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E-Mails nerven und kommen immer mehr aus der Mode

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E-Mails kommen immer mehr aus der Mode

| Andreas Lerg

E-Mails nerven und kommen immer mehr aus der Mode. Sind die Tage der E-Mail gezählt? (Quelle: imago)

Sind die Tage der E-Mail gezählt? (Quelle: imago)

Seit über 20 Jahren gibt es die E-Mail und lange galt sie als das Mittel der Wahl für die digitale Kommunikation. Doch die elektronische Post kommt langsam aus der Mode, denn ein Großteil der verschickten E-Mails sind nutzloser Kommunikationsmüll. E-Mail-Bearbeitung frisst Zeit und nicht nur in Unternehmen wird nach effektiveren Kommunikationswegen gesucht. Groß im kommen sind die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co.

Im Jahr 2010 wurden laut Wikipedia weltweit 107 Billionen E-Mails verschickt. Doch unglaubliche 90 Prozent dieser gigantischen Masse an E-Mails entfallen auf Spam-Mails und anderen Mail-Müll. Nutzer fühlen sich nicht nur von Spamwerbung für Viagra & Co genervt. Auch viele unnötige Mails von Freunden und Bekannten empfinden viele als störend. Immer mehr Nutzer weichen auf Alternativen für ihre tägliche Kommunikation aus.

E-Mail krankt an ihrem Erfolg

Die E-Mail krankt an ihrem eigenen Erfolg. Weil heute quasi jeder eine E-Mail-Adresse hat, nutzen dubiose Geschäftemacher Mails, um den Menschen ihre Werbung aufzuzwingen. So wurden 2010 laut dem McAfee Labs Threat-Report täglich 135,5 Milliarden Spammails verschickt, das sind pro Minute 940.000 Werbebotschaften. Oft wird gefragt, warum immer noch so viele Spammails im Umlauf sind, denn heutzutage müsste doch niemand mehr auf diese Werbebotschaften reinfallen. Doch würde sich das Geschäft nicht immer noch lohnen, dann würden die Spammailversender es auch nicht mehr betreiben.

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Viele E-Mails sind überflüssig

Doch auch Freunde, Kollegen und Verwandte nerven oft, denn kaum jemand beachtet den E-Mail-Knigge. Mancher Zeitgenossen verschickt immer wieder "witzige" E-Mail-Anhänge, um andere an seinem schrägen Humor teilhaben zu lassen. Oft genug sind Anhänge dann auch noch viel zu groß und der Empfänger muss warten, vor allem wenn er keine schnelle DSL-Verbindung hat. Der nächste zitiert immer die gesamte vorherige Mail bei seiner Antwort und schreibt diese auch noch unten drunter, sodass der Leser erst einmal meilenweit scrollen muss. Oder E-Mails werden wie ein Chat benutzt, indem Einsatz-Mails hin- und hergeschickt werden. All diesen Mails haben eines gemeinsam: Sie sind überflüssig und fressen Zeit. Die Computerwoche berichtet in der Ausgabe vom 20. Juni 2011, dass Manager in Unternehmen aufsummiert drei Jahre Zeit nur für die Bearbeitung unwichtiger Mails aufwenden müssen.

Bei Jugendlichen ist die E-Mail out

Vor allem Jugendliche und junge Menschen verzichten in zunehmendem Maße auf die E-Mail und nutzen statt dessen vor allem Chats, Instant Messaging und soziale Netzwerke, um miteinander zu kommunizieren. In den USA haben Marktforscher von Comscore diesen Trend mit konkreten Zahlen belegt. Laut ihrer Studie sank von Dezember 2009 bis Dezember 2010 die Zeit, die Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mit E-Mails verbrachten um 59 Prozent. Bei der Zielgruppe der 25 bis 34-Jährigen ging diese Zeit um 18 Prozent zurück und bei den 45 bis 54-Jährigen um 12 Prozent. Nur Menschen jenseits der 55 nutzen E-Mails laut der Studie mehr statt weniger.

Soziale Medien als Alternative

Immer mehr Menschen verlagern ihre alltägliche Kommunikation in die sozialen Medien. Da verabreden sich Leute auf Facebook, um gemeinsam laufen zu gehen. Einladungen und Termine werden nicht mehr per E-Mail verschickt, sondern innerhalb des sozialen Netzwerkes erstellt und dort nur einem geschlossenen Teilnehmerkreis zugänglich gemacht. Für den Smalltalk zwischendurch werden Instant Messaging, Chatdienste und Apps wie WhatsApp auf Smartphones genutzt. Auf Twitter werden kurze Statusmeldungen veröffentlicht und die Begrenzung auf 140 Zeichen zwingt zur Effizienz. Tools wie Skype ermöglichen mehr als nur Anrufe und Videotelefonate. Es können Konferenz-Chats durchgeführt werden und auch der Austausch von Dateien ist möglich. Der Versand von E-Mail-Anhängen erübrigt sich damit.

Auch Firmen suchen nach Alternativem

Immer mehr Firmen suchen nach Alternativen zur E-Mail, da Arbeitszeit nicht mehr für deren Bearbeitung vergeudet werden soll. So wird Wissen in Firmen-eigenen Wikis gesammelt und zugänglich gemacht. Allgemeine Nachrichten und Informationen zu Projekten und vielem mehr, werden in geschlossenen Blogs für die Mitarbeiter veröffentlicht. Es gibt verschiedene geschlossene soziale Netzwerke, die in Firmen ähnlich wie Facebook genutzt werden können, wenn während der Kommunikation Know-How nicht nach außen dringen soll.

Wird die E-Mail ganz verschwinden?

Die Antwort lautet eindeutig "Nein". Doch ihre zentrale Bedeutung wird schwinden. Sie wird über kurz oder lang nicht mehr im Mittelpunkt der digitalen Kommunikation stehen. Denn das Grundprinzip der E-Mail ist über zwanzig Jahre alt und neuere Kommunikationsmedien bieten eine direktere, bequemere und weniger "Müll-lastige" Art, sich mit anderen auszutauschen. Die E-Mail wird nicht mehr "das" Kommunikationsmedium sein, sondern eines von mehreren, die je nach Bedarf zum Einsatz kommen.

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