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Botticellis Venus in 28 Milliarden Pixeln Auflösung

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Hightech in der Kunst  

Ich seh dir in die Augen, Venus!

12.10.2010, 18:03 Uhr | Spiegel Online

Botticellis Venus in 28 Milliarden Pixeln Auflösung. Bei Haltadefinizione werden alte Meisterwerke mit einer sehr hohen Auflösung gescannt. Das Bild von Botticellis Venus setzt sich aus 28 Milliarden Pixeln zusammen. (Screenshot: t-online)

Bei Haltadefinizione werden alte Meisterwerke mit einer sehr hohen Auflösung gescannt. Das Bild von Botticellis Venus setzt sich aus 28 Milliarden Pixeln zusammen. (Screenshot: t-online)

Über Sinn und Unsinn virtueller Ausstellungen kann man streiten: Keine Bildschirmdarstellung kommt an den Zauber von Originalen heran. Manchmal aber ermöglicht Technik völlig andere Einblicke, wie nun Haltadefinizione zeigt: Die Seite bietet Renaissance-Meisterwerke in 28-Milliarden-Pixel-Auflösung.

Rom - An Botticellis Venus darf man normalerweise nicht so nahe heran, dass man die einzelnen Strähnen ihres blonden Haars oder die Risse in dem jahrhundertealten Gemälde aus der Renaissance erkennen kann. Im Internet ist aber das jetzt mit ein paar Mausklicks möglich. Die italienische Firma Haltadefinizione hat "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli und fünf andere Meisterwerke, die sonst in den Uffizien in Florenz zu sehen sind, hochauflösend digitalisiert.

Extrem hochauflösende Digitalisierung

Hinter Haltadefinizione steht die italienische Firma Hal9000, die sich auf extrem hochauflösende Digitalisierungen spezialisiert hat. Ihre auch hier zum Einsatz gebrachte Technik entwickelten die Italiener ursprünglich, um das umstrittene Grabtuch von Turin zu digitalisieren.

Weltweit Schlagzeilen machte Hal9000 im Jahre 2007 mit der spektakulären Digitalisierung von Leonardo Da Vincis "Letztes Abendmahl", das damals mit 16 Milliarden Pixeln bei einer Auflösung von 580 ppi (Pixel per Inch, also Pixel pro Zoll) als detaillierteste digitale Abbildung eines Kunstwerkes galt. Der neue Spitzenreiter ist nun Botticellis "Primavera", eines der sechs neuen Exponate, mit 28 Milliarden Pixeln bei 1500 ppi. Zum Vergleich: Im digitalen Qualitätsdruck sind meist 300 ppi, respektive dpi (dots per inch) üblich.

Ungewöhnliche Einblicke: Wir sehen porentief rein

Das macht es möglich, sich die Bilder bis in kleinste Detail anzusehen - ohne mit Museumswärtern in Konflikt zu geraten: Die Auflösung liegt deutlich über dem, was unser Auge ohne Hilfsmittel bewältigen kann. Es sei deshalb so, als ob man die Bilder mit einem gigantischen Vergrößerungsglas betrachte, erklärt Mario Resca, ein mit dem Projekt befasster Mitarbeiter des Kulturministeriums. Die Pixelzahl der Bilder liege rund 3000-mal höher als bei einer herkömmlichen Digitalkamera, erklärt Vincenzo Mirarchi, Chef von Haltadefinizione.

Zoom bis in die feinsten Pinselstriche

Was dabei herauskommt, macht den Originalen in keinerlei Hinsicht Konkurrenz: In Gänze bekommt man bildschirmtypisch kleine Abbildungen zu sehen. Was fasziniert, ist die Detailfülle, wenn man hineinzoomt: Da sieht man dann, dass die Pupille im Auge von Botticellis "Venus" in Wahrheit eher eckig ist (man sieht die Form des eingesetzten Pinsels) und ihre jugendliche Schönheit dem Lupentest längst nicht mehr standhält - trocken und rissig ist ihre "Haut". Es ist ein extremer Blick auf Kunst, bis hinab auf Variationen in der Verteilung der Pigmente in den von den Renaissance-Künstlern angemischten Farben. Details bis zu einem Hundertstel Millimeter Größe werden sichtbar.

Alte meister jungen Technikfreaks schmackhaft machen

Die Behörden hoffen, durch die Digitalisierung auch junge und technikbegeisterte Menschen für die alten Meister zu interessieren, sie vielleicht sogar für einen Besuch des Museums begeistern zu können. Die Bilder sind noch mindestens bis zum 29. Januar kostenlos im Internet zu sehen. Es sei möglich, dass danach auch noch weitere Bilder digitalisiert würden, vielleicht werde auch ein virtuelles Museum daraus, hieß es.

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