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(N)Onliner-Atlas 2014: Deutsche oft im Internet, aber ahnungslos

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(N)Onliner-Atlas 2014  

Deutsche im Netz: Ahnungslos, aber selbstsicher

05.11.2014, 14:17 Uhr | Spiegel Online

(N)Onliner-Atlas 2014: Deutsche oft im Internet, aber ahnungslos. Paar mit Notebook beim Surfen im Internet (Quelle: imago/wolterfoto)

Viele Nutzer sind im Internet, kennen sich aber damit nicht gut aus. (Quelle: wolterfoto/imago)

Viele Deutsche sind täglich online – doch nicht einmal die Hälfte weiß, was die Cloud ist, oder was Cookies sind. Das zeigt der neue (N)Onliner-Atlas. Vor allem aber deuten die Daten auf gefährliche Selbstüberschätzung hin.

Die meisten Deutschen nutzen das Internet, aber nicht jeder kennt sich damit aus. Fast 77 Prozent der Bürger haben einen Internetzugang, im Vergleich zum Vorjahr hat sich da kaum etwas getan. Die Mehrheit geht nach eigenen Angaben online, um sich zu informieren, einzukaufen oder Videos anzusehen. Aber darüber hinaus kennen sich viele nur wenig mit dem Netz aus. Grundlegende Begriffe und Funktionen sind vielen Bürgern gar nicht bekannt. Und viele sind offenbar der Meinung, sie verstünden weit mehr von Internetsicherheit, als dies tatsächlich der Fall ist.

Das zeigt der sogenannte (N)Onliner-Atlas der Initiative D21, die seit 2001 jährlich erscheint und ein aktuelles Bild davon geben soll, wie viele der Deutschen das Netz nutzen – und was sie dort tun. Laut der repräsentativen Umfrage gehen die meisten Menschen immer noch mit dem Desktop-PC ins Netz (62 Prozent), gefolgt vom Laptop (59 Prozent). Erst danach folgen mobile Geräte wie Smartphones (53 Prozent) und Tablets (28 Prozent). Bei Tablets ist der Zuwachs enorm: Der Prozentsatz ist mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

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"Raum für eine künftige Steigerung"

Die Umfrage soll auch Aufschluss darüber geben, wie souverän sich die Deutschen im Netz bewegen. Dazu wurden unter anderem bestimmte Begriffe abgefragt, die Teilnehmer sollten sagen, welche sie davon erklären könnten. Mit Antivirensoftware konnten die meisten etwas anfangen (76 Prozent), auch die Wörter Homepage und soziale Netzwerke sind den meisten geläufig (jeweils mehr als 70 Prozent). Doch schon den Begriff Cloud konnten nach eigenen Angaben nur 43 Prozent der Befragten erklären. Was Cookies sind, wusste auch nicht einmal die Hälfte. Gerade einmal 30 Prozent der Deutschen wissen, was unter LTE zu verstehen ist, und mit dem Internet der Dinge können nur die wenigsten etwas anfangen (7 Prozent).

"Die Bürger sind zwar einerseits in der digitalen Welt angekommen, andererseits besteht sowohl die Notwendigkeit als auch der Raum für eine künftige Steigerung zum souveränen, verantwortungsvollen und kompetenten Agieren in der digitalen Welt", heißt es arg gestelzt in der Studie. Im Klartext: Es gibt noch viel Luft nach oben, was die Internetkenntnisse der Deutschen angeht.

Ein Viertel nutzt angeblich andere Suchmaschinen als Google

Umso mehr überraschen die Angaben der Befragten, wie sie sich denn im Netz schützen. Die meisten gaben an, einen Virenschutz zu nutzen (93 Prozent) und den auch regelmäßig zu aktualisieren (91 Prozent), eine Firewall eingerichtet zu haben (81 Prozent) und sich über Sicherheitstechnik auf dem Laufenden zu halten. Noch 2013 ergab eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung weit weniger erfreuliche Zahlen: Damals gaben 72 Prozent an, ein Virenschutzprogramm zu nutzen, nur 59 Prozent wussten von einer Firewall auf ihrem Rechner.

Die Hälfte der für den neuen (N)Onliner-Atlas Befragten gab nun sogar an, die eigene Webcam ausgeschaltet oder abgeklebt zu haben, 46 Prozent erklärten, sie verschlüsselten ihre E-Mail oder Chats. Das erstaunt, weil anderen Studien zufolge der komplizierte Prozess der E-Mail-Verschlüsselung nur von den wenigsten genutzt wird. So ergab erst kürzlich eine repräsentative Bitkom-Umfrage, dass selbst nach den Snowden-Enthüllungen nur neun Prozent der Internetnutzer eine Verschlüsselungssoftware nutzen.

Haben Nutzer beim Antworten gemogelt?

Im (N)Onliner-Atlas geben zudem 28 Prozent an sie würden anonym surfen. Auch das sieht in den Resultaten der Bitkom-Befragung ganz anders aus. Demnach nutzen nur 13 Prozent entsprechende Anonymisierungsdienste wie Tor. Und auch die Aussage von satten 24 Prozent der Befragten, sie würden anonyme Suchmaschinen nutzen, lässt doch zumindest stutzen: Das hieße nämlich, dass knapp ein Viertel der Deutschen für die Suche im Netz nicht googelt, sondern aus Datenschutzgründen auf alternative Suchmaschinen ausweicht. Das zu glauben, fällt schwer.

Vielleicht hat der ein oder andere Befragte ein wenig gemogelt mit seinen Angaben, vielleicht aber wusste auch mancher gar nicht, was unter Verschlüsselung von E-Mails, anonymisiertem Surfen und anonymen Suchmaschinen zu verstehen ist. Denn dass zwar nur 45 Prozent der Befragten wissen, was Cookies sind, andererseits aber fast die Hälfte komplexe Verschlüsselungsverfahren und Anonymisierungsdienste nutzt, ist doch zumindest fraglich.

Bewusstsein für Sicherheit wächst

Auf die Frage "Was ist Ihnen in der Nutzung von Internet oder digitalen Medien wichtiger? Einfachheit oder Sicherheit?" antworteten nur neun Prozent mit "Einfachheit". 91 Prozent gaben an, Sicherheit sei ihnen wichtiger, auch wenn das Benutzen von Computern dann etwas komplizierter wird. Auch das spricht gegen jede Erfahrung und gegen den unaufhaltsamen Siegszug einfacher Geräte und Programme, die jeder sofort bedienen kann, oft auch auf Kosten der Sicherheit.

Eins aber zeigen die Befunde des (N)Onliner-Atlas auf jeden Fall: Das Bewusstsein für Sicherheitsthemen wächst – auch wenn zu vermuten ist, dass das tastsächliche Wissen dem noch hinterherhinkt.

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