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Google Earth - US-Politiker fordert Zensur von "sensiblen Gebäuden"

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Online-Kartendienste  

Keine Schulen und Kirchen in Google Earth?

09.06.2009, 11:21 Uhr | pressetext.de

Google Earth zeigt eine Schule - ein Sicherheitsrisiko? (Foto: Google)Google Earth zeigt eine Schule - ein Sicherheitsrisiko? (Foto: Google)

Kritische Stimmen begleiten den Kartendienst Google Earth von Beginn an. Der Vorwurf: Die hochauflösenden Aufnahmen könnten von Terroristen für die Planung von Anschlägen missbraucht werden. Jetzt könnte ein Gesetz Google zwingen, nicht nur Atomkraftwerke und Militäranlagen, sondern auch Schulen, Kirchen und Krankenhäuser unkenntlich zu machen.

Joel Anderson, Mitglied der kalifornischen Parlamentskammer und der republikanischen Partei, sieht in den Kartendiensten ein Problem für die "nationale Sicherheit".Der Politiker will nun mit einem eigenen Gesetzesantrag dafür sorgen, dass virtuelle Online-Kartendienste bestimmte Gebäude generell vor der Veröffentlichung unkenntlich machen müssen. Neben Atomkraftwerken sei dies dann aber auch auf öffentliche Schulen, Kirchen, Regierungs- und medizinische Einrichtungen anzuwenden, so die Forderung Andersons. Für Verstöße sieht Andersons Gesetzesantrag eine Strafe von 250.000 US-Dollar pro Tag vor, an denen Bilder solcher Einrichtungen online verfügbar sind.

Sicherheitspolitiker hält Forderung für Unsinn

"Ich halte diese ganze Diskussion zum Thema Terrorismusbekämpfung für ein sehr absurdes Spektakel. Dass jetzt den Anbietern von Kartendiensten im Web vorgeschrieben werden soll, welche Gebäude sie offen zeigen dürfen und welche nicht, ist sicherlich nicht der richtige Weg für eine Problemlösung", stellt Peter Pilz, Sicherheitssprecher der österreichischen Grünen im Gespräch mit dem Branchendienst pressetext klar. Die aktuelle Debatte in den USA sei nicht mehr als eine "inszenierte Schein-Aufregung".

Satellitenbilder nicht militärisch verwendbar

"Ich halte überhaupt nichts von derartigen Initiativen, die unter dem Deckmantel des Sicherheitsarguments die Informationsfreiheit der Bürger beschneiden", betont Pilz. Darüber hinaus müsse auch klar sein, dass beispielsweise Aufnahmen bei Google Earth bei weitem nicht ausreichende Informationen liefern könnten, um einen gezielten Militärschlag einer feindlichen Macht zu ermöglichen. "Eine konkurrierende Militärmacht, die derartiges vorhat, verfügt zudem schon längst über eigene Satellitenbilder, die eine weitaus bessere Qualität aufweisen als die Aufnahmen, die im Web zu finden sind", so Pilz.

Terror aus einem Zelt am anderen Ende der Welt

"Es stimmt mich schon sehr betroffen, dass eine Person in einem Zelt auf der anderen Seite der Erdkugel über einen Laptop so einfach an sensible Informationen herankommen kann", meint hingegen Anderson. Der kalifornische Abgeordnete habe zwar sicherlich kein Interesse daran, dem technologischen Fortschritt einen Riegel vorzuschieben. Wenn es um die Verhinderung möglicher Terroranschläge auf Atomkraftwerke in den USA gehe, müsse man allerdings auch auf seinen "gesunden Menschenverstand" vertrauen. Dieselbe Technologie, die es den Leuten erlaube, den Swimmingpool der Nachbarn zu finden, könne auch von Terroristen genutzt werden, um mögliche Ziele ausfindig zu machen und entsprechende Angriffe zu planen, so die Argumentation Andersons.

pressetext.de

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