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Verabschieden Sie sich von Windows XP!

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Verabschieden Sie sich von Windows XP!

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Verabschieden Sie sich von Windows XP!. Warten Sie nicht länger, verabschieden Sie sich schnellstens von Windows XP! (Quelle: t-online.de)

Warten Sie nicht länger, verabschieden Sie sich schnellstens von Windows XP! (Quelle: t-online.de)

XP-Nutzer müssen sich derzeit verfolgt vorkommen, wenn sie auch nur halbwegs regelmäßig Computer- und Softwaremeldungen verfolgen. Denn aus fast jeder Ecke dringt der Ratschlag, jetzt Windows XP auf ein neueres System upzudaten. Doch viele XP-Nutzer wollen nicht und stellen sich stur. Warum ist das so? Und wie ernst soll man die Ratschläge nehmen?

Um es vorweg zu nehmen: Es handelt sich hier nicht um eine Kleinigkeit, die niemand ernst nehmen muss, weil er in der Masse untergeht oder vielleicht nichts zu verbergen hat. Nein, die Angelegenheit ist absolut ernst zu nehmen, und zwar für jeden XP-Nutzer. Auch Sie sollten schnellstens wechseln, wenn Sie noch XP benutzen.

Denn wer nach dem 8. April 2014 noch mit Windows XP ins Internet geht, setzt nicht nur seine Daten, also Bilder, Musik oder Briefe aufs Spiel, sondern so ziemlich alles, was mit seinem Computer in Verbindung steht – zum Beispiel auch sein Bankkonto.

Windows XP ist ein marodes Gebäude

Das Fachmagazin c't verglich Windows XP kürzlich mit einem maroden Gebäude, bei dem Microsoft zum monatlichen Patchday die eingeschmissenen Scheiben wieder repariert. Nach dem 8. April bleiben die Sicherheitslücken offen, da Microsoft den Support zu diesem Datum auslaufen lässt. Jeder kann einsteigen, wenn er will.

Was dann passieren könnte, kann jeder schon jetzt selbst nachprüfen, indem er zum Beispiel ein Windows XP ohne Updates frisch installiert und den Zugang zum Internet freigibt. Er kann zusehen, wie innerhalb kürzester Zeit sein PC gekapert und mit Trojanern bestückt wird.

Alles Folgende kann sich jeder leicht ausrechnen: Windows XP wird zum offenen Einfallstor, das dem Angreifer alles erlaubt – etwa Keylogger zu installieren, die Passwörter, PINs und TANs abgreifen, den PC zur Spam-Schleuder machen, Mail-Accounts kapern und das Bankkonto plündern. Die Angreifer hantieren heutzutage so geschickt, dass das Opfer das entweder zu spät oder gar nicht bemerkt.

Anti-Viren-Programme bieten keinen ausreichenden Schutz

Die Zusicherung der Hersteller von Anti-Viren-Software, auch noch danach Schutz für XP zu gewähren, hilft vielleicht ihnen selbst, aber nicht dem XP-Nutzer. Denn ein Virenwächter kann weder das Haus instandsetzen noch die Scheiben erneuern. Er ist nur der Türsteher. Die marode Sicherheitsarchitektur des Systems ändert er nicht.

Online-Kriminelle warten auf den 9. April

Die Branche ist sich sicher, dass viele Online-Kriminelle längst eine Reihe von Sicherheitslücken ausgespäht haben, ihre Informationen aber noch zurückhalten. Ab dem 9. April können sie ihre schadbringenden Pakete auf die Reise schicken, denn sie haben die Zusicherung, dass niemand mehr eingreift und die Lücken wieder flickt.

Um es nochmal in Erinnerung zu rufen: Windows XP ist dreizehn Jahre alt. In dieser Zeit werden Säuglinge zu Teenies, Erstklässler zu Abiturienten. Seitdem hat Microsoft dem Betriebssystem Windows mit Vista, Windows 7 und 8 drei große Updates spendiert. Verglichen mit den Zeiten vor XP ist das wenig, Updates kamen früher in schnellerer Folge. Keinem anderen System hat Microsoft Support so lange Support gewährt wie Windows XP. Es dürfte auch kaum ein kommerzielles Software-Produkt geben, das so lange unterstützt worden ist.

Microsoft vorzuwerfen, sie stellten den Support nur ein, um neue Software zu verkaufen, wird der Sache nicht gerecht, denn das abbruchreife Haus ist nur noch mit ungeheurem, betriebswirtschaftlich unvertretbarem Aufwand vor dem Einsturz zu bewahren.

Der Grund für die bröckelnde Fassade ist der rasante Fortschritt. Windows XP ist an sich ein sicheres System, wenn man im Jahr 2001 lebt. Doch das Internet hat sich rasant weiterentwickelt. Das Bedrohungspotenzial im Jahre 2014 ist ein anderes als noch 2001. Wer damals via ISDN ins Internet ging und jetzt per VDSL, surft fast mit der tausendfachen Geschwindigkeit von einst.

Die Gründe gegen ein Update

Doch warum halten so viele Nutzer an Windows XP fest? Dafür gib es vor allem drei Gründe: Zum einen ist es die Gewöhnung an ein funktionierendes System, auf dem man sich auskennt. Der Nachfolger Windows Vista war (zurecht) unbeliebt, und auch das verbesserte Windows 7 verlangt Umgewöhnung. Jetzt hat der XP-Nutzer aber auch Windows 7 verpasst, und Windows 8 ist wieder einmal unbeliebt und zwingt dem Nutzer eine vollkommen neue Bedienerführung auf. Doch man kann sehr einfach Windows 8 auf Windows 7 trimmen, mit Startmenu und Desktop-Boot.

Der zweite Grund ist die Mühe, die man sich mit einem Update aufnötigt. Da es unklug ist, Windows 7 oder 8 über XP überzustülpen, müssen außer dem System auch alle Programme neu installiert werden, möglicherweise sind auch noch alle Einstellungen weg. Letzteres muss nicht sein, zumindest alle Browser-Lesezeichen, E-Mails, Passwörter und vieles andere lässt sich hinüberretten. Die Mühe der Neuinstallation der Programme muss man tatsächlich auf sich nehmen. Angenehmer Nebeneffekt der Neuinstallation ist die schnellere Arbeitsgeschwindigkeit.

Der dritte Grund ist ein finanzieller: Ein neues Windows kostet Geld. Möglicherweise haben viele standhafte Verweigerer auch Windows XP nicht gekauft, denn dafür kursierten Seriennummern, mit denen eine Aktivierung umgangen werden kann. Das ist jetzt nicht mehr ohne Weiteres möglich.

Wer XP nutzt und kein Geld für ein neues Betriebssystem ausgeben will, der sollte entweder die Internetverbindung kappen oder vernünftigerweise auf eine aktuelle Linux-Version wechseln. Das ist wesentlich sicherer als XP; selbst wenn es Sicherheitslücken gibt, ist die Bedrohung minimal. Linux ist kein lohnendes Angriffsziel für Kriminelle. Doch hier ist die Umgewöhnung noch größer, Windows-Programme und Spiele laufen nicht mehr, möglicherweise funktioniert auch alte Hardware mangels Treibern nicht mehr.

Fazit: Bitte nehmen Sie diesen Appell ernst!

Sie sollten die Warnungen, die jetzt von allen Seiten kommen, ernst nehmen und sich von Windows XP verabschieden. Die Konsequenzen können viel gravierender sein als der Aufwand, ein neues Betriebssystem zu installieren, einschließlich der Kosten. Es kann zwar spannend sein, abzuwarten, was nach dem 8. April passiert. Doch das dürfte zu spät sein, denn niemand kann sicher sein, einen Angriff zu bemerken. Die Kriminellen tun jedenfalls alles dafür, so lange unentdeckt zu bleiben wie nur möglich, weil sie nur dann ungestört weitermachen können. Ist eine Attacke aufgeflogen, ist es wahrscheinlich längst zu spät.

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