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Soziale Netzwerke: Chef und Kollegen als Freunde?

07.11.2011, 15:05 Uhr | ce (CF)

Soziale Netzwerke: Chef und Kollegen als Freunde?. Privat halten? Oder Chef und Kollegen rein lassen? (Quelle: imago/Newscast)

Privat halten? Oder Chef und Kollegen rein lassen? (Quelle: Newscast/imago)

Soziale Netzwerke haben längst den privaten Raum verlassen und drängen in den Arbeitsalltag. Doch was, wenn Ihr Chef oder Ihre Kollegen plötzlich bei Facebook und Co. virtuelle Freundschaften mit Ihnen schließen wollen? Wie verhalten Sie sich richtig?

Wäre Ihr Chef auch privat ein Freund?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im heimischen Wohnzimmer und plötzlich taucht eine neue Freundschaftsanfrage in Ihrem Facebook-Account auf: Es ist Ihr Chef. Würden Sie ihn zu Ihrer Freundesliste hinzufügen? Eine Forsa-Umfrage hat ergeben, dass über die Hälfte der Befragten diese Anfrage ablehnen würde, so die "PC Welt" – Frauen sogar häufiger als Männer.

Wie der "Karriere Spiegel" berichtet, ist es laut Bewerbungshelfer Gerhard Winkler kein Problem, eine solche Anfrage abzulehnen. Wer seinem Chef oder seinen Kollegen keinen Einlass in sein privates Netzwerk gewähren will, sollte jedoch mit einer höflichen Ablehnung antworten.

Soziale Netzwerke: Trennen Sie Privates vom Beruf

Besonders galant winden Sie sich aus der Affäre, wenn Sie auf ein alternatives Netzwerk verweisen: „Richten Sie eine öffentliche Facebook-Seite ein oder verweisen Sie freundlich auf Ihr Profil bei Xing, LinkedIn oder einem sonstigen Businessportal“, rät der "Karriere Spiegel". So gelingt es Ihnen am besten, Beruf und Privatleben deutlich voneinander abzugrenzen.

„Wer mit seinem Chef per du ist und regelmäßig auf ein Bier geht, wird ihn bei Facebook schwerlich als Freund ablehnen können. Bevor man Freundschaftsanfragen seines Chefs annimmt, sollte man sich aber auf jeden Fall genau überlegen, welche Profildetails oder Einträge er sehen darf“, sagt Social Media Experte Tobias Arns in "PC Welt". Hierbei bietet es sich an, die Privatsphäre-Einstellungen genauestens zu studieren.

Freundschaftsanfragen offline versenden

Vielleicht wollen Sie Ihre Kollegen aber auch aus freien Stücken Ihrer Freundesliste bei Facebook oder einem anderen privaten Netzwerk hinzufügen. Beachten Sie unbedingt, dass es unhöflich ist, eine kommentarlose Anfrage via Internet zu versenden.

Als Chef befinden Sie sich in einer Position, in der Zurückhaltung angebracht ist. Um Mitarbeiter nicht in Verlegenheit zu bringen, gehört es zum guten Ton, diese im persönlichen Gespräch zu fragen, ob eine Facebook-Freundschaft erwünscht ist: Viele Arbeitnehmer empfinden Freundschaftsanfragen Ihrer Vorgesetzten als Nötigung, so Arndt gegenüber "PC Welt".

Umgekehrt eine Anfrage an den Chef zu senden, ist aufgrund der Unternehmenshierarchie eher unpassend. Generell sollten Sie sich jedes Mal fragen, ob Sie sich auch persönlich mit den betroffenen Kollegen gut verstehen. „Falls Sie sich aber dafür entscheiden, sich mit Kollegen zu vernetzen: Schließen Sie keinen aus. Einbindung schafft Loyalität“, so der "Karriere Spiegel". Und schließlich: „Bei der Online-Vernetzung sollte man sich verhalten wie in der Teeküche: Menschlich, aber bitte nicht peinlich.“

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