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Wikipedia: 25.000 Euro Schadenersatz wegen geändertem Eintrag

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25.000 Euro Schadenersatz für Wikipedia-Änderung

06.07.2011, 11:21 Uhr | t-online.de

Wikipedia: 25.000 Euro Schadenersatz wegen geändertem Eintrag. 25.000 Euro Schadenersatz für einen geänderten Wikipedia-Artikel (Symbolbild: dpa). (Quelle: dpa)

Die Zahl der aktiven Wikipedia-Autoren verringert sich stätig. (Symbolbild: dpa) (Quelle: dpa)

Das französische Unternehmen Hi-Media muss insgesamt 25.000 Euro Schadenersatz an einen Konkurrenten zahlen, weil ein Mitarbeiter des Unternehmens einen Eintrag in der französischen Wikipedia geändert habe. Das urteilte nun das Pariser Handelsgericht, das sich mit Auseinandersetzungen von Wettbewerbern befasst. Hi-Media und der Konkurrent Rentabiliweb bieten beide Micropayment-Lösungen an, mit denen kleine Geldbeträge bargeldlos beglichen werden können. Nach der Änderung war der Name von Rentabiliweb aus dem französischen Wikipedia-Artikel über Micropayment verschwunden.

Das Urteil ist Teil eines umfassenden Rechtsstreits, den sich die beiden Konkurrenten schon seit einiger Zeit liefern. Insgesamt hatte Rentabiliweb 150.000 Euro Schadenersatz für die Änderung gefordert. Die Entfernung des Namens aus einem für das Geschäftsfeld wichtigen Wikipedia-Eintrags habe zu einer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit geführt. Hi-Media entgegnete, dass die Änderung zwar von einem Firmenrechner aus vorgenommen worden sei, das jedoch keineswegs im Auftrag der Unternehmensführung.

Gericht verpasst Streithähnen einen Dämpfer

Das Gericht verpasste beiden Kontrahenten einen Dämpfer. Die Schadenersatzforderung von Rentabiliweb stutzte es mit der Begründung zusammen, dass es sich bei Wikipedia kaum um ein Seite handele, auf der potentielle Geschäftspartner über den Namen der Firma stolpern könnten. Gleichwohl sei die Entfernung des Namens ein unzulässiger Eingriff in den Wettbewerb und damit mit einer Strafzahlung zu ahnden. Auch den Einwand von Hi-Media ließ das Gericht nicht gelten. Es sei zumindest davon auszugehen, dass die Änderung des Eintrags im Interesse des Unternehmens erfolgt sei.

Wikipedia-Vandalismus sorgt immer wieder für Ärger

Der Fall zeigt einmal mehr die Schattenseiten einer Mitmach-Enzyklopädie, in der alle Besucher auch Änderungen vornehmen können. Immer wieder sorgen mutwillige Manipulationen an Artikeln für Aufsehen. So schloss die Wikipedia im November 2009 alle Mitarbeiter von Volvo Information Technology von der Bearbeitung von Artikeln in der Online-Enzyklopädie aus, nachdem Mitarbeiter des Unternehmens Einträge mit rassistischen Kommentaren versehen hatten. ImJanuar desselben Jahres war in einem ähnlichen Fall dem niederländischen Justizministerium der Zugang zu Wikipedia gesperrt worden. Unbekannte PC-Benutzer innerhalb des Ministeriums hatten auf der holländischen Wikipedia die Angaben zu Mohammed verändert und den islamischen Propheten als "Kriegshetzer" bezeichnet. Zudem war dabei der Islam als "die mörderischste Ideologie aller Zeiten" verunglimpft worden.

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