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US-Regierung schwächt Pläne für Zwei-Klassen-Internet ab

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Proteste zeigen Wirkung  

US-Regierung schwächt Pläne für Zwei-Klassen-Internet ab

12.05.2014, 12:26 Uhr | dpa

US-Regierung schwächt Pläne für Zwei-Klassen-Internet ab. Wenn es nach der amerikanischen Regulierungsbehörde geht, könnten große Konzerne künftig für schnelleren Datenverkehr im Internet bezahlen. (Quelle: Symbolbild/Google)

Wenn es nach der amerikanischen Regulierungsbehörde geht, könnten große Konzerne künftig für schnelleren Datenverkehr im Internet bezahlen. (Quelle: Symbolbild/Google)

Ende April sind Pläne der amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) bekannt geworden, nach denen Internetprovider künftig von großen Unternehmen Entgelte für bevorzugte, schnelle Internetverbindungen verlangen dürften. Nach einer Welle des Protests gegen diese Art eines Zwei-Klassen-Internets, ist die amerikanische Regierung nun offenbar zurückgerudert, berichtet die Tageszeitung Wall Street Journal.

Laut dem Bericht will die US-Telekommunikationsbehörde FCC ihre Pläne für eine bezahlte Überholspur im Netz aufgrund der Proteste aus der Internet-Branche abschwächen. So solle es die Zusicherung geben, dass die Daten, für die nicht zusätzlich bezahlt wird, von den Netzbetreibern nicht abgebremst werden.

FCC sieht einigen Klärungsbedarf

Die FCC wolle auch eine Diskussion darüber starten, ob solche Deals für Vorfahrt gegen Entgelt nicht grundsätzlich untersagt werden sollten, schrieb das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen. Außerdem wolle sie eine Debatte darüber, ob Breitband-Internet als öffentlich relevante Infrastruktur betrachtet werden solle. Das würde eine strengere Regulierung bedeuten. Die Netzbetreiber dürften aber gegen eine solche Neuordnung vor Gericht ziehen, schätzen Branchenexperten.

UMFRAGE
Wie kritisch sehen Sie die Pläne zum "Zwei-Klassen-Internet" in den USA?

Internet-Unternehmen protestieren

Vergangene Woche hatten mehr als 150 amerikanische Online-Unternehmen von der US-Regierung gleiche Bedingungen für alle im Internet gefordert. Sie wurden angeführt von Netz-Giganten wie Google, Facebook, Microsoft, Netflix und Amazon.

Für diesen Donnerstag ist eine Abstimmung der fünfköpfigen FCC über die Vorschläge angesetzt. Zwei der Kommissionsmitglieder sprachen sich bereits dafür aus, sie angesichts der öffentlichen Kritik zu verschieben. Es gibt auch Gegenentwürfe, unter anderem von der Mozilla-Stiftung, die hinter dem populären Web-Browser Firefox steht.

Pläne widersprechen der Netzneutralität

Das Prinzip der Netzneutralität besagt, dass alle Daten im Netz grundsätzlich gleich behandelt werden müssen. Vor allem die Telekommunikations-Unternehmen fordern Ausnahmen, um zum Beispiel für medizinische Dienste oder Video-Übertragungen eine bessere Leitung anbieten zu können.

Internet-Konzerne wie Facebook, Google oder die Online-Videothek Netflix befürchten aber, sie könnten von den Telekommunikations-Firmen wegen ihres hohen Datenaufkommens grundsätzlich für die Qualitätsabsicherung zur Kasse gebeten werden.

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