenähnliche Roboter, die etwa in der Geländeerkundung eingesetzt werden könnten.

Großbritannien als Partnerland

Während sich das Zielpublikum der CeBIT ändert, bleibt die Präsenz der großen Politik: Zur Eröffnung kommt wie üblich Bundeskanzlerin Angela Merkel, diesmal mit dem britischen Premierminister David Cameron, der das diesjährige CeBIT-Partnerland vertritt.

Etwa 230.000 Fachbesucher werden erwartet – so viele wie 2013. Damals kamen allerdings noch 43.000 Privatbesucher dazu, weil die CeBIT auch eine Publikumsmesse war. Doch die Zeit der "Tütenträger" und "Souveniersammler" ist nun vorbei. "Jünger und internationaler", lautet das Motto der Organisatoren. Fast alle Vorstände der großen Dax-Konzerne seien vertreten, betonte Messechef Frese.

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