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Wikipedia blamiert britische Journalisten

07.10.2010, 13:44 Uhr | Andreas Lerg

Wikipedia blamiert britische Journalisten. In der englischsprachigen Ausgabe von Wikipedia steckte eine Falschmeldung über Norman Wisdom. (Screenshot: t-online.de)

In der englischsprachigen Ausgabe von Wikipedia steckte eine Falschmeldung über Norman Wisdom. (Screenshot: t-online.de)

Peinliche Wikipedia-Panne: Bei Nachrufen auf den jüngst verstorbenen britischen Komiker Norman Wisdom sind die Redakteure von The Guardian und The Mirror einer Falschmeldung auf Wikipedia auf den Leim gegangen. Sie übernahmen eine dort absichtlich eingetragene Fehlinformation.

"Der fußball-verrückte Fan von Arsenal schrieb den Text zu Vera Lynn's Hit aus Kriegszeiten (There'll be Bluebirds) Over the White Cliffs of Dover". Das schrieb die britische Zeitschrift The Mirror in ihrem Nachruf auf den Anfang Oktober verstorbenen Komiker Norman Wisdom. Auch The Guardian erwähnte diese Information. Doch beide Redaktionen waren einer falschen Behauptung auf Wikipedia aufgesessen. Dort hatte ein Unbekannter diese Information in den Text über den Komiker eingebaut. Wisdom verfasste zwar Musikstücke, doch das besagte Stück stammte nicht von ihm.

Löschung der Fehlinformation verhindert

Der falsche Eintrag stammte laut dem britische Online-Magazin The Register vom 24. August. Die Internetseite informiert, ein Administrator von Wikipedia habe die Löschung der Fehlinformation absichtlich verhindert, vermutlich um die Medien bloßzustellen.

Nicht blind auf Wikipedia verlassen

Das Journalisten den Informationen auf Wikipedia blind vertrauen und diese nicht gegenprüfen, kommt häufiger vor. So schrieben im Februar 2009 Journalisten von diversen deutschen Medien - unter ihnen auch die Bild - den Namen des heutigen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg falsch. Dessen vollständiger Name lautet Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Doch durch einen Fehleintrag in Wikipedia rutschte der Vorname Wilhelm mit hinein, den die Medien übernahmen.

Wikipedia ist nicht fehlerfrei

Da auf Wikipedia im Prinzip jeder Nutzer Beiträge schreiben und auch fremde Artikel bearbeiten kann, schleichen sich immer wieder Fehler oder auch gezielte Fehlinformationen in die Online-Enzyklopädie ein. Mal sind es nur schlechte Witze, wie der Eintrag einer Insel namens Porchesia, die vor der syrischen Küste liegen sollte. Das war aber eine reine Erfindung eines unbekannten Witzbolds, die erst nach zehn Monaten aufgedeckt und gelöscht wurde. Eine andere Falschmeldung sollte wohl eher dem Rufmord dienen. So stand eine Zeit lang in Wikipedia, dass der norwegische Diplomat Thorvald Stoltenberg als verurteilter Pädophiler ein Jahr Haftstrafe verbüßt habe.

Keine redaktionelle Prüfung der Einträge

Bei Wikipedia gibt es keine Redaktion oder Abteilung, die Einträge prüft und korrigiert. Die Macher der Online-Enzyklopädie setzen auf die Selbstkorrektur durch die vielen tausend Autoren. Sprich, es wird sich darauf verlassen, dass aufmerksame Autoren eventuelle Fehler in Beiträgen finden und korrigieren. Aber diese Selbstkontrolle der Autoren-Gemeinschaft funktioniert eben nicht immer.

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