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US-Armee zahlt Strafe wegen Urheberrechtsverletzung

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Staatliche Raubkopierer  

US-Regierung zahlt Strafe wegen Urheberrechtsverletzung

29.11.2013, 10:03 Uhr | t-online.de

US-Armee zahlt Strafe wegen Urheberrechtsverletzung. Das US-Militär hat jahrelang nicht lizensierte Software benutzt und sich mit dem Hersteller auf eine Strafzahlung von 50 Millionen Dollar geeinigt. (Quelle: dpa)

Das US-Militär hat jahrelang nicht lizensierte Software benutzt und muss nun Strafe zahlen. (Quelle: dpa)

Die US-Regierung hat sich mit Software-Hersteller Apptricity auf eine Strafzahlung von 50 Millionen Dollar geeinigt, wie das Urheberrechts-Blog TorrentFreak berichtet. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit, bei dem Apptricity dem amerikanischen Militär vorgeworfen hatte, Software auf mehr Computern zu verwenden, als es die Lizenzvereinbarung erlaubte.

Im Jahr 2004 schloss das US-Militär mit Software-Entwickler Apptricity einen Vertrag über die Nutzung von Logistikprogrammen, mit denen Truppen- und Materialbewegungen koordiniert werden konnten. Die Lizenzvereinbarung sah vor, dass die Soldaten die Software auf bis zu fünf Servern und bis zu 150 weiteren Geräten wie PCs oder Laptops installieren dürften.

Die Produkte von Apptricity kamen in den folgenden Jahren unter anderem in Operationsgebieten im Nahen Osten aber auch bei Hilfseinsätzen wie etwa nach dem Erdbeben in Haiti erfolgreich zum Einsatz.

Zufall bringt Klage ins Rollen

Während Planungsgesprächen im Jahr 2009 erfuhr Apptricity zufällig davon, dass das US-Militär die Anwendungen in der Zwischenzeit auf rund 9000 Geräten einsetzte, dazu auch auf 93 Servern, was stark von der Lizenzvereinbarung abwich.

Mit Preisen pro Server-Lizenz von 1,35 Millionen Dollar und 5000 Dollar pro Endgeräte-Lizenz berechneten die Entwickler daraus einen Verlust von rund 225 Millionen Dollar. Sie reichten Klage gegen die amerikanische Regierung und das Militär wegen Urheberrechtsverletzung ein.

Während des Rechtsstreits gestand die US-Regierung schließlich ihre Schuld ein. Ende November einigten sich die streitenden Parteien darauf, den Prozess gegen eine Strafzahlung von 50 Millionen Dollar einzustellen.

Geschädigte freuen sich über den Ausgang

Entwickler Apptricity freut sich über das Ende des Rechtsstreits. Doch nicht dessen Ausgang scheint hier im Vordergrund zu stehen. Denn im Vergleich zu den entgangenen Einnahmen von knapp 225 Millionen Dollar erscheinen die 50 Millionen Dollar, auf die sich nun geeinigt wurde, eher gering.

Mehr Raubkopien im Umlauf

Wie das Militär-Nachrichtenmagazin Breaking Defense berichtet, würden jedoch die meisten ähnlich betroffenen Zulieferer der US-Armee sich nicht wehren, um ihren Großkunden nicht zu verlieren. Deshalb kann Apptricity die gerichtliche Einigung zunächst als Erfolg verbuchen. Zudem sehen die Entwickler die Beliebtheit ihrer Software als vielversprechend an und hoffen nun darauf, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär ausbauen zu können, wie sie in ihrer Pressemitteilung bekannt gaben.

US-Regierung hält sich bedeckt

Die US-Offiziellen haben sich unterdessen nicht zu diesem Fall geäußert. Immerhin dürfte der Obama-Regierung das öffentliche Ausfechten von eigenen Lizenzvergehen peinlich sein. Im Jahr 2010 hatte sich das Weiße Haus dafür ausgesprochen, künftig stärker gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen zu wollen.

Dazu zählte den eigenen Vorgaben nach auch, dass die Regierung mit gutem Beispiel vorangehen und sicher stellen wolle, keine urheberrechtlich fragwürdigen Produkte zu erwerben oder zu nutzen.

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