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IFA 2016 zeigt die neuen Fernseh-Trends

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IFA 2016 Berlin  

Die IFA zeigt die neuen Fernseh-Trends

31.08.2016, 10:15 Uhr | dpa

IFA 2016 zeigt die neuen Fernseh-Trends. Die IFA öffnet in Berlin vom 2. bis 7. September ihre Tore. (Quelle: dpa)

Die IFA öffnet in Berlin vom 2. bis 7. September ihre Tore. (Quelle: dpa)

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Hersteller rein mit schieren Pixelzahlen Eindruck zu schinden versuchten. Die neuen Fernseher, die auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin um die Gunst der Käufer buhlen, können mehr. t-online.de bloggt live von der IFA.

Künftig soll alles einfacher werden in der Welt der großen flachen Fernseher. Das zeigt ein Blick auf die Neuheiten der IFA, die in Berlin vom 2. bis 7. September stattfindet. Denn statt komplizierter Klickerei zwischen den verschiedenen Kanälen wie Internet, Kabel, Satellit, Antenne oder Zuspielgeräten wie dem DVD-Player soll alles nahtlos verbunden sein.

Alle Quellen werden gleich behandelt

So zum Beispiel bei Sony. Die neuen Fernseher behandeln künftig alle Quellen gleich. "Es ist egal, wo das Bild herkommt. Für uns ist alles Content", sagt Produktmanager Simon Peter Ziesch. Statt ständigem Wechsel zwischen den Zuspielwegen gibt es nun eine Übersichtsseite.

Gibt man Suchbegriffe ein, sucht der Fernseher in der elektronischen Programmvorschau (EPG) des TV-Programms und in Internetquellen wie Youtube oder Streamingdiensten. Auch Samsung vereint in seiner neuen Benutzeroberfläche die verschiedenen Quellen zu einem Gesamtangebot.

Veränderte Sehgewohnheiten werden berücksichtigt

Für die Hersteller geht es dabei nicht nur um Komfort für den Zuschauer. Auch veränderte Gewohnheiten spielen eine Rolle. "Die Leute wollen ihr eigener Programmdirektor sein", sagt Hans-Joachim Kamp vom Branchenverband gfu, die die IFA gemeinsam mit der Messe Berlin veranstaltet.

Schon heute nutzen laut einer gfu-Umfrage viele Smart-TV-Besitzer die Onlinefunktionen ihres Geräts (78 Prozent). Hauptanwendungen sind die Mediatheken der TV-Sender (58 Prozent) und Video-on-Demand-Dienste (48 Prozent).

Technik optimiert mit HDR Farbdarstellung

Auch auf der technischen Seite gibt es Neues. Während in den vergangenen Jahren immer größere Bildschirme in höherer Auflösung oder 3D-Ansichten im Trend lagen, dreht sich 2016 alles um Farbe - genauer gesagt um den dargestellten Farbraum. Während aktuelle Flachbildschirme nur rund 35 Prozent des sichtbaren Farbraums darstellen können, sollen neuere Geräte mehr Bildinformationen anzeigen. Erste Streamingdienste senden bereits Inhalte im High Definition Range-Format (HDR) mit mehr Kontrast.

Noch relativ neu ist auch das Antennenfernsehen DVB-T2 HD. Seit Ende Mai läuft in Teilen Deutschlands ein Testbetrieb mit sechs Sendern. Für die bisherigen Antennengucker steht bis Ende März 2017 ein Gerätewechsel an. Auf der IFA wird es neue kompatible Fernseher und Empfangsgeräte zu sehen geben, die das noch etwas dünne Angebot ergänzen.

Musikgenuss ohne lästige Strippen

Und sonst? "Drahtlose Musikverteilung wird immer wichtiger", sagt Roland Stehle von der gfu. Zahlreiche Hersteller werden ihre neuen Ideen vom Bluetooth-Lautsprecher für das Smartphone bis hin zum vollvernetzten Multiroom-System zeigen.

3D-Raumklang für das Heimkino gibt es mit Audiolösungen, die auf Dolbys Atmos-Standard setzen, Sennheiser zeigt sein Ambeo-System für Sound in der virtuellen Realität. In Sachen Kopfhörer dringt die aktive Geräuschunterdrückung nun auch zunehmend in das Segment der In-Ear-Modelle vor. Die Knöpfe für das Ohr werden nicht nur immer leistungsfähiger, auch komplett drahtlose Modelle mit integriertem Mediaplayer und Fitnesstrackerfunktionen werden vorgestellt.

Kaum Neues bei den Smartphones

Bei den Smartphones sind hingegen kaum große Neuheiten zu erwarten. Apple gibt traditionell erst nach der IFA Details zu neuen iPhones bekannt, andere Hersteller zeigen ihre frischen Modelle oft bereits im Frühjahr auf dem Mobile World Congress.

Viel Messeplatz gibt es hingegen für neue Notebooks und PC-Lösungen. Auch wenn es hier laut gfu-Sprecher Stehle nicht mehr "gewaltige Zuwächse" gibt, ist mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 wieder einige Bewegung in den Markt gekommen. Neben neuen Klapprechnern, Tablets und Hybridlösungen der Hersteller wird auch Windows-Entwickler Microsoft mit eigenem Messestand und den Surface-Geräten vertreten sein.

Auch außerhalb des Messegeländes gibt es Neuigkeiten. Die Messe wächst mehr in die Stadt hinein. In der Station Berlin unweit vom Bahnhof Gleisdreieck geht es um 3D-Drucker und Serviceroboter. Letztere gibt es auch auf der Messe zu sehen – in ihrer ganzen Bandbreite vom Staubsauger bis hin zum künstlichen Fensterputzer oder Wachhund.

Infos zur IFA

Die Tageskarte für die IFA kostet 17 Euro, das Familienticket 35 Euro. Dieses gilt für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern unter 18 Jahren. Kinder bis 6 Jahre erhalten kostenlosen Eintritt. Im Vorverkauf bietet die Messe auch ein "3 für 2-Ticket" für 25 Euro an, dass für drei Erwachsene gilt. Die Messe ist vom 2. bis 7. September von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Fachbesucher werden bereits ab 8 Uhr eingelassen.

Unser Live-Blog von der IFA finden Sie hier.

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