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CeBIT 2014: Weltgrößte Computermesse stellt sich Daten-Ängsten

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CeBIT 2014:  

Weltgrößte Computermesse stellt sich den Daten-Ängsten nach der NSA-Affäre

10.03.2014, 14:53 Uhr | dpa

CeBIT 2014: Weltgrößte Computermesse stellt sich Daten-Ängsten. Der britische Premierminister David Cameron und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der CeBIT. (Quelle: dpa)

Der britische Premierminister David Cameron und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der CeBIT. (Quelle: dpa)

Die diesjährige CeBIT ist anders: Die IT-Industrie muss sich einer veränderten Stimmung nach dem NSA-Skandal stellen. Bundeskanzlerin Merkel macht Druck für mehr Datensicherheit. Und erstmals ist die weltgrößte Computermesse nicht mehr für private Besucher zugänglich, denn der Publikumstag entfällt.

Die IT-Industrie hofft zum Start der CeBIT auf neue Geschäfte mit Rückenwind des NSA-Skandals. Der Datenschutz steht fest im Mittelpunkt der Computermesse. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn schlug am Sonntag auf der Eröffnungsveranstaltung eine Allianz der Autobauer gegen Datenmissbrauch in vernetzten Fahrzeugen vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rief bei der Eröffnung der Messe zu mehr Datensicherheit auf. Die Entwickler der Technik für die abhörsicheren Handys der Bundesregierung kündigten einen Dienst mit verschlüsselten Telefongesprächen für Unternehmen und Verbraucher an.

Merkel fordert internationale Datenschutz-Anstrengungen

Merkel machte sich für internationale Datenschutz-Anstrengungen stark. "Ich glaube, wir sind erst am Anfang dessen, was da zu leisten ist, denn das kann natürlich national alleine nicht gemacht werden", betonte sie in der Eröffnungsrede. "Wir haben jetzt erst einmal unsere Hausaufgaben in Europa zu machen."

Der Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom, Dieter Kempf, bekannte sich zur Datensicherheit: "Wer Daten nutzen will, muss auch für ihren Schutz eintreten." Zugleich betonte er, die Vernetzung des Alltags sei nicht aufzuhalten, denn es werde "alles digitalisiert werden, was sich digitalisieren lässt".

NSA-Enthüllungen haben Misstrauen geschürt

Umfragen zeigen, dass die NSA-Enthüllungen das Misstrauen gegenüber der Datenauswertung geschürt haben. In einer Bitkom-Umfrage erklärten 59 Prozent, der NSA-Skandal habe ihre Haltung zur Datenverarbeitung negativer gemacht. Der Anteil der Verbraucher, denen die Datenmengen Sorgen bereiten, stieg binnen eines Jahres von 50 auf 62 Prozent. Microsoft-Deutschlandchef Christian Illek räumte ein, die NSA-Affäre habe das Vertrauen erschüttert. Ein Schulterschluss von IT-Industrie, Politik und Verbrauchern sei nötig, um dies zu überwinden.

Zugleich setzen immer mehr Unternehmen in Deutschland auf die als "Big Data" bekannte Auswertung von Datenbergen. Laut einer Umfrage des Branchenverbands haben 31 Prozent der Firmen konkrete Pläne dafür. Bisher nutzt solche Anwendungen erst knapp jedes zehnte Unternehmen.

Datenschutz im selbstfahrenden Auto

"Das Auto darf nicht zur Datenkrake werden", betonte Winterkorn zur Eröffnung. Die Autobauer schützten ihre Kunden vor Gefahren wie Aquaplaning, Sekundenschlaf oder Staus. "Und mit dem gleichen Pflichtbewusstsein werden wir unsere Kunden auch vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen", sagte der VW-Chef. "Wir brauchen eine Art Selbstverpflichtung der Automobilindustrie."

Die VW-Tochter Audi demonstrierte einen Prototypen des Cockpits für ein selbstfahrendes Auto. Die Studie "James 2025" hat ein Lenkrad, das sich auseinanderklappt und eine verschwindende Instrumententafel.

Nur noch Fachbesucher

Die CeBIT richtet sich in diesem Jahr erstmals ausschließlich an professionelle Anwender. An den fünf Messetagen bis Freitag werden rund 230.000 Fachbesucher erwartet – so viele wie 2013. Damals kamen allerdings noch 43.000 Privatbesucher dazu.

Erstmals seit 2008 kommen nach Angaben der CeBIT mit 55 Prozent wieder mehr als die Hälfte der rund 3400 Aussteller aus dem Ausland. "Die CeBIT ist die einzige Veranstaltung, die die Wertschöpfungskette der gesamten Branche abbildet", betonte Messe-Chef Oliver Frese.

CeBIT-Partnerland birgt Konfliktstoff

Partnerland ist diesmal Großbritannien – das birgt Konfliktstoff, weil der britische Geheimdienst GCHQ ein zentraler Partner des US-Abhördienstes NSA ist. Der britische Premier David Cameron ging in seiner Rede nicht auf das Thema ein und warb stattdessen für britische Start-ups.

Die IT-Industrie rechnet 2014 mit moderatem Wachstum in Deutschland. Der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werde um 1,7 Prozent auf 153,4 Milliarden Euro steigen, kündigte der Bitkom-Verband an. In China wachse der Markt dagegen um 11,3 Prozent und in den USA um 4,0 Prozent.

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