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CES 2015: Was bringen UHD-TV, Quantum Dots und Tizen?

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CES 2015  

Eine Fernsehtechnik-Neuheit trifft ins Schwarze

Von Christian Fenselau

08.01.2015, 11:39 Uhr
CES 2015: Was bringen UHD-TV, Quantum Dots und Tizen?. Die TV-Trends für 2015 (Quelle: Hersteller)

Von ultrascharf bis megabreit: Die TV-Trends für 2015 (Quelle: Hersteller)

Neue Paneltechnologien, neue Bediensysteme und natürlich Ultra HD: Zahlreiche Fernseh-Hersteller stellen auf der CES in Las Vegas ihre neuen Modelle vor. Jede Neuheit wird wieder einmal als revolutionär angepriesen. Wir verraten, was hinter den Versprechen steckt und geben einen Ausblick, worauf sich Fernsehkäufer und -zuschauer freuen können.

Die TV-Industrie steckt in der Krise, die Absätze gingen tendenziell eher zurück. 2013 wurden 17 Prozent weniger verkauft als im Jahr zuvor. Die fetten Jahre, in denen Millionen Kunden ihre alte Röhre gegen einen neuen Flachbildfernseher eintauschten, sind vorbei. Der Markt ist auch vor allem deshalb gesättigt, weil die Kundschaft gewohnt ist, ihre Fernseher länger zu behalten als etwa Smartphones.

Die Hersteller brauchen deshalb neue Argumente, die einen Kaufanreiz wecken sollen. Neben gekrümmten Gehäusen war das bislang Ultra HD, also die Erhöhung der Pixelanzahl. Doch wofür benötigen wir mehr Pixel, wenn diese gar nicht gesendet werden? Immerhin soll jetzt auch die Blu-ray-Disk auf 4K/UHD aufgerüstet werden. Doch die Sender strahlen noch nicht einmal Full HD (1080p) aus. Und trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen, denn die Tester verschiedenster Fachmagazine bescheinigen vielen Fernsehern regelmäßig eine überragende Bildqualität.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Quantum Dots und UHD

Deshalb überrascht es ein wenig, dass beispielsweise Samsung die Paneltechnologie neu entwickelt haben will. "SUHD", "Quantum Dots" oder "Nano-Crystal" nennt der Marktführer seine Erfindung. Dabei soll ein neuer Bildprozessor mithilfe von Mikrokristallen die Farbbrillanz und die Helligkeit des Bildes verbessern. Dass es bei LCD/LED-Panels an Helligkeit mangelt, hatte jedoch bislang noch niemand behauptet. Das galt eher für die vom Markt verschwundenen Plasma-Fernseher. OLED zeigt kräftigere Farben als LCD, was auch Quantum Dots nicht verändern können, doch die auf organische, selbstleuchtende Pixel basierende Technik ist in der Produktion immer noch sehr teuer. Hersteller LG will trotzdem verstärkt auf OLED-Fernseher setzen.

Dritte Neuerung kann Volltreffer sein

Mit der dritten Neuerung treffen die Hersteller allerdings den Nagel auf dem Kopf: Sie statten die Fernseher mit neuen Betriebssystemen aus. Samsung setzt auf das eigens mitentwickelte Tizen, Panasonic kooperiert mit Mozilla und LG stattet die Topmodelle schon jetzt mit Web OS aus. Philips, Sony und Sharp haben Android für ihre Fernseher angekündigt. Das mögen zwar parallele Insellösungen sein, doch es verbessert die derzeitige Situation trotzdem erheblich. Die Hersteller haben sich bisher noch nicht einmal darum verdient gemacht, ihre eigenen Modellreihen auf ein Bediensystem zu trimmen, im Gegenteil.

Noch entscheidender dürfte jedoch sein, dass die Fernseher mit echten, ausgewachsenen Betriebssystemen logischer und vor allem leichter zu bedienen sind. Was manche Gerätebauer ihren Kunden bisweilen zumuten, grenzt an eine Strafe. Fernbedienungen mit mehr als 50 Tasten, trotzdem lässt sich das Bild nur über verschlungene Untermenüs heller stellen, und eine Aufnahmeprogrammierung scheitert, weil das EPG streikt. Bei der Eingabe von Buchstaben hört der Spaß endgültig auf.

Und welchem Zweck dienen die proprietär formatierten USB-Festplatten, die kein anderes Geräten lesen kann? Nebenbei ist zu bemerken, dass auch die Stiftung Warentest nur wenigen Geräten eine gute Handhabung bescheinigt. Die meisten Fernseher fahren in diesem Kriterium die schlechteste Teilnote ein.

Fazit: Testergebnisse abwarten

Der Hype um UHD/4K könnte schnell wieder verpuffen, wenn die Inhalte fehlen. Immerhin haben inzwischen einige Streaming-Anbieter 4K angekündigt und Blu-ray wird nachgerüstet. Trotzdem ist nicht abzusehen, dass die Sendeanstalten in nächster Zeit in 4K investieren, die Aufrüstung dürfte viel zu teuer sein – für die terrestrische Verbreitung gibt es noch nicht einmal HD.

Die anderweitigen Neuerungen wie Nanopixel mögen als Verkaufsargument dienlich sein, doch hier bleibt abzuwarten, was zukünftige Tests bescheinigen. Jeder Hersteller hat bislang seine Qualitätsverbesserungen mit markigen Sprüchen begleitet. Bei der Handhabung haben dagegen alle Hersteller Nachholbedarf und können mit Android, Tizen und Co. viel verbessern – auch wenn nicht alle am selben Strang ziehen.

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