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Facebook macht kindisch – sagt Hirnforscherin

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Facebook macht kindisch

03.08.2011, 15:49 Uhr | Yaw Awuku

Facebook macht kindisch – sagt Hirnforscherin. Hirnforscherin warnt: Facebook schwächt das menschliche Mitgefühl. (Foto: imago)

Hirnforscherin warnt: Facebook schwächt das menschliche Mitgefühl. (Foto: imago)

Facebook hat gravierende Auswirkungen auf unsere Evolution. Davon ist die britische Hirnforscherin Susan Greenfield überzeugt. Wie die Forscherin gegenüber pressetext erklärt, haben Nutzer von sozialen Netzwerken das Bedürfnis nach ständiger Aufmerksamkeit, während die Konzentrationsfähigkeit nachlässt – ganz wie bei Kleinkindern.

Soziale Netzwerke haben ebenso wie Computerspiele Einfluss auf die "Verkabelung" in unserem Gehirn, erklärt Susan Greenfield, Hirnforscherin an der Oxford University. "Unser Gehirn passt sich evolutionär an Veränderungen der Umgebung an – auch an Social Networks. Was derzeit die exzessive Internet-Nutzung bringt, gibt Anlass zur Sorge", warnt die Wissenschaftlerin. Dabei bezieht sie sich vor allem auf zwei aktuelle Studien. So konnten chinesische Forscher bei 18 Jugendlichen beobachten, dass deren Internet-Sucht die grauen Zellen in fünf unterschiedlichen Regionen des Gehirns sinken lässt. Dies ist zwar keine repräsentative Studie, doch auch die University of Michigan (USA) veröffentlichte Besorgnis erregende Ergebnisse über die heutige Jugend. So soll die Fähigkeit zum Mitgefühl seit der Jahrtausendwende rapide abgenommen haben – dies ergab ein Meta-Studie unter 14.000 Studenten in den USA.

Austausch kindischer Banalitäten

Für Greenfield spielen Soziale Netzwerke für diese Entwicklungen einen wesentlichen Faktor. Besonders die Nachrichten auf dem Microblogging-Dienst Twitter bestehen oft aus reinen Banalitäten: "Niemand interessiert es, was man gerade gefrühstückt hat. Derartige Tweets erinnern stark an ein kleines Kind das von der Mutter verlangt: Schau Mama, was ich gerade mache!" Die Sucht nach Aufmerksamkeit ist für Greenfield ebenso seltsam wie gefährlich. Es hat den Anschein, als ob viele Jugendlich über ihre Beliebtheit in sozialen Netzwerken definieren. "Besondere Momente lösen statt Emotionen den Gedanken aus, dass sie Facebook-würdig sind, und teils tun Menschen nur mehr Dinge, die gute Postings werden." Empathie hingegen wird in sozialen Netzwerken kaum gefordert.

Reale Erfahrungen sind unverzichtbar

Greenfield weist jedoch darauf hin ,dass soziale Netzwerke an sich weniger das Problem sind. Denn auch die Hirnforscherin weis die Vorteile von Twitter und Facebook durchaus zu schätzen – "vielleicht können Social Network auch den IQ steiger und beim Lernen helfen." Vielmehr komme aus auf das Ausmaß der Nutzung an. "Facebook und Co sind im 21. Jahrhundert eindeutig Teil des Kommunikations-Portfolios. Leben und Beziehungen in der realen Erfahrungswelt sind aber weiterhin unverzichtbar", resümiert Greenfield.

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