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Facebook-Nutzer lösten Porno-Flut aus

16.11.2011, 17:33 Uhr | Yaw Awuku

Facebook-Nutzer lösten Porno-Flut aus. Facebook-Nutzer sollen für Ekel-Spam verantwortlich sein. (Quelle: imago)

Facebook-Nutzer sollen für Ekel-Spam verantwortlich sein. (Quelle: imago)

Facebook hat die Ursache für den massiven Porno-Spam ausgemacht, der sich in den vergangenen Tagen in dem sozialen Netzwerk ausbreitete. Tausende Nutzer beschwerten sich über pornografische Bilder und Fotomontagen sowie blutrünstige Bilder, die plötzlich auf ihren Facebook-Seiten auftauchten. Laut Facebook trugen Facebook-Nutzer selbst wesentlich zu der Verbreitung des Porno-Spams bei. Das zunächst verdächtigte Hacker-Netzwerk Anonymous soll jedoch nichts mit dem Ekel-Spam zu tun haben.

Nackte Seniorinnen, blutige Leichen und pornografische Fotomontagen von Justin Bieber und Kim Kardashian sorgten für eine Flut der Empörung auf Facebook. Als Absender der Ekelbilder erschienen befreundete Kontakte. Diese haben die Fotos jedoch nicht verschickt. Für den Porno-Spam ist eine Hacker-Attacke verantwortlich, deren Funktionsweise bis Dienstagabend unklar war. Im Laufe des Mittwoch lieferte Facebook eine Erklärung: "Die Nutzer wurden ausgetrickst". Eine Browser-Schwachstelle erlaubte es den Hackern, fremde Facebook-Seiten mithilfe von Schadcodes zu kontrollieren und die Ekelbilder im Namen ihrer Opfer zu verschicken.

"Es war nicht Anonymous"

Sicherheitsexperten bezeichnen die Attacken als "Nutzerinitiiertes-Cross-Site-Scripting" oder auch kurz "self-XSS". Wie das Sicherheitsunternehmen Sophos erklärt, ködern Online-Kriminelle ihre Opfer dazu mit einem speziellen Code oder Link, der zu Online-Gutscheinen oder Gewinnspielen führen soll. Wer diesem Link folgt oder den Code in die Adresszeile seines Browser kopiert, gerät jedoch auf Abzocker-Seiten oder infiziert seinen PC mit einer Malware. Die Urheber solcher Attacken verfolgen in der Regel finanzielle Interessen. In diesem Fall war die Attacke "rein bösartig", schreibt Sophos und diente lediglich der Verbreitung der Ekelbildern. Laut Facebook sind keine Nutzerdaten oder Passwörter in die Hände der Angreifer gelangt. Unter Berufung auf ein nicht näher genannte Quelle, berichtet der britische Nachrichtensender BBC, dass Facebook bereits die Urheber des Porno-Spams kenne. Das Hackernetzwerk Anonymous sei aber nicht an dem Porno-Spam beteiligt gewesen.

So können Sie sich schützen

Facebook gab nicht bekannt welche Browser von der Schwachstelle betroffen sind. Angeblich konnte Facebook die meisten Ekelbilder aber bereits löschen. Zudem will das Unternehmen nach weiteren Möglichkeiten suchen die Auswirkungen solcher Attacken im sozialen Netzwerk einzuschränken. Facebook rät seinen Nutzern, niemals unbekannten Code in die Adressleiste des Browser zu kopieren. Weiterhin bittet Facebook seine Gemeinde verdächtige Inhalte über den "melden"-Button an die Sicherheitsabteilung weiterzuleiten. Zudem sollten Nutzer stets die neueste Version ihres Internet-Browser installieren. Die aktuellen Versionen des Internet Explorers 8 und 9 finden stehen Ihnen auch hier zum Download bereit: Internet Explorer 8 und 9.

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