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Microsoft will Internet-Quarantäne für infizierte Computer

07.10.2010, 10:40 Uhr | Andreas Lerg

Microsoft will Internet-Quarantäne für infizierte Computer. Scott Carney von Microsoft will infizierte Computer aus dem Internet aussperren. (Foto: Microsoft)

Scott Carney von Microsoft will infizierte Computer aus dem Internet aussperren. (Foto: Microsoft)

Microsoft schlägt eine Internet-Quarantäne für Computer vor: Ist ein Computer mit Viren infiziert, dann soll er nach der Idee von Microsoft aus dem Internet ausgesperrt werden. Mit einer Art digitalem Gesundheitspass sollen Computer belegen, dass sie ungefährlich sind. Nur dann soll der Nutzer im Internet surfen dürfen.

Scott Charney, bei Microsofts zuständig für vertrauenswürdige und sichere Computernutzung, beschreibt im offiziellen Firmen-Blog die Idee für eine Art Gesundheitssystem für das Internet. Das erklärte Ziel: Jegliche Art von Schadprogramm oder Gefahr endgültig aus dem Internet zu verbannen. Da sich Viren und andere Schadprogramme über das Internet verbreiten, soll dieser Infektionsweg eliminiert werden. Zentrale Idee dabei ist, Computern die Internetverbindung zu kappen, wenn sie mit Viren oder anderen Schädlingen infiziert sind. Ein Computer in Quarantäne könne keine Viren mehr verbreiten, so die Idee von Scott Charney.

Gesundheitspass für den Computer

Dazu soll nach dem Vorschlag von Microsoft jeder Computer weltweit eine Art digitalen Gesundheitspass bekommen. Mit dem soll der Computer beim Zugriff auf das Internet nachweisen, das er sauber und nicht ansteckend ist. Kriterien für diesen Gesundheitspass wären beispielsweise eine aktive Firewall und aktualisiert Antivirensoftware, stets aktuell gepatchte Software und installierte Updates für das Betriebssystem, aber auch digitale Signaturen. Erfüllt der Computer alle Bedingungen, soll er ein digitales Zertifikat erhalten, dass er beim Aufbau einer Internetverbindung dem Internet-Provider übermittelt. Der Provider soll damit den Zugriff auf das Web freischalten. Besteht der Computer die Gesundheitsprüfung nicht, fehlt das Zertifikat und der Internet-Provider soll die Internetverbindung sperren.

Nicht nur rechtlich sehr problematisch

Eddy Willems, Sicherheits-Experte bei G Data, sagte zu Microsofts Vorschlag gegenüber pressetext: "Das ist ein interessantes Konzept und theoretisch sehr effektiv. Die Umsetzung ist aber aus rechtlichen und technischen Gründen extrem schwierig." Vor allem der Datenschutz sei für dieses Vorhaben eine große Hürde. Denn es müsse sichergestellt werden, dass nicht mehr Daten erhoben werden, als erforderlich. Ein weiteres Problem sei die Heilung des infizierten Computers. Denn würde der kranke Computer aus dem Internet ausgesperrt, dann hätte er auch keinen Zugriff mehr auf den Download aktueller Viren-Signaturen oder andere Programme zur Reparatur der Schäden. Dann aber könne der Computer nicht gesunden, befürchtet Willems.

Problematische Umsetzung

Auch die konkrete Umsetzung wäre problematisch. Dieses Gesundheitszertifikat beispielsweise müsste absolut fälschungssicher sein. Denn sonst könnten Viren dieses Zertifikat imitieren und den Eindruck erwecken, der Computer wäre bei bester Gesundheit. So könnten sich die Viren dann doch wieder verbreiten. Außerdem könnte dieses Gesundheitssystem für das Internet nur dann wirklich greifen, wenn alle Computer weltweit darin eingebunden wären, was kaum möglich sein wird.

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