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IFA 2016: Sharp stellt neue Bildschirmtechnik IGZO vor

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IFA 2016  

Neue Bildschirmtechnik könnte Sharp retten

25.08.2016, 14:13 Uhr | dpa

IFA 2016: Sharp stellt neue Bildschirmtechnik IGZO vor. Sharp stellt neue Fernseher vor. (Quelle: imago/Kyodo News)

Sharp stellt neue Fernseher vor. (Quelle: Kyodo News/imago)

Sharp will nach Jahren der Krise mit einer neuen Bildschirmtechnik punkten. Auf der IFA in Berlin stellt das Unternehmen Displays mit der sogenannten IGZO-Technologie in den Mittelpunkt seines Messeauftritts.

Statt wie herkömmlich amorphes Silizium nutzten die Entwickler dabei ein Gemisch aus Indium, Gallium und Zinkoxid (IGZO), erklärte Sharp-Manager Sascha Lange. Das neue Material habe zur Folge, dass die Transistoren deutlich weniger Platz benötigten und mehr Pixel darstellen könnten, was 8k-Panels möglich macht. Zudem steige die Lichtdurchlässigkeit um 20 Prozent, was zu hellere Bilddarstellungen führt.

Da sich die Transistoren von den Rändern auf die Rückseite des Displays verlegen ließen, sei auch die Herstellung komplett rahmenloser Bildschirme möglich, sagte Lange. Die Technologie stamme aus einer Universität in Japan, Sharp habe sie lizenziert und als erster Hersteller in den Massenmarkt gebracht.

Innovativer Hersteller

Bei der Entwicklung von Displays gehörte Sharp von jeher zu den innovativen Herstellern. Von dort stammt auch die "Aquos"-Technik, die das Farbspektrum um ein gelbes Segment erweitert (RGB+Y). Üblicherweise bestehen LCD-Panels aus den Farben rot, grün und blau (RGB).

Der japanische Elektronikkonzern gehörte einst zu den Pionieren bei der Entwicklung von LCD-TVs und war viele Jahre Marktführer, konnte sich jedoch letztlich nicht gegen die wachsende Konkurrenz etwa aus China und Südkorea behaupten. Nach Jahren tiefroter Zahlen wurde Sharp in diesem Jahr vom Auftragsfertiger Foxconn gekauft, Teile des Unternehmens in Europa waren bereits 2015 von dem privat geführten Hersteller Universal Media Corporation (UMC) übernommen worden.

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