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Dolby Atmos und DTS:X - Die neuen Tonformate fürs Heimkino

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3D-Klang im Wohnzimmer  

Warum Lautsprecher jetzt an die Decke gehen

15.06.2017, 18:39 Uhr | Robert Kern, Wanted, t-online.de

Dolby Atmos und DTS:X - Die neuen Tonformate fürs Heimkino. Denon AVR-X2300W (Quelle: Denon)

400 Euro kosten gute Receiver für 4K-UHD und Dolby Atmos (Quelle: Denon)

Während 3D-Brillen für Fernseher in den Regalen verstauben, bahnt sich ein Erfolg für die dritte Dimension beim heimischen Kinosound an. t-online.de erklärt Ihnen die neuesten Systeme wie Dolby Atmos oder dts:X – und warum Lautsprecher jetzt auch an die Decke gehen.

Rund 12 Millionen Surround-Anlagen stehen in deutschen Wohnzimmern und Heimkinos. Schon in den 1980er Jahren schon ergänzten Mehrkanal-Tonsysteme die Stereoboxen in den Wohnzimmern. Klänge von allen Seiten, in der Regel aufgeteilt in sechs Klangbereiche, erwecken seitdem Filme akustisch zum Leben. In der Zwischenzeit wurde aus analog digital, es gab neue Tonformate und immer mehr Bandbreite für den guten Filmton. Doch für Laienohren hat sich nicht soviel getan. Bis jetzt. Doch nun wird aus "Mittendrin statt nur dabei" "Alles Gute kommt von oben".

"Das Auge führt den Menschen in die Welt, das Ohr führt die Welt in den Menschen ein." Lorenz Oken

Dolby Atmos nutzt entweder Deckenlautsprecher oder Reflektionen von nach oben gerichteten Lautsprechern (Quelle: Dolby)Dolby Atmos nutzt entweder Deckenlautsprecher oder Reflektionen von nach oben gerichteten Lautsprechern (Quelle: Dolby)

Bereits beim analogen Dolby Surround wurde mit vier Kanälen gearbeitet: Jeweils ein Kanal für die linke und die rechte Front und einen für das Mittensignal ("Center") der vierte Kanal wurde auf zwei Lautsprecher hinter dem Zuhörer geleitet und so ein Raumgefühl erzeugt.

Bei den digitalen 5.1 Systemen wurden die sechs Kanäle weiter verfeinert. Neu war, dass die hinteren Kanäle links und rechts (Surroundkanäle) separat angesteuert wurden. Außerdem gab es einen eigenen Kanal für tiefe Töne (und den "Subwoofer"), der die Bässe deutlicher zu Geltung brachte. Alle weiteren Entwicklungen verfolgten genau diesen Ansatz, verfeinerten aber die Kanäle immer weiter. 

Eine neue Dimension des Raumklangs

Eine weitere Dimension fehlte bis vor kurzem, um Musik und Kinoton im heimischen Wohnzimmer in Perfektion wiederzugeben: Sound, der auch von oben kommt. Surround-Verfahren wie Dolby Atmos, dts:X oder Auro-3D heben den Klang nun endgültig in die dritte Dimension. Ein im Film vorbeifliegender Hubschrauber ist mit den 3D-Klängen tatsächlich über dem Nutzer zu hören. Und auch Regen prasselt jetzt akustisch von oben auf den Zuschauer. Das abwärtskompatible Dolby Atmos ermöglicht neben der Einführung von vertikalen Klangquellen theoretisch eine unbegrenzte Anzahl an Tonspuren.

Die 3D-Soundformate sind zudem in der Lage, jedem Lautsprecher im Setup ein individuelles Tonsignal zu liefern, während bei früheren Systemen ein und dasselbe Signal an mehrere Lautsprecher verteilt wurde. Doch gerade dieser fein differenzierte Klangteppich der neuen 3D-Klangverfahren ermöglicht erstmals eine akustische Darstellung von größtmöglicher Originaltreue.

Musik liegt in der Luft

Kein Wunder, dass die verschiedenen objektbasierten 3D-Klangverfahren Einzug in aktuelle AV-Verstärker der Mittel- und Oberklasse halten. Brandneu ist beispielsweise der 9.2-Receiver Pioneer SC-LX801, der auf elf Kanälen mit einer Gesamtsimultanleistung von 810 Watt sowohl Dolby Atmos wie auch dts:X integriert hat. Die Erlebnisklänge in drei Dimensionen werden beim SC-LX801 zu einer akustisch kraftvollen, aber gleichzeitig ebenso feinsinnig-filigranen Hörerfahrung. Das Einzige, was an dem Gerät negativ auffällt, ist (wie leider so oft bei Receivern) die etwas billig wirkende Fernbedienung, die nicht zu der ansonsten durchaus hochwertigen Optik des rund 2.200 Euro teuren Mehrkanal-Verstärkers passen will.

Surround-Sound aus 13 Kanälen

Ein Bolide unter den 3D-Klanglieferanten ist der 11.2-Kanal-Netzwerk-Receiver TX-RZ3100 von Onkyo, der für etwa 3000 Euro zu haben ist. Die präzise Klangqualität des Verstärkers für Standlautsprecher – bis zu zwei Subwoofer und Deckenlautsprecher – garantieren eine mitreißende Klangreproduktion. Wer Kabel in den eigenen vier Wänden reduzieren will, wird an den Möglichkeiten der drahtlosen Audiowiedergabe für mehrere Räume seine Freude haben. Auch die Übertragung von Audioinhalten per App an eine Heimkinoanlage ist mit dem Flagship-Verstärker möglich.

Die Reproduktion optimaler Klangfelder

Wenn es um Surround-Sound geht, führt für viele Heimkino-Fans kaum ein Weg an Yamaha vorbei. Wie an dem aktuellen 11.2-Kanal-Receiver CX-A5100 aus Yamahas erfolgreicher "Aventage"-Serie. Die Erfahrung von Yamaha beim Bau hochwertiger AV-Receiver kann man hören: von wuchtigem Surround-Sound bis hin zu ruhigen Passagen ohne hörbare Kompromisse.

Beim CX-A5100, der mit etwa 2500 Euro zu Buche schlägt, wird durch den Einsatz von Dolby Atmos oder dts:X ebenfalls ein raumfüllendes Klangfeld erzeugt. Eine präzise platzierte Akustik-Choreographie zieht Sie mitten ins Geschehen eines Films oder eines Konzerts. Und auch wenn die eben genannte Floskel schon in vielen Werbebotschaften strapaziert wurde – beim 3D-Sound mit Dolby Atmos & Co. wird endlich Wahrheit daraus. 

Auro-3D: ein drittes objektbasiertes Surround-Verfahren 

Etwas weniger im Einsatz als Dolby Atmos und dts:X ist das Surround-Format Auro-3D, das bislang nicht auf Ultra HD Blu-rays genutzt wird. Dennoch wird auch die Auro-3D-Option zunehmend in Verstärker eingebaut, etwa in den AVR-X 7200 W von Denon (2200 Euro) oder in den AV 8802 von Marantz, der rund 4000 Euro kostet. Oft ist für die Auro-3D-Option aber erst noch ein (meist sogar kostenpflichtiges) Update mit dem Auro-Programm erforderlich. Wer auf keines der drei gängigen 3D-Tonformate verzichten will, ist etwa mit dem mit 1800 Euro recht günstigen 9.2-Kanal-Receiver SR 7011 von Marantz gut beraten, der die drei Formate Dolby Atmos, dts:X und Auro-3D beherrscht – letzteres allerdings erst als Upgrade.


Der günstige Einstieg - AV-Receiver unter 500 Euro

3D-Sound muss gar nicht so viel kosten, auch im Einsteigerbereich gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist, dass der Verstärker neben dem Subwoofer mindestens sieben Kanäle ansprechen kann. Typischerweise wäre das ein 7.2-AV-Receiver. Dieser erlaubt, zwei Lautsprecher für den Sound von oben zu nutzen - 5.1.2 in diesem Fall. 

Dolby Atmos für rund 300 Euro

Onkyos TX-Serie bekommt Updates für Dolby Atmos und mit dem Onkyo TX-NR 555 ziehen Dolby Atmos und dts:X für etwas über 300 Euro ins Wohnzimmer ein. Mehr Kraft und einen zweiten HDMI-Ausgang für Beamer bietet der Onkyo TX-NR 656 für einen kleinen Aufpreis. Über 500 Euro bietet sich der Onyko TX-RZ710 (etwa 550 Euro) mit seinen THX-Fähigkeiten an.

Günstige EInsteiger von Denon und Marantz

Bei Denon liefert der AVR-X 1300 W eine solide Grundlage um die 300 Euro, in der Preisklasse knapp über 400 Euro ist der AVR-X 2300 W Preis-Leistungssieger. Beide beherrschen Dolby Atmos und dts:X, der größere Bruder bietet mehrere HDMI-Ports. Der Hersteller Marantz gehört zum gleichen Konzern wie Denon, bietet mit dem NR 1607 eine sehr schlanke Variante mit einem ähnlichen Funktionsumfang plus einer Unterstützung für das Multiroom-System "Heos".

Bei Yamaha heißt Multiroom "MusicCast", zu finden im RX-V 681 für 470 Euro. Bei Pionieer bietet sich der VSX-1131 für rund 400 Euro an.

Auch für alte Lautsprecher geeignet 

Die Systeme sind nicht die allerneuesten, das heißt meistens Mitte 2016 erschienen, dadurch muss man aber auch nicht mehr so tief in die Tasche greifen. Aus alten Lautsprechern holen auch die Einsteiger noch viel raus. Für Dolby Atmos gibt es aber auch brandneue Systeme.

VerstärkerPreisFeatures
Onkyo TX-NR555 330 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X
Onkyo TX-NR656400 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X
Onyko TX-RZ710550 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X, THX
Denon AVR-X1300W350 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X
Denon AVR-X2300W430 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X
Marantz NR 1607490 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X, HEOS
Yamaha RX-V681470 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X, MusicCast
Pioneer VSX-1131400 Euro7.2, Dolby Atmos, dts:X

Vertikale Töne im Lautsprecher virtuell erzeugen 

Natürlich gehört zu einem 3D-Sound-System nicht nur der passende Receiver, sondern auch die entsprechende Lautsprecherflotte. Wer den Platz hat und den Installationsaufwand nicht scheut, sollte sich für eine Wiedergabe der dreidimensionalen Klangfelder die entsprechenden Boxen an die Decke hängen. Wenn Sie das nicht wollen, haben Sie aber auch die Möglichkeit einer virtuellen Sound-Wiedergabe mit speziellen Standlautsprechern, die zusätzlich nach oben abstrahlen und so über eine Reflexion an der Zimmerdecke den faszinierenden Vertikalklang simulieren.

Komplettsystem von Teufel

Sollten Sie sich gleich eine ganze Anlage anschaffen wollen, werden Sie etwa bei Teufel mit dem Dolby Atmos-Set LT 5 fündig. Das Besondere bei diesem rund 3300 Euro teuren Komplettsystem: Während sich die meisten Atmos-Systeme lediglich aus zwei Standlautsprechern zusammensetzen, sind es beim LT 5 gleich vier aktive Endstufen mit eingebautem und nach oben abstrahlenden Atmos-Boxen.

Ergänzt wird das 3-Wege-System durch einen Center und einen Subwoofer mit riesigem 300-mm-Tieftöner. Die Installation zusätzlicher Deckenlautsprecher entfällt bei dieser unauffälligen Variante, die auch in kleineren Räumen eine 3D-Beschallung wie in großen Kinos möglich macht.

Dolby Atmos mit einer Soundbar 

Noch kompakter geht es mit dem ersten Heimkino-Soundsystem mit Dolby Atmos, dessen Hauptbestandteil nur eine Soundbar ist. Dieses Konzept hat Samsung mit der Anlage HW-K 950 realisiert, die im Handel für etwa 1500 Euro zu haben ist. Allerdings ist ein wirklich raumfüllender Atmos-Klang mit nur einer Soundbar nicht kompromisslos umzusetzen.

Deshalb sind in das System noch ein Subwoofer sowie zwei Rücklautsprecher integriert. Der Clou der Anlage aber sind die in den Lautsprechern nach oben gerichteten Extra-Speaker. So wird der Sound von oben möglich, ohne an die Zimmerdecke angebrachte Lautsprecher.

Microsoft kündigt Xbox One X für November an (Quelle: dpa/Microsoft)Die Xbox One X (links) ist deutlich leistungsstärker als der Vorgänger One S (rechts). Xbox One X erscheint am 7. November. (Quelle: Microsoft/dpa)

Ultra-HD Blu-ray Player 

Um in den vollen Genuss der neuen Soundformate zu gelangen, benötigt man außerdem einen 4K Blu-ray Player und die entsprechenden UHD Blu-rays. Player sind mittlerweile einige am Markt vorhanden und zum Teil bereits ab 200 Euro erhältlich. Mit einer Xbox One S kommt man sogar schon unter 200 Euro an einen Player. Sie beherrschen von Haus aus die neuen 3D-Audio-Formate beziehungsweise das 4K-Format, das die vierfache Auflösung von Full HD ermöglicht.

Bei Blu-rays sollten Sie jedoch die Detailbeschreibungen beachten. Denn grundsätzlich sind das Format und das "Ultra HD Premium"-Siegel der UHD Alliance darauf ausgelegt, dass die entsprechenden Geräte sowohl die Auflösung als auch die Soundformate wie Dolby Atmos, dts:X und Auro 3D unterstützen. Ob die Scheibe jedoch wirklich die entsprechenden Soundformate mitliefert, steht im Kleingedruckten auf der Rückseite des Covers.

Das Filmangebot auf Ultra HD Blu-ray Discs hält sich bislang jedoch noch in Grenzen, nimmt aber zu. Unsere Empfehlungen zeigen Ihnen, welche Filme in den neuen Formaten sich lohnen. 

Unsere Empfehlung: Die 10 besten Ultra HD Blu-rays mit deutschem Dolby Atmos-Ton

  • Batman vs. Superman
  • The Da Vinci Code – Sakrileg
  • Everest
  • Ice Age 5
  • Illuminati
  • Im Herzen der See
  • Independence Day: Wiederkehr (ab 24.11.2016)
  • Legend of Tarzan (ab 01.12.2016)
  • Mad Max: Fury Road
  • Pets

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