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Amazon legt Paketen keine Rechnung mehr bei

25.06.2014, 15:01 Uhr | t-online.de

Amazon legt Paketen keine Rechnung mehr bei. Amazon-Paket liegt auf einem Transportband (Quelle: imago/blky)

Der Umwelt zuliebe will Amazon auf gedruckte Rechnungen verzichten. (Quelle: blky/imago)

Amazon hat angekündigt, in Zukunft den Lieferungen keine ausgedruckte Rechnung mehr beizulegen. Auf die via Facebook verkündete Nachricht des Online-Giganten reagieren die Nutzer prompt mit massenhafter Kritik. Die meiste Aufregung gibt es, weil Amazon diesen Schritt mit dem Umweltschutz begründet.

"Liebe Kunden, liebe Fans, vielleicht habt Ihr es schon mitbekommen: Der Umwelt zuliebe werden wir den Paketen zukünftig keine Rechnungen mehr beilegen", schrieb Amazon am Dienstag auf seiner Facebook-Fanseite. Ein genaues Datum für die Umstellung auf die digitale Rechnung nennt das Unternehmen nicht, verweist aber in der Mitteilung bereits auf die Hilfeseiten mit einer Anleitung zum Ausdrucken von Rechnungen.

Kunden, die eine gedruckte Rechnung brauchen, müssen zukünftig also selbst die Kosten für Papier und Tinte oder Toner tragen. Was bei den Nutzern für entsprechenden Unmut sorgt – auf Facebook hagelt es Kritik an Amazon.

AMAZON OHNE PAPIERRECHNUNG
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Rechnung statt Massengutscheine

Die Kommentare gehen fast alle in die gleiche Richtung. Amazon solle besser weiterhin eine Rechnung beilegen und stattdessen die Werbung und Gutscheine aus den Paketen weglassen. "Ich hätte lieber eine Rechnung als unnütze Massengutscheine", bringt es ein Facebook-Nutzer auf den Punkt.

Dabei verkennen die Nutzer allerdings, dass Amazon die Werbebeilagen in den Paketen nicht selbst bezahlt, sondern im Gegenteil Geld damit verdient, dass die Flyer und Gutscheine der beworbenen Firmen in die Pakete gepackt werden. Über diese Einnahmen dürfte auch ein Teil des kostenlosen Versands querfinanziert werden, den Amazon ab einem Bestellwert von 20 Euro und für Bücher grundsätzlich anbietet.

Zu große Verpackung ebenfalls in der Kritik

Mit dem Hinweis auf den Umweltschutz als Grund für die digitale Rechnung hat sich Amazon keinen Gefallen getan. Würde es Amazon darauf ankommen, könnte der Online-Gigant nach Meinung der Nutzer an ganz anderer Stelle anfangen. Eine Nutzerin schreibt: "Wenn ihr es jetzt noch schafft, die Verpackungsgröße zu optimieren, wäre das spitze! Meine zwei Ohrstecker kamen in einem Paket, da hätten hundert solcher Tütchen reingepasst."

Zum Beweis postet sie das Foto eines riesigen Amazon-Kartons, in dem unter viel Polsterpapier ein winziges Tütchen mit Ohrringen zu sehen ist. Viele andere Nutzer taten es ihr gleich und veröffentlichten ebenfalls Bilder von riesigen Kartons mit winzigem Inhalt.

Auch die Aufteilung von einer Bestellung auf mehrere Pakete belaste die Umwelt, bemerken einige Amazon-Kunden. Grund dafür dürften die verschiedenen Logistikzentren von Amazon sein, die zum Teil unterschiedliche Sortimente bevorraten.

Digitale Rechnung spart viel Geld

Fest steht, dass eine digitale Rechnung dem Online-Händler enorme Kosten spart, schließlich werden jeden Monat viele Millionen Pakete verschickt. Am erfolgreichsten Tag des Jahres 2013, dem 15. Dezember, legten Kunden 4,6 Millionen Bestellungen in den Warenkorb – das entspricht 53 Artikeln pro Sekunde. Da machen sich selbst Cent-Beträge bemerkbar.

Bislang stellt Amazon online nur selten eine rechtskonforme Rechnung bereit – in von t-online.de überprüften Bestellungen waren gültige Rechnungen die Ausnahme. Wer seine Bestellungen im Kundenkonto aufruft, bekommt in der Regel nur eine "Bestellübersicht" mit dem Hinweis "Dies ist keine Rechnung" angezeigt.

Die Bestellübersicht erfüllt nicht die vom Umsatzsteuerrecht vorgeschriebenen Voraussetzungen für eine gültige Rechnung. So fehlen beispielsweise der vollständige Name und die vollständige Anschrift von Amazon und auch die Steuernummer oder der Mehrwertsteuersatz als Prozentangabe. Zur Umstellung dürfte sich das aber sicher ändern.

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