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Kino.to-Chef legt Geständnis ab

06.06.2012, 13:19 Uhr | dapd, dpa, t-online.de

Kino.to-Chef legt Geständnis ab. Der Gründer von Kino.to hat vor Gericht ein Geständnis abgelegt. (Quelle: dpa)

Der Gründer von Kino.to hat vor Gericht ein Geständnis abgelegt. (Quelle: dpa)

Der Gründer und Chef des illegalen Internetfilmportals kino.to hat am Mittwoch vor dem Landgericht Leipzig die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in vollem Umfang eingeräumt. Das Geständnis war Bestandteil eines Deals, den die Wirtschaftsstrafkammer zur Abkürzung des Verfahrens vorgeschlagen hatte. Demnach soll die Strafe im Falle einer Verurteilung zwischen viereinhalb sowie vier Jahren und zehn Monaten liegen.

Im Namen seines Mandanten verlas Anwalt Wolfgang Müller eine Erklärung, in der der Angeklagte zugestand, dass der Inhalt der Klage der Generalstaatsanwaltschaft subjektiv und objektiv richtig sei. Dabei verwies der Anwalt auch auf die Protokolle der Vernehmungen des Angeklagten im Juli und August vergangenen Jahres. Zu Einzelheiten aus den Unterlagen machte er keine Angaben.

Als Autodidakt das Internet kennengelernt

Laut Müller hatte der Mann sich seit 2002 als Autodidakt in die Computertechnik eingearbeitet und dabei auch Kenntnisse über das Internet erworben. Dabei habe er festgestellt, dass sich im weltweiten Netz viel Geld verdienen ließe. Unter anderem sei ihm aufgefallen, dass dies auch mit der Vermarktung von Werken Dritter wie etwa Filmen möglich sein müsse. Im "faszinierenden und bei Weitem noch nicht ausgereizten Internet" habe er zum Beispiel amerikanische Seiten entdeckt, auf denen die Nutzer Filme kostenlos angeboten bekamen und die sich offenbar über Werbung finanzierten.

1,1 Millionen Links zu Filmen öffentlich zugänglich gemacht

Daraus entstand das Geschäftsmodell von kino.to, das der Leipziger Fußbodenleger 2008 ins Leben rief. Fünf Mitstreiter wurden bereits verurteilt. Dass die viel propagierte Freiheit des Internets an Grenzen stößt – zum Beispiel an die des Urheberrechts – diese Erkenntnis habe er erst nach und nach gewonnen, ließ der Kino.to-Gründer über seinen Anwalt erklären. Für ein Vorläufer-Projekt von Kino.to war er zu einer Geldstrafe verurteilt worden. "Aus dieser Verurteilung hat er aber nicht das Signal erhalten, dass die Grundidee strafbar war", erklärte sein Anwalt. Er kritisierte, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen mit der rasanten Entwicklung des Internets einfach nicht Schritt gehalten hätten.

Millionenvermögen soll abgeschöpft werden

Die Wirtschaftsstrafkammer bezeichnete das vorgelesene Geständnis als "von Reue getragen". Im Rahmen des Deals akzeptierte der Angeklagte, dass sein noch vorhandenes Millionenvermögen "abgeschöpft" wird. Zudem muss er eine große Zahl von Handys, Note- und Netbooks sowie andere Computer-Hardware abgeben. Seine Haftstrafe wird er voraussichtlich im offenen Vollzug verbringen können. Die Wirtschaftskammer erklärte, sie würde das befürworten. Das Urteil wird voraussichtlich am 14. Juni fallen.

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