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Bitcoins: US-Regierung versteigert digitales Drogengeld

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50.000 Bitcoins  

US-Regierung versteigert digitales Drogengeld

18.11.2014, 14:32 Uhr | t-online.de, dpa

Bitcoins: US-Regierung versteigert digitales Drogengeld. Die US-Regierung versteigert 50.000 Bitcoins, die auf dem digitalen Schwarzmarkt "Silk Road" beschlagnahmt wurden. (Quelle: imago/Christian Ohde)

Die US-Regierung versteigert 50.000 Bitcoins, die auf dem digitalen Schwarzmarkt "Silk Road" beschlagnahmt wurden. (Quelle: Christian Ohde/imago)

Die US-Regierung hat angekündigt, 50.000 Bitcoins zu versteigern. Das FBI beschlagnahmte die Einheiten der digitalen Währung im Rahmen einer Razzia bei dem illegalen Online-Handel Silk Road. Über die Plattform wurden vor allem Drogen verkauft. Der Wert der Bitcoins entspricht derzeit etwa 15 Millionen Euro.

Abermals greift die US-Regierung damit zu einer kreativen Methode der Staatsfinanzierung. Am 4. Dezember wird die zum Justizministerium gehörende Behörde "US Marshals Service" die 50.000 Bitcoins versteigern. Das teilte die Behörde am Montag mit.

Bereits im Juni war es zu einer solchen Versteigerung gekommen. Damals wurden zwar nur 30.000 Bitcoins angeboten, allerdings war die virtuelle Währung da noch deutlich mehr wert. Der Wagniskapitalist Tim Draper hatte für umgerechnet etwa 15 Millionen Euro den Zuschlag erhalten. Durch den Währungsrückgang des Digitalgeldes könnte der Erlös diesmal in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Zuletzt stand der Bitcoin-Kurs bei knapp 400 Dollar – etwa 200 Dollar niedriger als im Sommer.

Bitcoins bei Silk Road sichergestellt

Die US-Regierung hat noch jede Menge Bitcoins, die sie verkaufen könnte. Insgesamt wurden bei Silk Road 144.342 Einheiten der digitalen Währung sichergestellt. Silk Road ist sozusagen das eBay für illegale Waren. Vor allem Drogen und Waffen aber auch digitale Güter wie Hacker-Software werden auf diesem digitalen Schwarzmarkt gehandelt. Im Herbst 2013 gelang den US-Behörden ein großer Schlag gegen Silk Road. Im Februar wurde mit Utopia eine Nachahmer-Plattform in Europa ausgehoben.

Als Zahlungsmittel solcher Marktplätze dienen Bitcoins, weil die Teilnehmer an diesem Schwarzmarkt damit unabhängig von Banken und Währungen sind. Damit sind die Transfers des virtuellen Geldes viel schwerer zu überwachen. Das verbessert die Chancen, bei den illegalen Geschäften auf der Handelsplattform unerkannt zu bleiben.

Was sind Bitcoins

Bitcoins gibt es seit 2009 und sie fungieren als dezentrales Zahlungssystem, das ausschließlich online und damit virtuell ausgetauscht wird. Es gibt zwar Bitcoin-Münzen, aber die haben rein symbolischen Wert.

Der Wechselkurs Bitcoin zu Dollar erlebte im November 2013 seinen Höhepunkt, als ein Bitcoin über 1100 US-Dollar wert war. Bitcoins können über spezielle Online-Börsen in andere auch echte Währungen umgetauscht werden.

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