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Streit um Spotify-Abo: Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor

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Streitpunkt App Store  

Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor

03.07.2016, 19:19 Uhr | dpa

Streit um Spotify-Abo: Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor. Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb im App Store vor. (Quelle: dpa/Ole Spata)

Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb im App Store vor. (Quelle: Ole Spata/dpa)

Zwischen Spotify und Apple gibt es Streit: Der Musik-Streaming-Dienst wirft dem iPhone-Macher vor, seine neue iOS-App zu blockieren. Apple wolle im Wettbewerb den eigenen Service stärken.

"Wir können nicht untätig bleiben, während Apple das Freigabe-Verfahren im App Store als Waffe benutzt, um seinen Konkurrenten zu schaden", zitierten das Tech-blog "Recode" und die "Financial Times" in der Nacht zum Freitag aus einem Spotify-Brief an den iPhone-Konzern.

Streit ums Spotify-Abo

Streit gibt es demnach darum, auf welchem Wege ein Spotify-Abo gebucht werden kann. Apples App-Regeln schreiben vor, dass zusätzliche Funktionen zum Kauf auch innerhalb der Anwendung zum Kauf angeboten werden müssen. Bisher behielt Apple dabei 30 Prozent vom Kaufpreis ein. Nach zuletzt angekündigten Änderungen sollen es bei Abos nach einem Jahr Laufzeit nur noch 15 Prozent sein.

Spotify regelte es bisher so, dass ein kostenpflichtiges Premium-Abo zur uneingeschränkten Nutzung des Dienstes beim Abschluss im Web knapp zehn Euro oder Dollar kostete - und in der iPhone-App rund 13 Euro oder Dollar. Damit reichte Spotify die Apple-Abgabe an die Nutzer weiter und empfahl ihnen zugleich, sich das Abo direkt auf der Website zu holen. In der neuen Version der Anwendung entfernte Spotify die Möglichkeit zum In-App-Kauf ganz - und sie darf nach Angaben des schwedischen Musikdienstes nicht in den App-Store. Von Apple gab es zunächst keinen Kommentar zu den Spotify-Vorwürfen.

Apple hat Interesse an Jay Z's Streamingdienst Tidal

Apple ist unterdessen wohl an einer Übernahme des Streamingdienstes "Tidal" des Musikers Jay Z interessiert. Apple befinde sich derzeit in Gesprächen, den Dienst zu übernehmen, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen. Demnach wolle Apple die starken Verbindungen Tidals mit populären Musikgrößen wie Kanye West und Madonna nutzen, um den eigenen Musik-Service noch attraktiver zu machen.

Ein Tidal-Sprecher dementierte allerdings der Zeitung gegenüber, dass es Gespräche zwischen Apple und "Managern von Tidal" gegeben habe. Dieses Dementi schließ allerdings nicht aus, dass Tidal-Eigentümer oder Personen aus dem Umfeld von Jay Z mit Apple gesprochen haben. Der Rapper hatte im März letzten Jahres die Plattform für 56 Millionen Dollar von der schwedischen Firma Aspiro übernommen. Der Dienst bietet insgesamt rund 40 Millionen Songs aller drei großen Musikkonzerne sowie Independent-Labels. Inzwischen konnte der Rapper auch 19 populäre Künstler an seinen Dienst binden. Tidal ist auch der einzige Dienst, der die Musik des im April gestorbenen Musikers Prince im Katalog hat. Ein monatliches Abo kostet 10 beziehungsweise 20 Dollar, je nach Audio-Qualität.

Im Herbst will Apple seine Musikplattform runderneuern. Aktuell ist Apple Music mit 15 Millionen zahlenden Abo-Kunden unter den Streaming-Angeboten die Nummer zwei hinter Spotify mit etwa 100 Millionen Nutzern, davon zahlt ein Drittel für ein Abo.

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