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Filesharing: Porno-Filmpirat zu Rekordstrafe verurteilt

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Filesharer zu Rekordsumme verurteilt

02.11.2012, 11:44 Uhr | t-online.de

Filesharing: Porno-Filmpirat zu Rekordstrafe verurteilt. Filesharer soll 1,5 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. (Quelle: imago)

Filesharer soll 1,5 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. (Quelle: imago)

In den USA wurde ein Filesharer zur Zahlung eines Schadensersatzes von 1,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Das ist die bisher höchste Summe, die je von einem Richter in den USA für ein Filesharing-Vergehen verhängt wurde. Kläger ist eine Firma aus der Erotikbranche. Sie hatte dem Filesharer vorgeworfen, zehn ihrer Pornofilme illegal über die Filesharing-Dienst BitTorrent verbreitet zu haben.

Richter John Lee vom Bundesgericht in Illinois sprach dem klagenden Unternehmen Flava Works pro Film einen Schadenersatzanspruch von 150.000 US-Dollar zu. Das macht bei zehn Filmen 1,5 Millionen Dollar, umgerechnet 1,15 Millionen Euro. Nie zuvor hat ein Richter einem Medienunternehmen einen Schadenersatz in dieser Höhe zugesprochen. Die Summe sei auch deshalb so hoch ausgefallen, weil der Angeklagte Kywan Fisher nicht vor Gericht erschienen war, um Argumente zu seiner Verteidigung vorzubringen, berichtete das US-Computermagazine CNET.

Trackingcode entlarvte Datentausch

Das klagende Unternehmen warf Fisher vor, zehn von ihm gekaufte Filme widerrechtlich über das Internet weiter verbreitet zu haben. Erwischt habe man ihn über spezielle, personalisierte Sicherheitscodes, die in die Originalversionen der Filme eingebettet waren. Das Unternehmen habe die illegalen Kopien im Internet aufgespürt und Fisher über diese Sicherheitscodes als ursprüngliche Quelle identifiziert. Die Filme seien insgesamt 3449 mal aus dem Internet herunter geladen worden, erklärte das Unternehmen.

Viele andere Klagen wurden fallen gelassen

In den USA haben Medienfirmen Hunderte von Klagen gegen einzelne Internetnutzer wegen illegaler Verbreitung von Filmen angestrengt. Der bekannteste Fall ist die Klage des Filmstudios Voltage Pictures. Das Unternehmen verklagte über 27.000 einzelne Nutzer, die den Film The Hurt Locker illegal aus dem Netz herunter geladen hatten. Die meisten dieser Klagen wurden fallen gelassen, weil keine eindeutigen Beweise vorgelegt werden konnten oder nur Indizien wie eine IP-Adresse vorlagen. Im Mai legte ein US-Richter fest, das die IP-Adresse alleine keinen ausreichenden Beweis darstellt. Der Fall Fisher unterscheidet sich, weil dem klagende Unternehmen durch den eingebetteten Sicherheitscode der eindeutige Beweis gelungen ist.

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