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Recht auf Vergessen: Google löscht erste Suchergebnisse

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Recht auf Vergessen  

Google löscht erste Suchergebnisse

26.06.2014, 16:11 Uhr | AP, dpa

Recht auf Vergessen: Google löscht erste Suchergebnisse. Google Logo (Quelle: dpa)

Google arbeitet an der Löschung von Suchergebnissen. (Quelle: dpa)

Google hat damit begonnen, Links aus seinen Suchergebnisseiten zu löschen. Der Internetriese setzt damit ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) um, der im Mai entschieden hatte, dass sich Bürger direkt an den Suchmaschinenbetreiber wenden können, um die Entfernung unliebsamer Links zur eigenen Person aus der Ergebnisliste zu erwirken.

"In dieser Woche beginnen wir mit der Entfernung von Suchergebnissen auf Grundlage der eingegangenen Anträge", erklärte ein Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der Zeitschrift Wirtschaftswoche. Nach eigenen Angaben hat Google nach dem Urteil innerhalb von vier Tagen über 41.000 Wünsche auf Löschung von Suchresultaten erhalten. Ende Mai hatte Google ein Formular ins Netz gestellt, mit dem Privatleute die Ausblendung von Links beantragen können.

Nach jüngsten Zahlen wollen mittlerweile mehr als 50.000 Menschen aus verschiedenen Ländern kompromittierende persönliche Informationen, die bei Eingabe ihres Namens erscheinen, aus den Suchergebnissen löschen lassen. "Dies ist ein neuer Vorgang für uns", sagte der Sprecher des US-Konzerns. Jede Anfrage müsse individuell bewertet werden. Die Anträge würden so schnell wie möglich abgearbeitet.

GOOGLE LÖSCHT SUCHERGEBNISSE
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Hinweis auf Löschung wird angezeigt

Bei der Suche nach Personen wird jetzt ein Hinweis unter den Suchergebnissen angezeigt: "Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzgesetzes entfernt."

Der EuGH hatte das Internetunternehmen zu den Löschungen verpflichtet. Er entschied Mitte Mai, dass Europas Bürger von Suchmaschinen wie Google verlangen können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus den Suchergebnissen verschwinden zu lassen. Google müsse die Links aus seiner Ergebnisliste entfernen, wenn die Informationen das Recht auf Privatsphäre der Betroffenen verletzen.

Google hat Urteil auf weitere Länder ausgedehnt

Im konkreten Fall ging es um einen Spanier, der Informationen über Zwangsversteigerung seines Grundstücks aus den Suchergebnissen von Google löschen lassen wollte. Suchmaschinen müssten Informationen entfernen, die Jahre zurückliegen und deren Veröffentlichung nicht mehr dem ursprünglichen Zweck entspreche, urteilte der EuGH.

Das Urteil galt zunächst nur für Bürger aus den 28 EU-Mitgliedsstaaten. Google hatte das Recht auf Löschung von sich aus, auf die europäischen Länder Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz ausgedehnt. Auch dort können Löschanträge gestellt werden.

Eigentliche Inhalte werden nicht gelöscht

Das Recht auf Löschung betrifft nicht die Informationen an der Quelle, also auf der jeweiligen Internetseite, auf der sie weiterhin zu sehen sind. Diese Quellen müssen nicht gelöscht werden, denn von dem EuGH-Urteil sind nur die Suchanfragen nach dem Namen von Personen betroffen.

Um einen Antrag zu stellen, müssen Bürger ein Online-Formular ausfüllen und begründen, warum ein Link entfernt werden sollte. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere will Suchdienste wie Google allerdings nicht allein entscheiden lassen, welche persönlichen Daten im Internet auf Antrag von Bürgern gelöscht werden und welche nicht. Der CDU-Politiker sprach sich daher für eine unabhängige Streitschlichtung aus.

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