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Megaupload: Kim Schmitz alias Kim Dotcom bleibt in Haft

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Kaution abgelehnt: Kim "Dotcom" Schmitz bleibt in Haft

25.01.2012, 18:13 Uhr | dpa, afp, Yaw Awuku, Andreas Lerg

Megaupload: Kim Schmitz alias Kim Dotcom bleibt in Haft. Das Gefängnis "Mount Eden Corrections Facility" wird Kim Schmitz nicht auf Kaution verlassen.

Das Gefängnis "Mount Eden Corrections Facility" wird Kim Schmitz nicht auf Kaution verlassen.

Der festgenommene Gründer von Megaupload Kim "Dotcom" Schmitz bleibt weiter in Haft und kommt nicht gegen Kaution frei. Das Gericht sieht bei dem 38-Jährigen eine hohe Fluchtgefahr. Anwalt Paul Davison will Berufung einlegen.

Kim Schmitz, auch bekannt als Kim Dotcom oder Dr. Kimble, bleibt in Neuseeland mindestens bis zum 22. Februar in Haft. Wegen hoher Fluchtgefahr lehnte Richter David McNaughton am Mittwoch nach neuseeländischen Medienangaben eine Haftentlassung gegen Kaution ab. Staatsanwältin Anne Toohey warnte während der Kautionsverhandlung, dass der für seinen schillernden Lebensstil bekannte Internet-Unternehmer in der Vergangenheit bereits einmal nach Thailand geflohen, als er in Deutschland gesucht worden sei. Zudem seien auf dem Anwesen des Unternehmens auf drei verschiedene Namen ausgestellte Reisepässe sowie über 30 Kreditkarten mit unterschiedlichen Namen beschlagnahmt worden.

Richter sieht Fluchtgefahr

Der 38-jährige Gründer und Betreiber von Megaupload habe die finanziellen Mittel, um sich einen gefälschten Pass zu verschaffen und damit aus Neuseeland zu flüchten. Zudem verfüge er unter anderem über einen Helikopter und andere Fluchtmöglichkeiten. Schmitz könnte dann nach Deutschland reisen und sei vor einer Auslieferung in die USA sicher. Der Anwalt des Deutschen, Paul Davison, kündigte an, er werde gegen die Entscheidung des Richters Berufung einlegen. Die US-Justizbehörden haben in Neuseeland einen Auslieferungsantrag gestellt, um Schmitz in den USA vor Gericht zustellen. Das Auslieferungsverfahren könnte Monate dauern, sagen Rechtsexperten. Bei einem Schuldspruch drohen Kim Dotcom bis zu 20 Jahre Haft.

Kim Schmitz fühlt sich unschuldig

Bei einem vorherigen Gerichtstermin hatte sich Schmitz für unschuldig erklärt. Sein Anwalt hatte beteuert, sein Mandant habe sich weder an der Verbreitung von Raubkopien noch an Geldwäsche beteiligt. Die Datentausch-Plattform Megaupload war vergangene Woche auf Betreiben der US-Behörden vom Netz genommen worden. Kim Schmitz und seine führenden Mitstreiter, überwiegend Deutsche, wurden in Neuseeland festgenommen. Der US-Anklage zufolge war Megaupload ein zentraler Umschlagplatz für Raubkopien von Musik und Kino-Hits und sorgte für Urheberrechtsverletzungen im Wert von mehr als 500 Millionen US-Dollar. Die Betreiber hätten die massiven Urheberrechtsverletzungen nicht nur gefördert, sondern auch selbst mindestens 150 Millionen Dollar daran verdient, lautet der Vorwurf.

Razzia verschreckt andere Filehoster

Die Razzia bei Megaupload wirkte sich derweil auch auf andere Online-Speicherdienste aus. So schaltete FileSonic, einer von Megauploads Hauptkonkurrenten, seine Sharing-Funktion überraschend am Sonntag ab. Über diese Funktion konnten Kunden über FileSonic hochgeladene Dateien mit anderen teilen. Nun können die Hoster nur noch Dateien herunterladen, die sie zuvor selbst hochgeladen haben. Ein weiterer Konkurrent, Uploaded.to, trat bereits am Freitag einen teilweisen Rückzug an und sperrte sein Angebot für US-Anwender.

Schweizer Filehoster Rapidshare bleibt gelassen

Die Betreiber des schweizerischen Filehosters RapidShare fühlen sich durch die Megaupload-Razzia hingegen nicht bedroht. Im Interview mit dem Technik-Magazin Ars Technica wies Rapidshare-Chefin Alexandra Zwingli darauf hin, dass sich bei Filehosting um ein legales Geschäft handele. Im Gegensatz zu Megaupload mache Rapidshare zudem kein Geheimnis um die Betreiber des Speicherdienstes. Darüber hinaus setze Rapidshare keine Belohnungssystem wie Megaupload ein. Bei Megaupload war es den Nutzern möglich mit hochgeladenen Dateien, Geld zu verdienen. Für jeden Download durch Dritte gab es eine Provision. Dieses System zahlte sich vor allem bei beliebten Downloads wie zum Beispiel aktuellen Kinofilmen aus.

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