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USA: 12 Jahre Gefängnis für Online-Betrüger

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Zwölf Jahre Haft für Online-Betrüger

06.09.2010, 09:01 Uhr | t-online.de

USA: 12 Jahre Gefängnis für Online-Betrüger. Zwölf Jahre Haft für nigerianischen Online-Betrüger (Montage: t-online.de)

Zwölf Jahre Haft für nigerianischen Online-Betrüger (Montage: t-online.de)

In den USA ist ein Online-Betrüger aus Nigeria zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zuvor hatte eine Jury es als erwiesen angesehen, dass der 31-jährige Okpako Mike Diamreyan US-Bürger mit dem Versprechen auf einen Anteil an Geldtransfers aus Afrika in die Vereinigten Staaten um größere Summen Geldes gebracht hatte. Diamreyan gab sich als vermögender Afrikaner aus, der sein Geld außer Landes schaffen müsse. Per massenhaft verschickten E-Mails suchte er nach Geldgebern, die ihm verschiedene Transaktionen finanzieren sollten – im Austausch für einen großen Anteil an der transferierten Summe. Insgesamt 1,3 Millionen US-Dollar soll der Mann so insgesamt von seinen Opfern erhalten haben.

Manchmal gab er sich als ein gewisser Prinz Nana Kamokai aus Sierra Leone aus, manchmal als Flughafen-Direktor aus Ghana. Immer jedoch gab Okpako Diamreyan in seinen E-Mails vor, ein Vermögen zu besitzen, dass er dringend in die USA schaffen müsse. Dort, so die Geschichte, würde er wieder vollen Zugriff darauf haben, ungestört von Rebellen oder afrikanischen Behörden oder irgendeiner anderen erfundenen Bedrohung. Für die Transaktion benötige er nur eine kleine Anschubfinanzierung – für Bankgebühren oder Bestechungsgelder. Wer ihm dafür tausend Dollar oder vielleicht auch zweitausend überweisen würde, der würde später einen sagenhaften Anteil an dem Millionenvermögen erhalten.

Online-Betrüger zieht Opfern Millionen aus der Tasche

Die Masche ist alt und seit Jahren als sogenannter Nigeria-Betrug bekannt. Seit den neunziger Jahren erzielen professionell organisierte Banden aus Nigeria damit stattliche Umsätze, weil sich Menschen immer wieder von der Hoffnung auf das schnelle Geld blenden lassen. Auch Diamreyan war sehr erfolgreich mit seinem Betrug, insgesamt 1,3 Millionen US-Dollar zog er seinen 67 Opfern aus der Tasche. Die hatten ihm in Hoffnung auf das versprochene Geld zwischen 2004 und 2009 immer wieder Geld geschickt, ein paar hundert Dollar hier, ein- oder zweitausend da. Wer einmal eine bestimmte Summe überwiesen hatte, hing fest am Haken des 31-Jährigen. Viele der Opfer plünderten ihr Erspartes oder nahmen Kredite auf. Je mehr sie überwiesen, desto dringender benötigten sie die erhofften Millionen – und desto bereitwilliger gaben sie mehr.

Mitte 2009 flog der Schwindel jedoch auf, sehr zum Diamreyans Unglück. Denn anders als andere Online-Betrüger mit dieser Masche operierte er von den Vereinigten Staaten aus. Während seine Kollegen in Nigeria sich den dortigen Behörden immer wieder entziehen können, klickten im August 2009 bei Diamreyan die Handschellen. Nun muss der Nigerianer für insgesamt 151 Monate ins Gefängnis. Ob die Opfer jedoch ihr Geld wiedersehen werden, ist fraglich – Diamreyan dürfte das Geld längst nach Afrika geschafft haben.

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