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Fitness-Armbänder: Was taugen die Tracker?

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Fitness am Handgelenk: die besten Tracker

22.02.2016, 11:35 Uhr | Uwe Kauss

Fitness-Armbänder: Was taugen die Tracker?. Fitness-Tracker: Jeder Schritt wird gezählt. (Quelle: Jawbone)

Fitness-Tracker: Jeder Schritt wird gezählt. (Quelle: Jawbone)

Ich bin fit – das war gestern. Jetzt wird gemessen, getrackt und ausgewertet. Fitness-Armbänder liegen voll im Trend - ob im Büroalltag oder beim Sport. Ein Experte erklärt, was die Geräte taugen.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Topmanager tragen sie beim TV-Auftritt ebenso wie der Nachbar nebenan beim Rausbringen des Mülls: Fitness-Tracker messen, ob wir uns genügend bewegen, ob wir ausreichend schlafen, uns richtig ernähren und intensiv genug Sport treiben. Die Daten landen meist in einer Cloud, um sie jederzeit und überall auswerten und über soziale Netzwerke austauschen zu können. Mittlerweile ist aus den ersten Hipster-Geräten ein Milliardenmarkt entstanden. Hersteller wie Jawbone, Fitbit, Garmin, Polar, Moov und viele andere, dazu Smartwatch-Anbieter wie Samsung oder Sony kommen mit immer schickeren Geräten und ausgereifteren Funktionen.

Schlaf- und Herzfrequenz

Was haben die Geräte aktuell zu bieten? "Als Standard haben sich neben den Grundfunktionen wie Schrittzähler, Distanzmessung, Kalorienverbrauch und Aktivitätswarnungen mittlerweile weitreichende Multimedia- und Social-Media-Features sowie die detaillierte Schlafüberwachung etabliert", erklärt der Blogger und Tracker-Experte Robert Mertens aus Berlin (www.fitnessarmband.eu). 

Nach seiner Ansicht entwickle sich die ständige Herzfrequenzüberwachung ebenfalls zur Standardfunktion. Dazu gibt es mittlerweile, etwa von Polar, Handgelenk-Trainingscomputer für verschiedene Sportdisziplinen, etwa für Läufer, Radfahrer, Reiter sowie für den Einsatz im Fitnessstudio. Einige Geräte wie der Polar V800 sind mit GPS ausgestattet und kosten um 260 Euro.

Armbänder für den Büroalltag und Freizeitsport sind dagegen, je nach Ausstattung, Funktionsumfang und Display, schon zwischen 40 und 160 Euro zu haben.

Tracker als Clip

Drei aktuelle Modelle, der Fitbit One sowie Up Move und Zip von Jawbone werden nicht am Handgelenk getragen, sondern mit einem Clip an der Kleidung befestigt. Der Fitbit One mit OLED-Display für rund 95 Euro zeichnet die Anzahl der Schritte, die zurückgelegten Strecken, erklommene Stockwerke, der daraus errechnete Kalorienverbrauch sowie die Schlafphasen auf.

Knapp sieben Tage speichert der Fitbit One seine Daten, die sich per Bluetooth aufs Smartphone oder via eines USB-Dongles zum Notebook übertragen lassen.

Das Garmin Vivosmart HR für etwa 120 Euro geht neben diesen Funktionen noch einen Schritt weiter: Das Armband kommt mit integrierter optischer Herzfrequenzmessung, dazu ist ein barometrischer Höhenmesser dabei. Ist es beim Laufen oder Sporttreiben mit dem Smartphone verbunden, zeigt das 160 x 68 Pixel darstellende Display eingehende Textnachrichten an. Sie lassen sich mit einem Wischen entfernen. Trotz seines, so Mertens, "hervorragenden Tragekomforts" war er nicht ganz zufrieden damit: "Der Herzfrequenzmesser war vor allem bei armbewegungsintensiven Trainings wie Gewichtheben oder Tennis nicht sehr genau", erzählt er. Einige Geräte lassen sich mit einem zusätzlich angebotenen Brustgurt verbinden, um dabei präzisere Werte zu erfassen. Das ist allerdings nur für Nutzer interessant, die intensiv und regelmäßig Sport treiben.

Wichtig: die Akkulaufzeit

Ein wichtiges Kriterium sei zudem die Akkulaufzeit: "Die Angaben der Hersteller sind meiner Erfahrung nach in 90 Prozent der Fälle annähernd richtig", sagt Mertens. Doch Vorsicht: Wer viel mit den Funktionen spielt, dazu das Display mit voller Helligkeit benötigt und häufig die Daten per Bluetooth synchronisiert, muss den Tracker deutlich schneller ans Ladegerät hängen. Wer unsicher ist, welcher Tracker der richtige ist, für den hat Robert Mertens eine einfache Entscheidungshilfe: "Ich bevorzuge einen Tracker mit Display, der mir zum Beispiel neben den Fitness-Daten auch die Uhrzeit anzeigt, als Ersatz für die Armbanduhr." Das Display signalisiert dazu Textnachrichten und Anrufe. "Es zeigt mir zudem beim Sport die Herzfrequenz an, da muss ich nicht aufs Handy schauen", erklärt er die Vorteile.

"Benötigt man diese Funktionen nicht und will es so schlicht und unauffällig wie möglich, erfüllt ein Tracker ohne Display seinen Zweck." Der Vorteil: Deutlich längere Akkulaufzeiten.

Mängel bei der Messgenauigkeit

Die Qualität der Messwerte ist aber derzeit das wichtigste Thema bei Usern und Herstellern. Kunden der Fitbit-Tracker haben in den USA kürzlich eine Sammelklage gegen den Hersteller eingereicht. Ihr Vorwurf: Die Messungen seien zu ungenau. In einem Fall hätte der Tracker eine Herzfrequenz von 82 Schlägen pro Minuten angezeigt, während er real bereits bei 160 gelegen habe. Die Gerichtsverhandlung dazu ist allerdings noch nicht eröffnet.

Auch Robert Mertens hat bei seinen Tests nachgemessen: "Die Abweichungen liegen bei den hochwertigen Geräten im Durchschnitt bei etwa 15 Prozent." Die Genauigkeit sei bei der Schritterfassung von vielen Faktoren abhängig, "etwa der Intensität von Armbewegungen". So könne bei den aktuellen Fitness-Armbändern "bisher noch nicht ausgeschlossen werden, das auch Armbewegungen als Schritt wahrgenommen werden". Vor allem bei den günstigeren Trackern mit wenig präziser Sensortechnik könnten "die Abweichungen auch über 15 Prozent liegen." Die besser ausgestatteten Geräte wie von Fitbit, Jawbone oder Garmin seien seiner Erfahrung nach "besser darin, die vielen Faktoren mathematisch auszugleichen. Mit einer gewissen Abweichung wird man aber immer leben müssen."

Trotz aller Innovation sieht er die Grenzen: "Wesentlich exaktere Tracker herzustellen, die nahezu medizinische Standards erfüllen, wird in naher Zukunft schwierig sein – jedenfalls zu den aktuellen Preisen."

Die aktuell verfügbaren Modelle finden Sie auch in unserer Fotoshow.

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