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Microsoft Streetside wegen Nutzerbeschwerden abgeschaltet

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Microsoft Streetside wegen Nutzerbeschwerden abgeschaltet

23.05.2012, 13:35 Uhr | Andreas Lerg, dapd

Das Rätsel um die Abschaltung des Kartendienst Streetside ist gelöst: Microsoft reagierte auf Datenschutzbedenken einiger deutscher Nutzer, die Zweifel an der Verpixlungs-Funktion geäußert haben. Microsoft arbeitet nun an einer Lösung und verspricht Streetside demnächst wieder anzubieten.

Microsoft will mit Bing Streetside auch weiterhin in Deutschland eine Alternative zu Googles Street View bieten. Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dapd: "Wir wollen den Dienst so schnell wie möglich wieder freischalten." Auch die Kamerafahrten der Spezialfahrzeuge laufen seiner Aussage nach ohne Unterbrechung weiter.

Datenschutzbedenken einzelner Nutzer

Am Wochenende hatte Microsoft die 360-Grad-Aufnahmen deutscher Städte ohne Vorankündigung abgeschaltet und begründete diesen Schritt am Dienstagabend mit Datenschutzgründen. Laut Auskunft des Software-Konzerns will man damit der Sorge einzelner Nutzer Rechnung tragen, Microsoft würde dem Wunsch, ihre Häuser zu verpixeln, nicht sorgfältig genug nachkommen. Derzeit laufe die Prüfung dieser Bedenken; wann genau Microsoft die Aufnahmen deutscher Städte wieder freischaltet, ist noch nicht bekannt.

Streetside in Deutschland seit dem Wochenende offline

Wer seit Sonntag die Fotoansichten deutscher Städte innerhalb von Bing Streetside – dem Microsoft-Pendant zu Google Street View – betrachten will, schaut in die Röhre. Bing Maps zeigt nur die Fehlermeldung "Streetside is not available here" (Streetside ist hier nicht verfügbar). Zu Beginn bestätigte Microsoft lediglich, dass sich das Problem auf ganz Deutschland erstreckt und gleichzeitig auf die Bundesrepublik begrenzt ist. Außerhalb von Deutschland funktioniert Bing Streetside wie gewohnt.

Vorab-Widerspruch kaum genutzt

Microsoft hatte vor dem Start des Dienstes im vergangenen Herbst eine Vorab-Widerspruchsfrist für Bürger angeboten, die ihre Wohnhäuser in den Bildern verpixelt haben wollen. Obwohl der von Industrie und Politik vereinbarte Datenschutzkodex diese Maßnahme nicht vorsieht, bestanden deutsche Datenschützer darauf, dass diese Widerspruchsmöglichkeit angeboten wird. Microsoft bekam allerdings deutlich weniger dieser Vorab-Widersprüche als zuvor Google im Jahr 2010. Bei Microsoft Streetside verlangten nur 81.000 Personen die Verpixelung ihrer Häuser, während es bei Google Streetview 244.000 waren.

Mehr als 50 Städte erfasst

Im Frühjahr 2011 begann Microsoft, mehr als 50 deutsche Städte mit speziellen Kamerafahrzeugen abzufahren und dabei die Straßenzüge, sowie die Fassaden der Wohnhäuser, Geschäfte und Büros zu fotografieren. Microsoft schätzte, dass insgesamt rund 18 Monate nötig sein dürften, um diese Fotofahrten abzuschließen. Über den aktuellen Fortschritt ist nichts bekannt. Zu den ersten Städten, die seit Dezember via Streetside im Internet betrachtet werden konnten, gehörte unter anderem München. Der Zugang zu den Bildern erfolgt über den Kartendienst der Microsoft-Suchmaschine Bing. Dort wird auf das Straßenniveau einer Stadt heran gezoomt, um dann die Fotoansichten der Straßen und einzelner Häuserfassaden zu betrachten.

Informationsseite gaukelt Betrieb vor

Bereits am Sonntag meldeten Nutzer vermehrt, dass Streetside nicht erreichbar sei. Anfragen, die den Konzern über das soziale Netzwerk Twitter erreichten, blieben unbeantwortet. Auf einer Informationsseite zu Streetside in Deutschland gab Microsoft zunächst keine Auskunft. Die Info-Seite für Streetside erweckt weiterhin den Eindruck, als sei der kostenlose Fotodienst verfügbar. Wer in Bing Maps unter der Voreinstellung für die Vereinigten Staaten surft, kann die Streetside-Fotos außerhalb von Deutschland, etwa im britischen Liverpool, weiterhin aufrufen.

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