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Facebook macht Surfverhalten in Gruppen öffentlich

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Facebook macht Surfverhalten öffentlich

08.08.2012, 12:01 Uhr | Spiegel online, Spiegel Online

Facebook macht Surfverhalten in Gruppen öffentlich. Facebook (Quelle: imago / dpa)

Facebook: Transparente Überwachung in Gruppen (Quelle: imago / dpa)

Ich sehe das, was du gesehen hast, ob du willst oder nicht: Das gilt nun für die Anzeige von Aktivitäten in Facebook-Gruppen. Künftig kann jedes Mitglied sehen, wer sich was angesehen hat. Kommt das bald auch für Profilseiten?

Ein neues Feature für Facebook-Gruppen könnte für neuen Verdruss über den Umgang mit der Privatsphäre im weltgrößten Social Network sorgen – und gleichzeitig die Wünsche mancher neugierigen Nutzer erfüllen. Künftig wird den Mitgliedern von Facebook-Gruppen angezeigt, wer von ihnen einen Beitrag oder ein gepostetes Foto bereits angesehen hat. Unter den Einträgen erscheint ein Häkchen, beim Darüberfahren mit dem Mauszeiger wird angezeigt, wer genau den Beitrag schon gelesen, das Foto betrachtet hat. Die Funktion, die sukzessive bei allen Gruppen eingeführt wird, lässt sich nicht deaktivieren.

Gnadenlose Transparenz in Gruppen

Damit ist es zumindest in den Gruppen des Social Networks nicht mehr möglich, sich einmal unauffällig und unbemerkt nach Neuigkeiten umzusehen, die eigenen Aktivitäten werden den anderen Gruppenmitgliedern angezeigt, ob man will oder nicht. Man könnte das auch transparente Überwachung nennen, denn Facebook selbst lagen diese Informationen natürlich schon immer vor. Nun werden sie auch den anderen Gruppenmitgliedern öffentlich gemacht.

Facebook preist das Feature als gesteigerten Nutzer-Mehrwert. Auf einer Erklärseite heißt es: "Auf diese Weise bleibst du auf dem aktuellen Stand der Gruppenaktivitäten." Zwar gibt es sogar eine "Geheim"-Option für Gruppen, aber die bezieht sich nur auf die Gruppe als Ganzes, nicht auf das interne Geschehen.

Funktion ist in anderen sozialen Netzen Standard

Natürlich befriedigt Facebook mit der Neuerung die Neugierde vieler Menschen. Ähnliche Features gab es bereits vor Jahren in Social Networks wie StudiVZ, wo jeder Besuch des eigenen Profils protokolliert und angezeigt wurde. Kommunikationsdienste wie Skype oder Whatsapp zeigen an, ob der Adressat die eigene Nachricht bereits gelesen hat. In klassischen Webforen gibt es derartige Funktionen bereits seit vielen Jahren.

Andere Netzwerke wie Xing bieten derlei Zusatzfunktionen fürs Profil sogar als kostenpflichtiges Premium-Feature an: Wer hat das eigene Profil in der vergangenen Woche besucht? Und es kommt nicht von ungefähr, dass sogenannte Profilscanner-Apps seit langem im Umlauf sind und sich offenbar großer Beliebtheit erfreuen. Schon 2009 machte eine Facebook-App namens Fan Check die Runde, mit deren Hilfe Mitglieder des Netzwerks angeblich herausfinden konnten, wer das eigene Profil wie oft besucht hat. Offiziell als Anti-Stalker-Maßnahme angepriesen, war es innerhalb kürzester Zeit an die 20 Millionen mal heruntergeladen worden. Die App erwies sich allerdings als fehlerhaft, was wiederum dazu führte, dass sich eine Reihe von Nutzern statt vermeintlicher Reparatur-Patches Viren herunterluden. Tatsächlich unterbindet Facebook solche Funktionen schon seit längerer Zeit – noch immer sind aber zahlreiche vermeintliche "Profilscanner"-Apps im Umlauf, bei denen es sich in Wirklichkeit um Betrugsmaschen handelt, die meist dem Einschleusen von Viren auf dem Rechner des Nutzers dienen sollen.

Unter den Facebook-Nutzern scheint es schon einige Fans der neuen Gruppen-Offenheit zu geben. Voller Ungeduld warten sie darauf, wann auch sie "das mit dem Häkchen in meiner Gruppe" einrichten können.

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