Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet > Facebook >

Facebook-Scherz wird für Schweizer teuer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schlechter Facebook-Scherz wird teuer

05.12.2012, 10:00 Uhr | t-online.de

Facebook-Scherz wird für Schweizer teuer. Hände in Handschellen. (Quelle: imago/Blickwinkel)

Drei Wochen U-Haft wegen Facebook-Post. (Quelle: imago/Blickwinkel)

Dass mancher Scherz auf Facebook alles andere als witzig ist, musste jetzt ein 22-jähriger Gymnasiast aus der Schweiz erfahren. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn am Dienstag wegen "Schreckung der Bevölkerung". Er saß wegen des Vorfalls auch schon drei Wochen in Untersuchungshaft.

Der Schüler drohte im Frühjahr seinen sämtlichen Freunden – 290 an der Zahl – auf Facebook, dass er sie "vernichten" werde. Als Grund nannte er die Tatsache, dass sie ihm nicht zum Geburtstag gratuliert hätten. In der Statusmeldung schrieb er: "Ich vernichte eui alli, ihr werdet es bereue, dass ihr mir nöd im arsch kroche sind, denn jetzt chan eu niemert me schütze … pow!!!! pow!!!! pow!!!!". Der junge Mann hielt seine Aktion für einen lustigen Witz, doch an der Schule mutmaßte man, dass er damit einen Amoklauf ankündigen wolle.

Mitschülerin schlug Alarm

Nach der Veröffentlichung am 22. März alarmierte eine besorgte Mitschülerin die Schulleitung. Tags drauf wurde der junge Mann von der Züricher Stadtpolizei verhaftet und saß daraufhin drei Wochen in Untersuchungshaft. Er beteuerte, mit seiner Facebook-Nachricht lediglich einen unüberlegten Scherz gemacht zu haben. Es sei nicht die Ankündigung eines Amoklaufes gewesen. Ein Psychologe, der den Schüler während der Untersuchungshaft betreut hatte, beurteilte den jungen Mann als "nicht gefährlich".

Gericht nahm Facebook-Scherz ernst

Das Gericht bewertete die Morddrohung auf Facebook jedoch nicht als Scherz. Vielmehr sei diese Äußerung geeignet gewesen, "viele Leute zu ängstigen". Mildernde Umstände gestand der Richter dem 22-Jährigen zu, denn er habe wohl nicht die Absicht verfolgt, seine Drohung in die Tat umzusetzen. Daher verurteilte ihn das Gericht zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen à zehn Franken, umgerechnet insgesamt 371 Euro. Die 21 Tage Untersuchungshaft werden angerechnet, so dass er noch 222 Euro Strafe zahlen muss. Allerdings wurden ihm auch die über 11.000 Euro Prozesskosten auferlegt, die er nun zahlen muss. Die hätte er sich sparen können, wenn er den ursprünglichen Strafbefehl von 45 Tagessätzen à 30 Franken akzeptiert hätte, statt ihn abzulehnen und so das Gerichtsverfahren zu erzwingen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet > Facebook

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017