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HTC U Ultra und U Play: Smartphones mit Doppel-Display und Glitzerglas

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HTC U Ultra und U Play  

Neue Smartphones sollen von den Besitzern lernen

12.01.2017, 12:30 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

HTC U Ultra und U Play: Smartphones mit Doppel-Display und Glitzerglas. HTC ummantelt seine neuen Top-Smartphones jetzt mit neuartigem Glas statt Aluminium. (Quelle: Spiegel Online)

HTC ummantelt seine neuen Top-Smartphones jetzt mit neuartigem Glas statt Aluminium. (Quelle: Spiegel Online)

Mit Doppel-Display, künstlicher Intelligenz und edel schimmerndem Glasgehäuse sollen die neuen Smartphones von HTC punkten. Auf der CES in Las Vegas konnten wir die U Ultra und U Play genannten Geräte bereits kurz ausprobieren.

Beim Design heben sich die neuen Smartphones von HTC angenehm vom gewohnten Aluminium-oder-Plastik-Einerlei ab. Die Front wird wie üblich vom Display und dessen schwarzer Einfassung dominiert. Der übrige Korpus ist von einer Glasoberfläche überzogen, die HTC Liquid Surface nennt. Das Besondere daran ist das mehrseitige Glas, in das bei der Herstellung verschiedene Mineralien eingelagert werden, um einen Eindruck von Tiefe und ein interessantes Schimmern zu erzeugen.

Beide Modelle sind in vier Farben erhältlich: Schwarz, Weiß, Blau und Rosa. Beim ersten Ausprobieren zeigte sich, dass nur die blauen und schwarzen Varianten halbwegs einfarbig bleiben, egal aus welcher Richtung man sie betrachtet. Die Farbtöne Weiß und Rosa hingegen changieren stark, je nachdem, woher das Licht kommt und welche Farbe es hat (siehe Fotostrecke).

Der Assistent erinnert ans Aufladen

Neben dem Design ist der HTC Sense Companion die wohl wichtigste Neuerung. Ähnlich wie der Google Assistant von Android 7.0 Nougat soll das auf künstlicher Intelligenz basierende System auf die jeweilige Situation abgestimmte Hinweise und Hilfestellungen geben. So soll er etwa morgens vorschlagen, dass man wetterfeste Kleidung anzieht, falls es laut Vorhersage Regen geben soll.

Vor allem aber soll sich der Companion mit der Zeit immer mehr an Vorlieben des Nutzers anpassen, indem es aus dessen Gewohnheiten lernt. So soll er beispielsweise eingehende Nachrichten nach und nach immer besser danach sortieren, was für den Nutzer wichtig ist. Eine ganz pragmatische Dienstleistung des Systems ist außerdem, dass es etwa zum Aufladen des Handys auffordert, wenn es feststellt, dass die Akkuladung nicht mehr bis zum Abend ausreichen wird.

Ohrvermessung per Sonar

Mit dem Companion in direktem Zusammenhang steht auch das Zweitdisplay des U Ultra. Es liegt als schmaler Streifen direkt über dem Hauptbildschirm, hat eine Auflösung von 1080 x 160 Pixeln. Es soll genutzt werden, um beispielsweise im Ruhezustand über Uhrzeit und neue Nachrichten zu informieren, soll aber auch vom Companion genutzt werden, um zur jeweiligen Situation passende Informationen anzuzeigen. Beim kurzen Test war nur die Funktion als Steuerleiste für den Musikplayer und als Symbolleiste zur Anzeige häufig genutzte Kontakte zu sehen.

Bisher einzigartig ist die Funktion U Sonic. Mit ihr wird der Klang der mitgelieferten Kopfhörer an das Innenohr des jeweiligen Benutzers angepasst. Dazu wird die Form des Innenohrs mit einer Art Sonarsignal akustisch vermessen. Mikrofone im Kopfhörer fangen die dabei reflektierten Schallwellen auf und erstellen auf Basis dieser Daten eine persönliche Klangkurve für jedes Ohr. Das Ergebnis hörte sich beim kurzen Test sehr gut an. Der Sound war nach dieser Kalibrierung kräftiger und brillanter, wies fettere Bässe und mehr Klarheit auf.

Topmodell mit Saphirglas

Die übrige technische Ausstattung ist gut, weist aber keine Besonderheiten auf. Das U Ultra ist klar in der Oberklasse angesiedelt. Sein 5,7-Zoll-Hauptbildschirm zeigt 2560 x 1440 Pixel an, als Antrieb dient ein Quadcore-Prozessor mit 2,15 GHz. Eingebaut sind 64 GB Speicher, die per microSD-Karte erweiterbar sind. Als Betriebssystem wird das aktuelle Android 7.0 Nougat verwendet.

Die Hauptkamera des U Ultra hat 12 Megapixel und eine optische Bildstabilisierung, sie soll auch bei schwachem Licht gute Bilder machen. Im sonnigen Las Vegas ließ sich das nicht überprüfen. Die Frontkamera weist 16 Megapixel auf.

Als Top-Modell bietet HTC eine Variante des U Ultra an, bei der das Display von besonders robustem Saphirglas geschützt wird und der Speicher auf 128 GB verdoppelt ist.

Abgespeckte Mittelklasse

Bei U Play ist alles etwas kleiner gehalten. Der Bildschirm hat hier nur 5,2 Zoll und Full-HD-Auflösung. Beim Prozessor handelt es sich um ein schwächeres Achtkern-Modell, der Speicher ist mit nur 32 GB bestückt, aber ebenfalls erweiterbar. Beide Kameras haben 16 Megapixel. Statt Android 7.0 wird hier noch die alte Version 6.0 installiert.

Entsprechend der Ausstattung und Verarbeitungsqualität sind die Preise, die HTC für die beiden neuen Geräte aufruft, wenig verwunderlich. Das HTC U Ultra mit 64 GB Speicher kostet 749 Euro, das HTC U Play mit 32 GB 449. Für das U Ultra Saphir Edition mit 128 GB Speicherplatz werden 849 Euro fällig.

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