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Connected Home: Das vernetzte Zuhause macht Wohnen bequemer und sicherer

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Connected Home  

Das vernetzte Zuhause will Wohnen bequemer und sicherer machen

19.09.2014, 14:10 Uhr | dpa, t-online.de

Connected Home: Das vernetzte Zuhause macht Wohnen bequemer und sicherer. Bedienung von Smart Home über ein Tablet (Quelle: dpa)

Im Smart Home lassen sich viele Funktionen zentral steuern, beispielsweise über ein Tablet. (Quelle: dpa)

Das vernetzte Haus ist keine reine Zukunftsvision mehr: Immer mehr Hersteller bieten Lampen und Steckdosen, Rollläden oder Heizungen an, die der Bewohner per Funk drahtlos steuern kann. Das funktioniert nicht nur innerhalb der eigenen vier Wände, sondern per Smartphone oft auch aus der Ferne. Connected Home oder auch Smart Home ist der Oberbegriff für das intelligente Wohnen der nahen Zukunft.

Ein Heimkinoabend benötigt normalerweise einige Vorbereitung. Doch in Zukunft reicht vielleicht ein Knopfdruck, und alles ist startklar: "Per Druck auf den Lichtschalter wird automatisch das Licht gedimmt, die Rollläden fahren herunter und die Heimkinoanlage wird angeschaltet. Nutzer können außerdem über ihr Smartphone oder Tablet ihre Unterhaltungselektronikgeräte, zum Beispiel den Fernseher, bedienen", erklärt Tobias Arns vom IT-Verband Bitkom die neuen Möglichkeiten.

Das vernetzte Heim hat bereits begonnen

In allzu ferner Zukunft liegen solche Szenarien nicht, die entsprechenden Systeme existieren bereits. Die intelligente Vernetzung vieler Geräte im Haus heißt Smart Home. "Wahrscheinlich noch nicht 2014, spätestens aber 2015 wird der Durchbruch zum Massenmarkt erwartet", sagt Arns.

Prognosen zufolge werde der europäische Markt für Smart-Home-Lösungen bis 2017 um das 2,5-fache auf ein Volumen von über vier Milliarden Euro wachsen. Im Jahr 2020 sollen weltweit nahezu 50 Milliarden vernetzte Geräte im Einsatz sein, sagt der Bitkom-Experte. Mittlerweile steigen auch große Konzerne unter anderem aus der Telekommunikations- oder Energieversorgerbranche in dieses Thema ein.

Es fehlen noch einheitliche Standards

Dass der Durchbruch noch auf sich warten lässt, hat Gründe. "Die Forschung ist bereits sehr weit fortgeschritten", sagt Dirk Timmermann, Professor für Elektrotechnik an der Universität Rostock. Viele Geräte würden aber noch nicht die Sprache des jeweils anderen Geräts verstehen. "Das ist aber kein grundsätzliches Hindernis, man muss sich nur auf Standards einigen", so Timmermann.

Funk als Infrastruktur

Was heute schon gut funktioniert, sind vergleichsweise simple Geräte wie WLAN-Steckdosen oder -Leuchten. Diese lassen sich über das Internet bedienen und programmieren. Die Schaltsteckdose wird in eine normale Steckdose gesteckt und via WLAN mit dem hauseigenen Router verbunden. Das WLAN-Netzwerk dient bei den einigen Systemen als Infrastruktur für die Vernetzung und Steuerung. Andere Systeme nutzen ein eigenes unabhängiges Funksystem. Das bietet mehr Sicherheit als ein WLAN, dass eventuell gehackt werden kann.

"Alle elektrischen Geräte, die an eine solche Steckdose angeschlossen sind, können dann von überall aus zum Beispiel per Browser oder Smartphone-App ein- und ausgeschaltet werden", erklärt Tobias Arns. Zudem kann der Nutzer einen Zeitplan erstellen, um etwa Lampen und elektrische Geräte zu bestimmten Uhrzeiten zu aktivieren.

Intelligente Steckdosen

Mittlerweile gibt es auch intelligente WLAN-Steckdosen, die den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes messen und an eine zentrale Steuerung zurückmelden. "So kann ich am Ende des Jahres sehen, wie viel Strom an genau dieser Steckdose verbraucht wird, die Hauptverbraucher ermitteln und gegebenenfalls austauschen", erklärt Timmermann. "Einige WLAN-Steckdosen verfügen über Temperatursensoren oder kennen Sonnenauf- und Untergangszeiten, so dass diese Daten auch den Ein- und Ausschalter auslösen können", sagt Arns.

Außerdem gibt es per WLAN steuerbare elektronische Heizungsthermostate. Neben der Steuerung der Raumtemperatur aus der Ferne bieten sie auch eine individuelle Regelung für einzelne Räume. So können beispielsweise unterschiedliche Heizzeiten für verschiedene Zimmer eingestellt werden. Während es frühmorgens im Schlafzimmer noch kalt bleibt, wird das Bad schon vorgeheizt.

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Moderne vernetzte LED-Leuchten

LED-Leuchten mit WLAN funktionieren ähnlich. Sie lassen sich mit den passenden Apps aber nicht nur ein- und ausschalten und auf bestimmte Uhrzeiten programmieren, sondern auch detaillierter steuern. So kann der Nutzer bei vielen Modellen zum Beispiel Helligkeit und Leuchtfarbe auswählen. Bei einigen Anbietern wie dem System Philips Hue lassen sich auch Szenarien einstellen, zum Beispiel genau auf den Raum und den Anwender abgestimmtes Leselicht.

Einrichtung ist nicht all zu schwer

Die Einrichtung der Geräte dürfte für die meisten Nutzer recht simpel sein. "Für einigermaßen technikorientierte Menschen ist das kein Problem. Schwieriger dürften es da Senioren haben", sagt Elektrotechniker Timmermann. Hier müssten eventuell die Enkel aushelfen.

Bei vielen Systemen kommt eine zentrale Steuerung zum Einsatz. Sie ist über den DSL-Router mit dem Internet verbunden, sodass auch von Unterwegs auf das vernetzte Heim zugegriffen werden kann. Meist werden in dieser Zentraleinheit auch bestimmte Programme beispielsweise für die Einschaltzeiten von Lampen oder gewünschte Raumtemperaturen abgelegt. Ein Beispiel für ein solches System ist Qivicon, das von der Deutschen Telekom mit zahlreichen Partnern entwickelt wurde.

Systeme helfen beim Energiesparen

Der erhöhte Komfort bleibt aber nicht der einzige Gewinn. "Die Geräte verbinden Bequemlichkeit mit ökologischem und ökonomischem Denken", sagt Timmermann. So lässt sich zum Beispiel auch die Heizungsanlage mit dem Smartphone steuern: "Es gibt bereits Systeme, mit denen die Heizung herunterfährt, wenn der letzte Bewohner mit seinem Smartphone das Haus verlässt", so der Experte. Über das sogenannte "Geofencing" erkennt das System, wenn sich das Smartphone vom Haus entfernt.

Ist der Nutzer zum Beispiel im Urlaub, kann die Heizung komplett heruntergefahren werden, um Energie zu sparen. Kurz vor der Rückkehr kann er Heiz- oder Klimageräte dann wieder aus der Ferne einschalten, so dass bereits bei der Ankunft die gewünschte Temperatur herrscht.

Intelligente Stromzähler

Mittlerweile gibt es intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, die den Stromverbrauch messen und die Daten automatisch an den Energieversorger übertragen. "Die Waschmaschine wäscht so zum Beispiel nur dann, wenn der Tarif gerade günstig ist, etwa mit Nachtstrom", erklärt Timmermann.

Datenschutz in der Kritik

Das Thema Datenschutz sehen viele Experten bei Smart Home aber noch sehr kritisch, schließlich werden die vielen intelligenten Funktionen in der Regel auch über die Anbindung an eine zentrale Internetsteuerung des jeweiligen Anbieters realisiert. Darüber werden beispielsweise die Smartphone-Apps angebunden, mit denen die heimische Installation von überall auf der Welt ferngesteuert werden kann.

"Der Kunde wird gläsern. Weil viele Informationen zusammenlaufen, kann ein vollständiges Bewegungsprofil des Nutzers erstellt werden", sagt Johanna Kardel vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. "Der Hersteller kann sehen, wann ich zu Hause bin, wann ich den Kühlschrank öffne und welche Essgewohnheiten ich habe", erläutert die Verbraucherschützerin.

Das Leben wird durch die Technik also nicht nur komfortabler, sondern durch die Suche nach einem seriösen Smart-Home-Anbieter, der mit den Daten vernünftig umgeht, auch anspruchsvoller. Dirk Timmermann warnt in diesem Zusammenhang insbesondere vor kostenlosen oder sehr günstigen Geräten. "Hier ist Vorsicht geboten, weil die Hersteller dieser Geräte ihr Geld woanders verdienen müssen."

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