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Die coolsten Mountainbikes 2015: Fat is beautiful

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Mit dem Bike durch Wald und Feld: Fat is beautiful

08.01.2015, 16:23 Uhr | Marc Reisner - wanted.de

Die coolsten Mountainbikes 2015: Fat is beautiful. Mit dem richtigen Mountainbike ins Gelände. (Quelle: Manfred Stromberg/Maxx Bikes)

Hightech-Rad (Quelle: Manfred Stromberg/Maxx Bikes)

Schnee, Matsch, altes Laub – echte Mountainbiker lassen sich durchs Wetter auch jetzt nicht von ausgedehnten Touren abhalten. "MTB" bleibt 2015 eine Top-Sportart für alle, die gern in der Natur sind. wanted.de hat sich bei den Herstellern umgehört und stellt zwölf tolle Rad-Neuheiten für 2015 vor. Außerdem: die wichtigsten Trends im Überblick.

Foto-Serie mit 17 Bildern

Das Herz pumpt, unter der gefütterten Windjacke läuft der Schweiß in dicken Rinnsalen den Rücken hinab, die Oberschenkel brennen, und in den Waden machen sich Vorzeichen eines Krampfes bemerkbar. Die Steigung scheint nicht zu enden, längst liegt der kleinste Gang an. Jetzt nur nicht aus dem Sattel heben und möglichst rund weitertreten. Noch eine Biegung, ein paar Meter. Oben! Was für ein geiles Gefühl!

Mountainbike für die Piste

Klar: Das Bezwingen eines Berges ist für jeden Mountainbiker das Nonplusultra. Aber auch auf hügeligen oder sogar ebenen Strecken machen die Hightech-Sportgeräte jede Menge Spaß. Große Steine, Sprünge, rasante Kurven auf Sand, Schnee oder Schlamm – echten Bikern ist jede Herausforderung recht. Nicht jeder Rad-Fan freut sich auf den Winter. Anders sieht es bei Besitzern sogenannter Fatbikes aus. Die ungewöhnlich aussehenden Räder mit den dicken Schlappen kommen auf praktisch jedem Untergrund

bestens zurecht. Mit den Pneus, die bis zu fünf Zoll (immerhin fast 13 Zentimeter) breit ausfallen können und bei denen der Luftdruck im Extremfall schon mal auf ein halbes Bar gesenkt wird, rollt es sich hervorragend auch über hartes, unebenes Terrain. Kein Wunder, dass gerade MTB-Einsteiger die Fatbikes mehr und mehr für sich entdecken.

29-Zöller im Trend

Kleiner Haken: Zwar gibt es mittlerweile die ersten Fatbikes, die unter der Zehn-Kilo-Marke bleiben, die meisten – vor allem preisgünstigen – Modelle allerdings wiegen mehr als ihre "normalen" MTB-Geschwister. Und wenn viele Fatties die Federarbeit den Reifen überlassen, statt mit Federgabel oder Full Suspension zu glänzen, macht das die Bikes zwar günstiger. Aber die Folgekosten treiben den Unterhalt der Sportgeräte dann doch in die Höhe – allein ein guter Reifen kostet rasch 140 und mehr Euro. Ein weiterer Trend, der bereits in der abgelaufenen Saison zu einem Umdenken bei den Unternehmen geführt hat: 26-Zoll-Bikes sind kaum noch gefragt. Stattdessen verkaufen sich 29-Zöller immer

besser. Logisch, denn die Großen zeigen sich stabiler im Gelände, weisen zudem eine bessere Traktion auf. Auch der Rollwiderstand ist geringer; das führt zu höheren Geschwindigkeiten. Andererseits lassen sich die 29er nicht so schnell beschleunigen wie ihre kleineren und spritzigeren Geschwister.

Nicht so recht aufgegangen ist dabei die Marketing-Strategie, 27,5-Zoll-Laufräder als Zwischengröße anzubieten. Denn der direkte Vergleich zeigt: Das Halbformat – auch 650B genannt – bietet gegenüber den 26ern kaum Vorteile. Trotzdem setzen gerade Neulinge im Zweifel eher auf größere Reifen – was die 26er mit der Zeit weiter in die Nische drängen dürfte. Übrigens: Die bereits beschriebenen Fatbikes kommen überwiegend als 26er daher – das schiere Volumen bringt die Räder praktisch aufs 29er-Maß.

Natürlich optimieren die Hersteller ihre Bikes immer weiter. Daher ist die Zahl neuer Modelle im MTB relativ gering, dafür aber bieten die Firmen immer neue Jahrgangs-Versionen ihrer Sportmaschinen an. Die trumpfen dann vor allem mit verbesserter Dämpfung, im Detail veränderter Geometrie für den noch besseren Sitz oder verringertem Gewicht auf. Karbon bringt gegenüber Aluminium enorme Einsparungen.

Kein Fahrrad ohne Hightech

Außerdem wagen sich die Ingenieure an weitere Innovationen, wie auch Bike-Experte Josh Welz bestätigt: "Die Innovationsschritte in den konventionellen Technologien werden kleiner, deshalb wird der Einsatz von Elektronik am Mountainbike immer wichtiger werden", sagt der Chefredakteur des Fachmagazins Bike. Beispiel: Ein Schwachpunkt gerade bei Bergauf-Rennen oder in kniffligen Situationen ist bislang der Schaltvorgang. Marktführer Shimano will Biker hier unterstützen. Die Entwicklungsabteilung der Japaner hat deshalb eine elektronische Schaltgruppe kreiert, die auch im harten Einsatz am Berg bestehen soll. Der Clou ist die Synchro-Shift-Technologie, bei der der Fahrer nur noch einen Hebel mit zwei Tasten am Lenker hat: eine zum Hoch-, eine zum Runterschalten.


Nur ein Ding will so gar nicht zu den Bergrädern passen: der Elektroantrieb. Ziel ist es doch gerade, die Hightech-Geräte mit Muskelkraft durch das unmöglichste Gelände zu prügeln. Und wenn an einer Stelle Gewicht gespart wird, muss doch ein schwerer Akku diese Ersparnis nicht wieder zunichtemachen.

Und so fasst es denn Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad treffend zusammen. "Das Mountainbike hat fast jeder Fahrradgattung Impulse gegeben und der Branche einen riesigen Aufschwung beschert. Es wird als Technikwunder bestaunt und als Alleskönner geliebt, doch nicht immer seiner wahren Bestimmung zugeführt – viele Mountainbikes sind in unterschiedlichen Umbaustufen als Stadträder unterwegs." Stimmt.

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