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Olympia 2012: Posse um Links zur London-Website

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Olympia-Webseite "London 2012" will freundliche Links erzwingen

16.07.2012, 14:09 Uhr | Andreas Lerg / mu

Olympia 2012: Posse um Links zur London-Website. Die Olympia-Organisatoren wollen nur "freundliche Links". (Quelle: t-online.de)

Die Olympia-Organisatoren wollen nur "freundliche Links". (Quelle: t-online.de)

Mit einer umstrittenen und nur schwer durchsetzbaren Nutzungsbedingung erntet der Betreiber der offiziellen Internetseite der Olympischen Sommerspiele 2012 in London Hohn und Spott: Nur bestimmte Links auf die Webseite sind erlaubt.

Wer von seiner Internetseite aus auf London 2012 – der offiziellen Internetseite der Olympischen Sommerspiele in London – verlinken möchte, darf das gerne tun. Allerdings sollte er es vermeiden, sich kritisch über die olympischen Spiele, deren Organisation oder die Internetseite London 2012 zu äußern. Zumindest wenn es nach dem Willen der Seitenbetreiber geht.

Kritik an London 2012 verboten

Die Nutzungsbedingungen legen in Punkt 5 fest: "Sie können im reinen Textformat auf die Seite verlinken. (...) Sie stimmen zu, weder uns noch eine der anderen offiziellen London 2012-Organisationen (oder unsere oder deren Aktivitäten, Produkte oder Dienstleistungen) durch Verlinkung in einer falschen, irreführenden, abwertenden oder sonst irgendeiner anstößigen Art und Weise darzustellen. Weiterhin schreibt die Regelung vor, dass ein solcher Link nicht dazu genutzt werden darf, um eine unlautere Beziehung zu der Seite und der Organisation oder aber zu Unternehmungen, Produkten oder Dienstleistungen im Zusammenhang mit London 2012 zu behaupten.

Verbot der Kritik sorgt für Kritik und Spott

Seitdem am 13. Juli das Blog "The Index on Censorchip" (Verzeichnis der Zensur) diesen Passus entdeckt und öffentlich angeprangert hatte, passiert genau das, was London 2012 in seinen Nutzungsbedingungen zu verbieten versucht: Es hagelt Kritik, Hohn und Spott. Vor allem die Bloggerszene schießt sich jetzt auf London 2012 ein. So treibt es ein Autor namens Cory Doctorow im Blog Boingboing auf die Spitze und verlinkt in folgendem Statement gleich drei Mal auf London 2012: "Ich glaube, ihr seit ein Haufen gieriger, unmoralischer, unternehmerischer Schweine, die London an einen Haufen multinationaler Unternehmen verscherbelt und den Geist des Sports und der internationalen Zusammenarbeit verraten haben."

Kritik auch von Medien

Neben dem Spott der Internetnutzer melden sich auch viele Journalisten zu Wort und kritisieren diese Nutzungsbedingungen. Chris Matyszczyk von CNet fragt sich, nach welchen Kriterien die Webseitenbetreiber Links einstufen würden. Sei objektive kritische Berichterstattung beispielsweise über Dopingfälle oder Korruption noch informativ oder doch anstößig? Außerdem wundert er sich, wie diese Regelung überhaupt durchgesetzt werden solle: "Bekommen die Betreiber von Internetseiten, die einen schlechten Witz über die Olympischen Spiele mit einem Link veröffentlichten, Besuch von Männern in schwarzen Anzügen?", fragt er.

Durchsetzung beinahe unmöglich

In der Tat dürfte es unmöglich sein, diese Nutzungsbedingungen zu kontrollieren und durchzusetzen. Schließlich müssten unzählige Internetseiten durchgelesen und auf kritische Inhalte überprüft werden. Und selbst wenn das gelänge, und unerwünschte Inhalte entdeckt würden, wäre es kaum möglich, weltweit juristisch gegen Internetseiten vorzugehen und die Verlinkung zu unterbinden.

Mehr zur Olympiade in London auf: http://olympia.t-online.de/

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