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Facebook: Ilse Aigner kritisiert mangelnden Datenschutz

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Ministerin Aigner greift Facebook an

06.04.2010, 11:17 Uhr | Sascha Plischke mit Material der dpa

Facebook: Ilse Aigner kritisiert mangelnden Datenschutz. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisiert Facebook vehement (Bild: dpa).

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) spricht im Plenarsaal des Bundestages in Berlin zu den Abgeordneten (Foto: Hannibal dpa) (Quelle: dpa)

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat das Online-Netzwerk Facebook für seinen Umgang mit dem Datenschutz scharf kritisiert. In einem auf Spiegel Online veröffentlichten offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg rügte Aigner dessen Pläne, künftig "allgemeine Daten" über Nutzer an Dritte weiterzugeben. Auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht Gefahren für die Bürger und veröffentlichte eine Liste mit zehn Verhaltensregeln für den sicheren Aufenthalt bei Facebook, StudiVZ und Co.

"Mit großer Verwunderung habe ich gesehen, dass Facebook ungeachtet der Bedenken von Nutzern und massiver Kritik von Verbraucherschützern den Datenschutz im Netzwerk weiter lockern möchte", schreibt Aigner in ihrem am Montag veröffentlichten Brief. "Privates muss privat bleiben - ich denke, ich spreche hier für viele Internet-Nutzer", mahnte die Ministerin.

Aigner kritisiert "weitere Eingriffe"

Leider achte Facebook diesen Wunsch nicht. Es sei umso erstaunlicher, dass Facebook "nicht gewillt ist, die bestehenden Mängel im Datenschutz abzustellen, sondern stattdessen noch weitergehende Eingriffe vornimmt", kritisierte Aigner mit Blick auf die geplante Datenschutzrichtlinie. Mit solchen Entscheidungen könne ein Unternehmen auf Dauer kein Vertrauen gewinnen.

Ministerin droht mit Facebook-Kündigung

Sie erwarte von dem sozialen Netzwerk eine umgehende Überarbeitung der Richtlinie, schrieb Aigner den Angaben zufolge weiter. Facebook müsse sicherstellen, dass die persönlichen Daten aller Mitglieder umfassend geschützt werden. Laut Spiegel Online schloss die Verbraucherschutzministerin ihren Brief an Zuckerberg mit den Worten: "Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden."

Verbraucherschutz hatte vor Facebook gewarnt

Auf die Änderung der Datenschutzregeln hatte unter anderem der Bundesverband der Verbraucherzentralen hingewiesen und den Datenhunger von Facebook angeprangert. Nach dem Willen der Netzwerk-Betreiber soll Facebook anschließend fast alles über seine Nutzer wissen – welche Internetseiten er aufsucht, wo er sich gerade befindet, welche Freunde er hat. Und nicht nur das: Lässt ein Mitglied sein Adressbuch durchsuchen, um schon bei Facebook registrierte Bekannte und Freunde finden zu lassen, speichert Facebook die so zur Verfügung gestellten E-Mail-Adressen. Diese Daten schließlich will Facebook dann auch noch an Dritte weitergeben dürfen.

Auch schlechte Benotung durch die Stiftung Warentest

Unter anderem diese Weitergabe von Daten hatte Facebook kürzlich eine schlechte Beurteilung durch die Experten der Stiftung Warentest eingetragen. So könnten externe Unternehmen Zugriff auf diese Informationen erlangen, so der Testbericht. "Das ist willkürlich und intransparent", kritisierte der Bereichsleiter Untersuchungen, Holger Brackemann. Alle zehn getesteten sozialen Netze seien beim Datenschutz lückenhaft und bei acht von zehn Portalen fand die Stiftung "deutliche" oder "erhebliche" Mängel. Gerade Facebook und MySpace schränkten einerseits die Rechte ihrer Nutzer sehr stark ein, räumten sich im Gegenzug aber selbst umfangreiche Nutzungsrechte für die Daten ihrer Nutzer ein, ohne darüber ausreichend aufzuklären.

Bundesamt veröffentlicht Tipps zum sicheren Surfen

Unterdessen hat auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor mangelndem Datenschutz und Sicherheitsgefahren in sozialen Netzwerken gewarnt. Facebook, StudiVZ und Co. böten den Nutzern zwar "neue Möglichkeiten mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und Informationen auszutauschen". Die Gefahren würden von den Anwender jedoch vielfach unterschätzt. Deshalb hat das BSI eine Liste mit zehn Verhaltensregeln veröffentlicht, mit denen sich die Bürger vor den größten Unbilden im Sozialen Internet schützen können. Die zehn Regeln finden Sie in unserer Klick-Show zum Thema.

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