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30 Songs geklaut - Filesharer bleibt auf Rekordstrafe sitzen

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Filesharer muss 675.000 Dollar für 30 geklaute Songs zahlen

27.08.2012, 09:48 Uhr | dpa, dpa

30 Songs geklaut - Filesharer bleibt auf Rekordstrafe sitzen. Internetnutzer am Bildschirm vor einer Internet-Tauschbörse (Quelle: dpa)

Zeitungsente löst Debatte über Vererbung von MP3-Downloads aus. (Quelle: dpa)

Über eine halbe Million Euro Strafe für 30 aus dem Internet heruntergeladene Songs. Diese Rekordsumme muss ein Student in den USA nun zahlen. Ein Bundesgericht entschied: Das Urteil gegen den Filesharer bleibt bestehen.

Ein Student muss über eine halbe Millionen Euro zahlen, weil er 30 Songs illegal aus dem Internet heruntergeladen und verteilt hatte. Ein US-Bundesgericht bestätigte mit dem Urteil die Entscheidung eines Geschworenengerichts von 2009. Wegen Verstößen gegen das Urheberrecht muss Joel Tenenbaum nun die Strafe in Höhe von 675.000 US-Dollar (etwa 538.000 Euro) zahlen.

Filersharer beging Urheberrechtsverletzung

Die Richterin im US-Staat Massachusetts wies den Antrag auf Neuauflage seines Verfahrens ab. Die Höhe des Schadenersatzes sei angesichts der Beweislage nicht übertrieben. Zudem liege sie eher am unteren Ende der bei vorsätzlichen Urheberrechtsverletzungen. Für absichtlichen Urheberrechtsbruch hätte die Jury nach US-Recht sogar bis zu 4,5 Millionen Dollar Strafe verhängen können. Ein Geschworenengericht hatte Tenenbaum vor drei Jahren für schuldig befunden, 30 Songs illegal heruntergeladen und über die Filesharing-Börse Kazaa verbreitet zu haben. Damals war Tenenbaum 16 Jahre alt.

22.500 Dollar Schadenersatz je Song

Der Hochschulabsolvent hatte nach anfänglichem Leugnen eingeräumt, unter anderem Songs der Gruppen Incubus, Green Day, Aerosmith und Nirvana auf seinen Computer heruntergeladen und an Freunde verteilt zu haben. Die Jury sprach den vier klagenden Plattenfirmen für jeden Song 22.500 Dollar Schadenersatz zu.

Der Verband der amerikanischen Tonträger-Industrie (RIAA) äußerte sich nach einem Bericht der Internetseite Cnet erfreut über die Bestätigung der Richterin. Tenenbaum hatte in der Vergangenheit zahlreiche Spendenangebote von Sympathisanten abgelehnt, die ihm beim Abtragen der Strafe helfen wollten.

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