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Google Street View knipst Schleswig-Holstein

05.05.2009, 11:13 Uhr | Christian Fenselau

Google Street View fährt auch durch Schleswig-Holstein (Foto: Google)Teil der Google-Flotte: Opel Astra mit "Kamera-Periskop". (Foto: Google) Jetzt fahren die Wagen mit der Rundum-Kamera auf dem Dach auch durch Kiel und Lübeck – und damit in die Höhle des Löwen: In Schleswig-Holstein formierte sich einst der größte Widerstand gegen die Kamera-Autos von Google. Die Datenschützer sind diesmal informiert, kritisieren Google Street View aber weiterhin.

Google setzt damit das Projekt fort, Straßenzüge weltweit abzulichten. Deutsche Städte lassen sich in dem Online-Dienst Google Street View bislang noch nicht virtuell durchwandern. Aufnahmen großer Städte wie Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt sind aber bereits im Kasten. Jetzt widmet sich Google den kleineren Städten, Autos wurden z.B. in Mainz und Trier gesichtet. Dass jetzt auch Kiel und Lübeck dabei sind, dürfte einige besonders aufregen: In dem kleinen Städtchen Molfsee formierte sich Protest, der Ort wollte Google das Fotografieren verbieten. Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, teilte nun mit, dass auch das Umland der beiden Städte aufgenommen werden soll. Da in der Nähe von Kiel auch ausgerechnet Molfsee liegt, könnte genau das passieren, was die Bürger des Ortes auf die Barrikaden trieb.

Datenschützer bleiben skeptisch

Google informierte vor der Aktion zwar den Datenschutz, dieser kritisiert das Vorhaben aber trotzdem. Waren in der Vergangenheit in vielen Fällen Gesichter deutlich zu erkennen, verspricht der US-Konzern, die abgelichteten Personen im Falle von Widersprüchen schon vor der Veröffentlichung unkenntlich zu machen. Thilo Weichert bleibt jedoch unzufrieden, er sieht die Forderungen der Datenschützer nicht vollständig erfüllt und kündigt an, weiter mit Google zu verhandeln. Er zeigte sich nicht einverstanden, dass jetzt Fakten geschaffen würden, bevor eine endgültige Einigung erzielt sei.

Widerspruch möglich

Bewohner und Eigentümer der betroffenen Wohnungen könnten ihr Datenschutzrecht gegenüber Google per Mail direkt einfordern und ihren Widerspruch erklären, so Weichert. Die Mailadresse: streetview-deutschland@google.com. Für Passanten, die zufällig abgelichtet werden, ist die Angelegenheit schwieriger: Wer den vorbeifahrenden Kamerawagen nicht bemerkt, landet eventuell doch ungewollt auf den Fotos. Um herauszufinden, ob man abgelichtet wurde, müsste man alle Straßen absuchen, auf denen man sich im betreffenden Zeitraum bewegt hat – für viele ein Ding der Unmöglichkeit. Wer Wert darauf legt, nicht auf den Bildern zu landen, sollte also immer ein Auge auf die vorbeifahrenden Autos mit der auffälligen Kamera auf dem Dach haben, in den meisten Fällen sind es schwarze Opel Astras.

Beschwerden in Großbritannien abgelehnt

Insgesamt 74 Beschwerden gegen das Projekt Streetview allgemein wurden in Großbritannien erst im April dieses Jahres pauschal abgelehnt. Die Begründung dafür liefern nach Ansicht der britischen Datenschutzbehörde ICO die Bürger selbst: In einer Welt, in der die Menschen bloggen, twittern und Dienste wie Facebook nutzen und so sehr viel ihrer Privatsphäre freiwillig preisgeben, wäre die Sperrung von Google Streetview nicht im öffentlichen Interesse. Außerdem stellen die Aufnahmen, die die Fahrzeuge von Google machen, nach Auffassung der ICO nur eine geringe Beeinträchtigung der Privatsphäre dar.

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