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Boomboxen - fetter Sound für unterwegs

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Fette Beats ohne Strom und Kabel

25.01.2017, 11:37 Uhr | Uwe Kauss - wanted.de

Boomboxen - fetter Sound für unterwegs. Beoplay A2 von Bang & Olufsen (Quelle: Hersteller)

Beoplay A2 von Bang & Olufsen (Quelle: Hersteller)

Klein wie eine Halbliter-Bierdose, aber viel Druck von unten: Boomboxen sind mobile Audiosysteme, die sich über Bluetooth mit dem Smartphone und Tablet verbinden. Sie erzeugen einen fetten Sound und eignen sich mit edlen Designs für Ästheten mit feinen Ohren.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Ab 30 Euro sind sie in der Größe eines Kaffeebechers zu haben, ab 1500 Euro beginnt die Oberklasse fürs Designregal: Drahtlose Audiosysteme mit Akku, Bluetooth, wattstarkem Verstärker und speziell entwickelten Boxensystemen bringen Songs von Streaming-Anbietern oder mp3-Dateien nach draußen.

Geringeres Klangvolumen

Und das mit Druck: Die guten Systeme entwickeln satte Lautstärke und stramme Bässe, die auch Nachbarn beeindruckt. Doch die Qualität der gängigen Systeme ist nicht durchgängig mit teuren HiFi-Systemen zu vergleichen, weiß Philipp Isenmann, der für seinen Blog "www.lautsprecher.org" diese Systeme nach einem durchdachten Verfahren testet und bewertet."Portable Bluetooth-Lautsprecher verfügen nur über ein sehr geringes Klangvolumen – weshalb satte Bässe bei einem Großteil der Boxen Mangelware sind.

Einige Hersteller wie JBL, Denon oder Bose schaffen es allerdings mit technischen Tricks - wie etwa zwei gegenüber liegenden Passivradiatoren - erstaunlich kräftige Bässe zu erzeugen", betont er. Generell sei "von den kleinen Kisten kein Heimkino-Klang zu erwarten, aber auch kein Stereo-Klang. Es kommt hier vor allem auf die Portabilität an. Man will den Speaker ins Freie, auf die Terrasse, zum Sport oder an den Strand mitnehmen. Da sind gewisse Abstriche hinzunehmen."

Ausgewogener Sound

Trotz aller Defizite: Die besten Modelle für 150 bis 300 Euro bieten einen ziemlich ausgewogenen Sound. Derzeit favorisiert Isenmann bei den größeren Systemen den JBL Xtreme für etwa 285 Euro, den Envaya von Denon für etwa 140 Euro oder den Beoplay A2 des edlen HiFi-Anbieters Bang & Olufsen. Bei den kleineren Boomboxen in Größe einer Halbliter-Bierdose empfiehlt er beispielsweise den JBL Charge 2+ für rund 140 Euro. Philipp Isenmann kennt die gängigen Systeme genau, arbeitet aber weder als Toningenieur noch Elektroakustiker. 

Genau das zeichnet seine Tests aus: "Ich hatte mich nach einem mobilen Lautsprecher zum Mitnehmen auf Reisen oder zum Sport umgesehen, konnte allerdings auf deutschen Websites keine wirklich hilfreichen Informationen finden. Da mich das Thema sehr interessierte und ich bereits mehrere Modelle ausgetestet hatte, entschloss ich mich, selbst darüber zu berichten." Für seine praxisnahen Tests steht, na klar, der Klang im Vordergrund: "Es bringt nichts, wenn die Box schön anzusehen ist, aber klanglich an eine Blechdose erinnert."

Die von ihm entwickelten Kriterien sind für Fans und Interessierte richtig nützlich: Den Klang der Boomboxen unterteilt er in Basswiedergabe, mögliche Maximallautstärke, Klang bei voller Lautstärke und die Feinzeichnung der Höhen. Den zweitgrößten Teil seiner Wertung machen Handhabung, Funktionsumfang und Akkulaufzeit aus: "Es kommt immer wieder vor, dass Hersteller praktische Funktionen wie das Synchronisieren der Lautstärke mit dem Musikzuspieler vergessen oder dem Akku bei maximaler Lautstärke bereits nach wenigen Minuten die Puste ausgeht. Die angegebenen Akkulaufzeiten erreicht man im Alltag fast nie. Die Bluetooth-Reichweite sowie die Verarbeitung sind mittlerweile bei den meisten Geräten aber sehr ordentlich, weshalb dies bei der Bewertung nur einen geringen Anteil ausmacht."

Ausgiebig testen

Doch für HiFi-Fans, bei denen es auf feinste Sound-Nuancen ankommt, sind die mobilen Boomboxen wenig geeignet, erklärt der Experte: "Im Vergleich zu einem hochwertigen Musiksystem sind die Bässe weniger voluminös und dringen nicht allzu tief in den unteren Frequenzbereich." Für ihn heißt das: "Bei Hip-Hop-Tracks oder Deep House können tiefe Bässe durchaus verschluckt werden, die Musik klingt dadurch ein wenig leblos. Besonders bei hoher Lautstärke macht sich der Unterschied bemerkbar: Während eine große Anlage sie präsent rüber bringt, beginnt der Klang bei vielen Boomboxen bereits ab halber Lautstärke kraftlos zu werden. Die Bässe werden merklich zurückgeschraubt, bei voller Lautstärke wird die Musik oft so stark komprimiert, dass der Klang kaum noch genießbar ist." Hier gilt vor dem Kauf: Ausgiebig testen, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Eine weitere Soundbremse ist die drahtlose Übertragung via Bluetooth. Denn die Technologie ist für Daten- und nicht zur Audioübertragung entwickelt worden. Mit dem gängigen Standard A2DP lässt sich zwar ein recht gutes Klangspektrum übertragen, doch dabei werden die Audiodaten kräftig komprimiert. Geübte Ohren hören das sofort. Abhilfe schafft der AptX-Standard, der eine Soundqualität sehr nahe der CD erreichen soll. Dazu müssen aber Sender und Empfänger damit ausgestattet sein.

Kein Soundwunder

AptX setzt sich erst langsam bei den Boomboxen durch; auch einige aktuelle Handys und Tablets der Oberklasse haben es mittlerweile an Bord. Doch es schafft keine Soundwunder, weiß Philipp Isenmann: "In der Praxis ist der Unterschied kaum hörbar. AptX ist für High-End-Systeme sinnvoll, bei denen der Klang bereits bis ins kleinste Detail getunt wurde, es auf die Nuancen ankommt. Hier hat der Standard seine Berechtigung. Da der Klang bei den kleinen Bluetooth-Boxen allerdings noch in vielerlei Hinsicht zu wünschen übrig lässt, kann eine Klangverbesserung durch AptX kaum wahrgenommen werden." Sinnvoll ist AptX allerdings bei den fein getunten Bluetooth-Systemen, die im Wohnzimmer stehen – etwa der futuristische "Zeppelin" des Edelanbieters Bowers & Wilkins für rund 700 Euro oder dem ungewöhnlich designten A9 von Bang & Olufsen für etwa 2200 Euro. Aber auch der wuchtige, etwa einen Meter hohe "Rockster" von Teufel mit 450 Watt starker Endstufe für etwa 1000 Euro hat AptX an Bord. Mit diesem Teil lässt sich ein Schalldruck von 115 dB erzeugen – das reicht locker für eine hysterische Party mit 200 Leuten. Der Name ist hier Programm: richtig fette Beats ohne Kabel. Bilder aktueller Boomboxen finden Sie in unserer Fotoshow.

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