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Internet: Pornobranche lehnt Rotlicht-Domain .xxx ab

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Pornobranche lehnt Rotlicht-Domain .xxx ab

06.09.2010, 17:12 Uhr | Pressetext.at, t-online.de, Pressetext

Internet: Pornobranche lehnt Rotlicht-Domain .xxx ab. US-Erotikbranche lehnt die von ICANN geplanten.xxx-Domains ab. (Foto: t-online.de)

Tausende Porno-Gucker bloßgestellt. (Foto: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Um die kommende Porno-Domain .xxx gibt es mächtig Zoff: Die Erotikbranche lehnt die angekündigte Endung für Internetadressen vehement ab und geht damit auf Konfrontationskurs mit dem Domainverwalter ICANN. Die Pornoindustrie fürchtet eine leichtere Zensur von "Erwachseneninhalten" und wittert Abzocke hinter den teuren .xxx-Domains. Ob die Gegner .xxx diesmal noch stoppen können, ist fraglich.

Die Erotikindustrie ist vehement gegen die geplante Porno-Domain .xxx. Das zeigen die Einwände zum aktuellen Vertragsentwurf für die neue Top-Level-Domain, welche die oberste Domainverwaltung ICANN derzeit entgegennimmt. Besonders laut wird der Vorwurf, dass die hinter dem .xxx-Antrag stehende ICM Registry der Erotikindustrie einfach nur das Geld aus den Taschen ziehen will. Denn mit einem Preis von 60 Dollar pro Jahr fallen .xxx-Adressen deutlich teurer aus als Seiten mit .com-Endung. "Das ist schon relativ teuer. Die Zahl der Registrierungen wird einfach deutlich geringer sein als etwa bei .com", sagte nic.at-Geschäftsführer Richard Wein. Der Chef des österreichischen Domain-Registrars vermutete, dass die ICANN ".xxx wohl nicht wieder abblasen" wird.

Missbrauch bei .xxx-Domains befürchtet

Weitere Kritikpunkte der Erotikbranche umfassen die fehlende allgemeingültige Definition von "Erwachseneninhalten", Zensurbefürchtungen sowie eben, dass die Pornoindustrie gar keine eigene Domain will. ".xxx ist nur unternehmerisch sinnvoll, um von defensiven Registrierungen zu profitieren", schreibt etwa die amerikanische Sex-Kolumnistin Violet Blue. Befürchtet wird, dass Erotik-Webseitenbetreiber .xxx-Domains letztlich registrieren müssen, um einen Markenmissbrauch durch geldgierige Besetzer von Internetadressen (Cybersquatter) zu verhindern. Von diesem laut Wein "meistgenutzten Argument gegen neue Top-Level-Domains" werde sich die ICANN aber kaum beeindrucken lassen. Dennoch wurde die Einführung neuer Endungen fix beschlossen.

Branchenorganisation der US-Pornoindustrie gegen .xxx

Die Gemüter erregt ferner, dass dem Vertragsentwurf zufolge .xxx für Webseitenbetreiber gedacht ist, die einen Sinn in der Pornodomain sehen. Diese Gruppe ist überschaubar, hat sich doch mit der Free Speech Coalition die Branchenorganisation der US-Pornoindustrie gegen .xxx gestellt. "Die Umsetzung einer .xxx-TLD betrifft die gesamte Erwachsenenindustrie, nicht nur jene, die der Idee zustimmen", kritisiert Quentin Boyer, PR-Leiter bei Porno-Anbieter Pink Visual. Außerdem gibt es keine sinnvolle internationale Definition von Pornografie und somit, welche Inhalte überhaupt auf .xxx-Domains gehören würden. Viele europäische Länder sind merklich liberaler als die prüden USA oder gar Staaten wie der Iran. Das spielt mit Zensurbefürchtungen zusammen. "Mit .xxx wäre eine Filterung relativ leicht", sagt Wein.

Totgesagte .xxx-Domains leben länger

Dass die Diskussion jetzt überhaupt in dieser Form entbrannt ist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Immerhin war die Pornodomain schon 2007 vermeintlich endgültig vom Tisch - damals noch auf Bestreben konservativer Gruppen. Doch ICM hat sich zurück ins Rennen gekämpft, wobei auch eine Klage gegen die ICANN im Raum Stand. Eben das ist ein Grund, warum eine erneute Ablehnung für manche Experten illusorisch scheint.

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