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USA: Massenklage gegen 50.000 Filesharer

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Kampf gegen Filmpiraten  

50.000 Filesharer von Filmindustrie verklagt

01.04.2010, 11:37 Uhr | t-online.de

USA: Massenklage gegen 50.000 Filesharer. Die "US Copyright Group" verklagt 50.000 Filesharer. (Screenshot: t-online.de)

Die "US Copyright Group" verklagt 50.000 Filesharer. (Screenshot: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

In den USA flatterten jetzt 50.000 Tauschbörsen-Nutzern Klagen wegen Copyright-Verstößen ins Haus. Das meldet das US-Magazin "Hollywood Reporter". Kläger ist das Unternehmen US Copyright Group, das im Auftrag verschiedener Filmstudios Jagd auf Raubkopierer macht. Auch eine deutsche Filmfirma zählt zu den Kunden. Ziel der Aktion ist jedoch nicht, Filmpiraten abzuschrecken – sie sollen schlichtweg zur Kasse gebeten werden. Aktuell siegte die Filmindustrie in den USA vor Gericht auch gegen die Tauschbörse Isohunt.

In einer ersten Welle hat die US Copyright Group insgesamt 20.000 Nutzer des Filesharing-Netzwerkes Bittorrent wegen der Verstößen gegen das Urheberrecht verklagt. 30.000 weitere Klagen sollen in den kommenden Monaten folgen. Ziel der Klagen ist jedoch nicht, Filesharer durch spektakuläre Urteile abzuschrecken. Die massenhaften Klagen sollen statt dessen durch die Hintertür für Umsätze bei den Filmstudios sorgen. Auf der eigenen Internetsite sagt das von Urheberrechtsanwälten betriebene Unternehmen über sich: "Unsere Mission ist: Copyright-Verletzungen zu stoppen und illegale Downloader für die gestohlenen Inhalte zur Kasse zu bitten."

Ermittelten Tätern wird ein Vergleich angeboten

Um so schnell wie möglich an das Geld der Filmpiraten zu kommen, bietet das Unternehmen identifizierten Anschlussinhabern Vergleiche an. Statt eines für beide Seiten kostspieligen Gerichtsverfahrens soll der Beklagte einfach einen in dem Vergleich angebotenen Betrag als Schadenersatz zahlen. Lassen sich nur genügend mutmaßliche Filesharer auf den Deal ein, landet eine stattliche Geldsumme auf den Konten der Filmstudios. Die US Copyright Group verlangt davon einen Anteil als Bezahlung für ihre Dienste. Die Jagd auf die Piraten, ihre Identifizierung und die Klageerhebung kosten die Studios nichts.

Bisher nur wenige Anschlussinhaber namentlich bekannt

Dafür müssen die Piratenjäger jedoch zunächst die Namen der mutmaßlichen Täter ermitteln. Bisher sind dem Unternehmen nur die IP-Adressen der Tauschbörsennutzer bekannt. In den USA ist es nicht leicht, an die Nutzerdaten eines Downloaders heran zu kommen. Wo in Deutschland ein zivilrechtlicher Auskunftsanspruch besteht, muss in den USA bei jedem Einzelfall eine Klage gegen Unbekannt eingereicht werden. Ist diese erfolgreich, erteilt das Gericht dem Kläger die Berechtigung, von einem Provider die Nutzerdaten zu verlangen. Bisher konnte die US Copyright Group auf diesem Wege jedoch erst 71 Anschlussinhaber identifizieren. Erst acht sind auf das Vergleichsangebot eingegangen.

Deutsche Firma hilft bei der Jagd

Eine wichtige Rolle bei der Ermittlung der IP-Adressen spielt das deutsche Unternehmen Guardaley IT aus Karlsruhe. Guardaley hat ein Überwachungssystem entwickelt, dass automatisch Datenübertragungen in Tauschbörsen scannt und die IP-Adressen der beteiligten Nutzer ermittelt. Dabei soll das System automatisch erkennen können, ob es sich bei der getauschten Datei um einen legalen Inhalt oder eine verbotene, illegale Kopie handelt.

Massive Kritik an den Piratenjägern

Interessenverbände im Internet üben indes harsche Kritik an der Vorgehensweise der Piratenjäger. So mahnen die Internet-Aktivisten der Electronic Frontier Foundation (EFF) an, dass das Urheberrecht nur das geistige Eigentum schützen solle. Es als Hebel zur Generierung von Profiten durch Schadenersatz zu missbrauchen führe den ganzen Sinn des Urheberrechts ad absurdum: "Das Urheberrecht soll Autoren helfen, für ihre Mühe angemessen bezahlt zu werden. Urheberrecht soll jedoch nicht die Taschen von Urheberrechts-Trollen füllen, die nur darauf aus sind, Einzelne zu Tausenden zu schnellen Vergleichen zu bewegen."

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