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Die härtesten Handys

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Handys für die harte Tour

13.07.2015, 16:45 Uhr | wanted.de - Marc Reisner

Die härtesten Handys. Mit unseren Tipps finden Sie den richtigen Begleiter für Ihre Outdoor-Abenteuer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit unseren Tipps finden Sie den richtigen Begleiter für Ihre Outdoor-Abenteuer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer draußen die raue Natur erleben will, geht heute nie ohne Smartphone. Doch das Handy ist zum Klettern, Crossbiken, Wildwasserpaddeln oder Wandern durch die Wildnis ein sensibler Begleiter. Speziellen Outdoor-Handys jedoch machen Felsen, Schlamm und das Bad im Fluss (fast) nichts aus. wanted.de zeigt, was sie können – und ihre Grenzen.

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E-Mails, Anrufe, WhatsApp, SMS, mp3, Internet und lässige Apps: Auch im Urlaub will Mann nicht darauf verzichten. Auch nicht, wenn eine harte Tour durch die Natur geplant ist. Doch das hat schnell Folgen: Das Display hat schneller Kratzer als man wischen kann. Ein Sturz auf den steinigen Boden, und es bleibt für immer still.

Robuster Trend

Daher bauen die bekannten Hersteller ihre Handys allmählich robuster, damit nicht der erste Schlag der letzte ist. "Man sieht staub- und wasserdichte Smartphones bei immer mehr Modellen im High-End-Bereich", beobachtet auch der 25-jährige Blogger Finn Hillebrandt, der sich mit seiner Website "outdoor-handys.com" auf das Thema spezialisiert hat und die Geräte testet. "Da neben Sony nun auch Samsung seine Top-Modelle staub- und wasserfest macht, kann es sein, dass bald auch HTC, Nokia, Huawei, LG und die anderen nachziehen."

Abseits der bekannten Marken haben ein paar Hersteller die Nische der extrem robusten Handys für sich genutzt. Unter ihnen ist etwa der Baumaschinenhersteller Caterpillar, der mit seiner Unternehmenstochter Cat Phones besonders robuste Handys und Smartphones für den harten Einsatz auf dem Bau, am Hochhaus, im Wald und zur See produziert.

Von der flachen Eleganz üblicher Geräte ist bei ihnen wenig zu sehen. Sie sind kantig, dick, etwas klobig – und dafür im rauen Einsatz draußen jederzeit bereit. Denn sie sind nach dem strengen US-Militärstandard MIL 810 G geschützt. Sonim aus Kalifornien bezeichnet sich selbst bislang unwidersprochen als "Hersteller der robustesten Telefone der Welt". Ein Video zeigt, wie eines seiner Handys einen Sturz vom Felsen in 50 Metern Tiefe unbeschadet überstand. Spezielle Outdoor-Modelle bieten installierte Apps für Kompass, Höhenmesser, Luftdruck und GPS-Karten. Insgesamt sind es – mit den bekannten Marken – etwa ein Dutzend Hersteller, die robuste Smartphones für harte Jungs herstellen. Je nach Widerstandsfähigkeit sind sie allerdings technisch nicht auf dem Niveau aktueller Geräte. >>

Widerstandsfähigkeit vs. Technik

So hat Cat Phones auf seinem Topmodell B15Q erst kürzlich – als erster in diesem Segment – die aktuelle Android-Version 4.4 KitKat installiert. Die läuft auf üblichen Geräten bereits seit Oktober 2013. Andere Geräte haben keine Touchscreens, sondern immer noch Tasten, laufen mit eigenen Betriebssystemen oder mit älteren Android-Versionen. "Beim Komfort muss man bei manchen Modellen durch ihre Größe Abstriche machen: So lassen sie sich nur noch schwer mit einer Hand bedienen und eignen sich nicht mehr zum Tragen in der Hosentasche", erklärt Hillebrandt.

Die wichtigsten Normen, um den Nutzen eines Outdoor-Handys für seine Bedürfnisse abschätzen zu können, sind die IP-Schutzarten, die nach DIN definiert sind und etwa am Bau genutzt werden. Sie beschreiben den Schutz gegen Stürze und Schläge sowie gegen das Eindringen von Staub und Wasser. Der sogenannte "Berührungsschutz" wird von 0 bis 6 eingeteilt – je höher die Zahl, je besser der Schutz. Der Wasserschutz reicht von 0 sogar bis 8.

Auf zertifizierte Normen achten

Finn Hillebrandt hat damit viel Erfahrung gesammelt: "Ich würde jedem empfehlen, ein nach IP67, IP68, IP57 oder IP58 zertifiziertes Handy oder Smartphone zu kaufen." Dabei steht IP 57 für Aufprallsicherheit, Staubschutz und Schutz vor eindringendem Wasser beim kurzzeitigem Eintauchen. IP58 bedeutet: Das Smartphone kann ohne Schaden länger im Wasser liegen. Ein Handy mit IP 67 ist staubdicht und kann kurz im Wasser liegen, die Königsklasse IP 68 bedeutet: Vollständig staub- und wasserdicht. Diese Normen erfüllen fast alle: "70 Prozent aller mir bekannten Outdoor-Handys und -Smartphones haben einen dieser IP-Codes." Zwar könne ein Gerät mit niedrigerem Code einen starken Regen oder den Fall in eine Pfütze locker überstehen. "Ich würde da aber immer auf Nummer sicher gehen", betont er.

Wie viel Meter Fallhöhe sie aushalten, ist allerdings damit noch nicht definiert. "Wenn ein Handy mit "stoßfest" oder "stoßgeschützt" beworben wird, heißt das meist, dass es einen Sturz aus maximal 1,5 bis drei Metern Höhe aushält", betont Hillebrandt. "Vor allem die Outdoor-Smartphones mit ihrem großen Display sind nicht gut gegen Stürze aus großer Höhe gewappnet. Einige Outdoor-Handys, wie manche Modelle von Sonim, halten aber mit etwas Glück einen Sturz aus 50 Metern Höhe aus." Allerdings würde er das "nicht auf die Probe stellen".

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Erreichbarkeit in freier Natur ist der Akku. Ein Smartphone, das abends eine Steckdose benötigt, ist nicht outdoortauglich. Geladene Ersatzakkus gehören bei längeren Touren ins Gepäck. "Der Akku mancher Outdoor-Smartphones hält fünf bis sieben Tage. Allerdings ist das stark von der Nutzung abhängig. Auf sieben Tage kommt man nur, wenn man es nicht übermäßig nutzt, die Display-Helligkeit auf das Minimum einstellt und nicht benutzte Dienste oder das ganze Smartphone ausschaltet", empfiehlt der Outdoor-Experte.

Cases und Askese als Alternativen

Wem das alles zu teuer und zu aufwendig ist, kann sich auch nach Cases für sein Smartphone umsehen, die einen ähnlichen Schutz nach IP-Norm für relativ wenig Geld bieten. Doch das hat nach Hillebrandts Erfahrungen einige Nachteile: "Viele Outdoor-Cases halten nicht, was sie versprechen. Ich hatte vor kurzem eine angeblich stoßfeste iPhone-Hülle zum Testen da, die aus nur einem Meter auf den Boden gefallen ist. Danach hatte das Backcover des iPhones Risse. Zweitens muss man mit Einschränkungen rechnen: Oft lässt sich das Display nicht mehr so gut erkennen, Stecker wackeln und Knöpfe oder der Touchscreen lassen sich nicht mehr gut bedienen." Die kostengünstigste Alternative ist die einfachste: Das Handy bleibt sicher auf dem Tisch im Hotel, und man genießt einfach die Stille da draußen. Hat auch mal was.

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