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Kühlschränke für Männer: Coole Technologie für die Küche

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Coole Technologie für die Küche

13.02.2015, 13:05 Uhr | Marc Reisner

Kühlschränke für Männer: Coole Technologie für die Küche. Retro-Kühlschränke zieren jede Küche. (Quelle: Gorenje)

Retro-Kühlschränke zieren jede Küche. (Quelle: Gorenje)

Allmählich kommt Schwung in den Markt rund ums "Smart Home", das vernetzte und intelligente Heim. Besonders gefragt: XXL-Kühlschränke. Aber auch Hightech hält Einzug in die Männerküche. Zwar meint Joachim Quantz von der Innovationsinitiative Connected Living: "Den schlauen Kühlschrank will niemand haben." Doch die neuesten Modelle aus Asien und den USA leisten immer mehr. wanted.de hat sich umgeschaut.

Platz in den eigenen vier Wänden braucht man für die aktuelle Generation der XXL-Cooler. Vor allem die doppeltürigen Side-by-Side-Geräte trumpfen mit jeder Menge Stauraum auf. 526 (Beko), 540 (LG) oder gar 615 Liter (Samsung) dürfen es schon sein. Dabei entfallen jeweils ein knappes Drittel auf den Gefrier-, der Rest auf den Kühlraum. Da bleibt jede Menge Raum für Bier und Steaks. Apropos: Fleisch hält sich am besten in den häufig integrierten Fächern, in denen eher trockene Luft herrscht, Obst und Gemüse hat es meist lieber etwas feuchter.

Kühlschrank mit Kamera

Da wäre es praktisch, wenn diese Fächer mit elektronischen Fühlern ausgestattet wären, die die entsprechenden Angaben auf die Smartphones der Nutzer schicken könnten. Ansätze gibt es. So manches Gerät steckt allerdings immer noch im Planungsstadium. So tüftelt Bosch an einem Kühlschrank, der mit einer eingebauten Kamera auftrumpft.

Wer unterwegs ist, startet die zugehörige App auf Smartphone, Tablet oder dem Büro-PC und kann so checken, was er noch im Haus hat. Da lässt sich der Supermarkt-Abstecher auf dem Heimweg gleich viel effektiver nutzen. Allerdings dürfte Bosch erst in der zweiten Hälfte des Jahres damit auf den Markt kommen. Gute Geräte der aktuellen Generation gibt es dabei schon für etwa 1200 bis 1800 Euro.

Da sind die Amerikaner schon viel weiter. Vor allem General Electronic (GE) arbeitet mit Hochdruck an Erweiterungen für klassische Kühl-Gefrier-Kombis. Und weil’s allein zu lange dauert, holen sich die Amerikaner Partner ins Boot, aktuell zum Beispiel den Kaffeespezialisten Keurig Green Mountain und die Ideen-Plattform Firstbuild.

Kühlschrank mit USB-Anschluss

Über Firstbuild wurde der sogenannte Chillhub entwickelt – ein handelsüblicher GE-Kühlschrank, der mit zwei USB-Hubs zum Hightech-Gerät gepimpt wurde. Dabei ist die Idee, Schnittstellen einzubauen so sensationell nicht.

Spannend wird der "Chillhub Smart Refrigerator“ erst dadurch, dass die Crowd jede Menge Peripherie-Geräte vorschlägt. Da postet zum Beispiel Cody Corbelli die Idee, eine Kamera mit OCR-Scanner in die Tür zu integrieren. Die Lese-Software soll das Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln erkennen und den Kühlschrank-Eigner rechtzeitig vor dem Ablauf warnen. Eine Lunch-Box mit USB-Kabel könnte über Nacht vorgekühlt und ein integrierter Akku geladen werden, so dass der Pausensnack den ganzen Tag über unterwegs kühl bleibt. Oder eine UV-Lampe tötet Bakterien auf Gemüse und Obst ab. Dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Kaffemaschine in der Kühlschranktür

Während der Chillhub noch in der Erprobungsphase steckt, ist GE in der Kooperation mit Green Mountain schon weiter. In der Tür eines wuchtigen "French-door"-Modells brummelt bei Bedarf eine kleine Kaffeemaschine, die pro Durchlauf eine Tasse brühen kann. Rick Munarriz vom Analysehaus Motley Fool ist jedoch skeptisch: "Der Kühlschrank aus rostfreiem Stahl mit dem Keurig K-Cup-System hat einen empfohlenen Verkaufspreis von 3300 Dollar. Ob die Konsumenten bereit sind, so viel für ihre Bequemlichkeit oder etwas eingesparten Platz auszugeben?“ Im Sommer, wenn das Gerät bei den Händlern steht, wird sich das zeigen.

Samsung-Gerät mit Display für Videos

Längst verfügbar sind dagegen Kühlschränke von Samsung mit eingebautem Acht-Zoll-Display. Dahinter steckt ein Mini-Rechner, der per WiFi mit dem Internet verbunden wird. Und dann kann der Nutzer per Fingerdruck all das machen, was er von den Samsung-Fernsehgeräten längst kennt: Musik hören, Videos anschauen, sich das Wetter zeigen lassen, skypen, seinen Facebook- oder Twitter-Account checken und vieles mehr.

Ist das die Zukunft? Boo Keun Yoon, Chef der Samsung-Haushaltsgerätesparte, ist sicher, dass bis zum Jahr 2020 alle neuen Geräte von Samsung internetfähig sind. Dabei geht es weniger um simple Anzeige-Services für den Anwender als vielmehr darum, Geräte untereinander zu vernetzen. Dieses "Internet der Dinge“ wird erst 2020 so richtig in den Haushalten angekommen sein, meinen die Marktforscher der Gartner Group. Bis dahin wird die Zahl solcher "intelligenter“ Geräte von schätzungsweise 2,9 Milliarden Ende 2015 auf 13,2 Milliarden förmlich explodieren. Dann bittet der Kühlschrank die Spülmaschine, das Reinigungsprogramm noch nicht zu starten, weil der Besitzer gerade ein Fertiggericht herausgenommen hat, und die Heizung senkt die Temperatur, weil der Bewohner des Hauses früh zu Bett geht.

Retro-Kühlschränke für die Küche

Groß sind sie jedenfalls alle, die coolen Haushaltsgeräte mit Extra-Technologie. Und die meisten punkten auch noch mit den niedrigen Energieverbrauchsklassen A++ oder gar A+++. Aber aussehen tun sie irgendwie gleich. Wer ein optisches Highlight für die Küche sucht, ist daher mit einem Klassiker-Kühlschrank am besten bedient. Von Gorenje gibt es da die "Retro Collection" mit insgesamt drei Modellen in unterschiedlichen Größen. Mit weichen, gerundeten Formen und in einer breiten Farbpalette von Schwarz über Champagner-Creme bis Schneeweiß ist für jede Küche der passende Akzent dabei. In Sachen Technik allerdings bieten die Gorenje-Retros nur Mittelmaß. Mehr Pfiff haben die Kühlschränke der Fab32-Reihe von Smeg. Die Italiener haben hinter die klassischen, horizontal geteilten Türen in kräftigen Signalfarben oder zarten Pastelltönen Kühltechnik "State of he Art“ gepackt, zum Beispiel eine dynamische Umluftkühlung. Internet – logisch – gibt’s bei den Design-Klassikern nicht. Ein Hingucker ganz anderer Art ist der Gladiator Chillerator von Whirlpool. Der sieht aus, als könne man ihn auch zum Open-Air in Wacken oder zum DTM-Wochenende an den Hockenheimring mitnehmen. Tatsächlich wurde der Gladiator laut Hersteller zum Unterstellen in Garagen und Hauswirtschaftsräumen konzipiert. Gut macht er sich aber auch in Loft-Küchen. Besonders energiesparend zeigt sich der Gladiator mit 346 Kilowattstunden pro Jahr nicht gerade; dafür aber trotzt er auch hohen Temperaturen. Und dafür ist ein Kühlschrank ja da. Bilder von Top-Kühlschränke finden Sie in unserer Fotoshow.

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