Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet > News und Tipps >

Frankreich prüft "Google-Steuer"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Neue Abgabe auf Einnahmen aus Online-Werbung  

Frankreich prüft "Google-Steuer"

07.01.2010, 14:25 Uhr | AFP

Frankreich prüft eine so genannte "Google-Steuer". (Montage: t-online.de)Frankreich prüft eine so genannte "Google-Steuer". (Montage: t-online.de) Frankreich prüft eine Steuer auf die Werbeeinnahmen von großen Internet-Suchmaschinen und Webportalen wie Google oder Yahoo. Ein Expertenausschuss schlug die "Google-Steuer" getaufte Abgabe in einem Bericht vor, der Kulturminister Frédéric Mitterrand am Mittwochabend übergeben wurde. Die Steuer soll geplante Millionensubventionen finanzieren, mit denen Paris der französischen Kreativwirtschaft und Medienhäusern unter die Arme greifen will.

Die Vorschläge des Ausschusses würden sicher "heftige Reaktionen auslösen", sagte Mitterrand. Die Förderung legaler Internetangebote ist nur ein Teil eines umfassenden Pakets, um die Online-Wirtschaft in Frankreich zu stärken. Im Oktober hatte die Regierung zunächst die Strafen für Raubkopierer erhöht, die nun mit einer Sperrung ihres Internetanschlusses rechnen müssen. Im Gegenzug hat die Musik- und Filmindustrie zugesichert, auf einen Kopierschutz bei ihren Produkten zu verzichten. Zusätzlich dazu plant Paris nun Finanzhilfen für Online-Portale von Zeitungen und Fernsehsendern sowie Anbietern von Online-Musik, Filmen und elektronischen Büchern. In diesem Jahr veranschlagt das Kulturministerium für diese Subventionen rund 50 Millionen Euro, für 2011 und 2012 sind jeweils zwischen 35 und 40 Millionen Euro vorgesehen.

"Google-Steuer" soll nur für Branchengrößen gelten

Die "Google-Steuer", wie sie der Expertenausschuss selbst taufte, soll nur Großunternehmen treffen. Sie gelte dann nur für Branchengrößen wie Microsoft, AOL, Yahoo! oder Facebook, wie es in dem Bericht hieß. Grundlage der Besteuerung sollten die Einnahmen aus Online-Werbung sein, die die Unternehmen von Frankreich aus erzielten. Auch Unternehmen ohne Sitz in Frankreich müssten dann zahlen – wichtig sei nur, dass die Kunden, die auf die Werbung geklickt haben, in Frankreich säßen.

Abgabe sei mit EU-Recht vereinbar

Rechtliche Probleme sehen die Urheber des Vorschlages nicht. Die Abgabe sei "mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar", schreiben die Experten. Nötig dafür sei aber "die Unterstützung der Hauptpartner in Europa". Der Ausschussvorsitzende Patrick Zelnik sagte der Zeitung Libération vom Donnerstag, notfalls könne Frankreich die Steuer auch einführen, ohne auf das grüne Licht der EU-Partner zu warten.

Konkrete Vorschläge zur Unterstützung der Musikindustrie

Der Bericht enthält auch konkrete Vorschläge zur Stärkung von Anbietern legaler Musik- und Film-Downloads. Die Experten regen an, jungen Internet-Nutzern eine "Online-Musik-Karte" im Wert von 50 Euro anzubieten. Selbst sollen sie dafür 20 bis 25 Euro zahlen, der Staat übernimmt 20 Euro und der Rest wird von der Musikbranche beigesteuert. Gleichzeitig soll auch die steuerliche Absetzbarkeit für die Produktion von Musikstücken ausgeweitet werden, um mehr französische Songs auf den Markt zu bringen. Bei Büchern wollen die Experten den in Frankreich geltende Preisbindung auf elektronische Werke ausweiten. Gleichzeitig fordern sie, dass die reduzierte Mehrwertsteuer für Bücher auch für E-Books gelten solle und das europaweit.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Beko Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
MagentaZuhause für 19,95 € mtl. im 1. Jahr bestellen
zur Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet > News und Tipps

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017