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Googles AlphaGo-Computer schlägt Go-Weltmeister Sedol

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Mensch-Maschine-Duell  

Googles AlphaGo-Computer schlägt Weltmeister

15.03.2016, 19:08 Uhr | AFP

Googles AlphaGo-Computer schlägt Go-Weltmeister Sedol. Weltmeister Lee Sedol hatte vor dem Duell gesagt, er werde den Computer haushoch schlagen. Ein Irrtum. (Quelle: AP/dpa)

Weltmeister Lee Sedol hatte vor dem Duell gesagt, er werde den Computer haushoch schlagen. Ein Irrtum. (Quelle: AP/dpa)

Hochmut kommt vor dem Fall, denn der zu Beginn siegessichere Weltmeister im Brettspiel "Go" Lee Sedol wurde vom Computer "AlphaGo" vier zu eins geschlagen. Die von Google entwickelte künstliche Intelligenz hat die fünfte und letzte Partie gewonnen.

Nachdem Weltmeister Lee Sedol am Sonntag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul in der vierten Partie noch ein Achtungserfolg gegen seinen digitalen Gegner gelungen war, ging das letzte Spiel wieder an den Computer. Der Gesamtsieg allerdings hatte da schon festgestanden – bereits am Samstag lag Googles selbstlernender Supercomputer mit 3:1 uneinholbar vorn.

AlphaGo machte einen schweren Fehler

Er sei "irgendwie sprachlos", sagte einer der Schöpfer von AlphaGo, Googles Deepmind-Chef Demis Hassabis. "Das war die erstaunlichste Spielerfahrung bisher", sagte Hassabis. Zuerst habe es nach einem "schweren Fehler" von AlphaGo ausgesehen, aber gegen Ende habe er es "zu einem unglaublich engen, intensiven Finish zurück ins Spiel geschafft".

Match Nummer fünf dauerte am Dienstag erneut rund fünf Stunden. Nach Angaben von Beobachtern war es eine hart umkämpfte Partie, die einen sichtlich enttäuschten Lee am Tisch zurückließ.

Spilstil der Maschine sei "nicht menschlich"

Der 33-jährige Lee wirkte erschüttert. Anfangs habe er gedacht, "im Vorteil" zu sein, letztlich habe sich jedoch seine Schwäche offenbart. Es habe ihn Zeit gekostet, sich an den Spielstil der Maschine zu gewöhnen, denn der sei "nicht menschlich".

Go ist ein traditionsreiches asiatisches Brettspiel. Es ist weit komplizierter als Schach und gilt wegen der unendlich vielen möglichen Spielzüge für die künstliche Intelligenz als besonders schwer zu knacken. Lee, der 18 internationale Titel gewann, hatte sich vor dem Duell deswegen auch absolut siegessicher gezeigt: Er werde "haushoch" gewinnen, kündigte der 33-Jährige noch im Februar an.

AlphaGo ist eine Entwicklung von Google Deepmind. Der Computer bezwang im Oktober bereits den dreifachen Go-Europameister Fan Hui. Lee liegt in der Go-Rangliste allerdings weit vor Fan.

Bereits nach dem ersten Sieg geschockt

Bereits nach dem ersten Sieg des Computers am vergangenen Mittwoch hatte sich Lee "geschockt" über die überraschenden Spielzüge von AlphaGo gezeigt. Einige von ihnen hätte kein Mensch so gemacht, sagte der Südkoreaner.

In der zweiten Partie am Donnerstag wiederholte sich diese Situation: AlphaGo habe einige "unerhört unkonventionelle" Züge hingelegt, befand der Go-Kommentator und -Spieler Kim Seong Ryong. Auf sie wäre keiner der 1300 professionellen Go-Spieler in Südkorea, Japan und China gekommen.

Ehrentitel für AlphaGo

Vor der letzten Runde erhielt AlphaGo eine besondere Auszeichnung. Der künstlichen Intelligenz wurde ehrenhalber der neunte Dan-Titel verliehen, wie der südkoreanische Go-Verband am Dienstag mitteilte. Auch Lee darf diesen Titel führen. Es ist die höchste Stufe, die zu vergeben ist und grenzt "nahezu an Göttlichkeit", wie der Verband mitteilte.

Beim Go-Spiel müssen die Spieler versuchen, auf einem Spielbrett mit 361 Feldern die gegnerischen Steine zu umzingeln und wegzunehmen. Wer die meisten Felder erobert, gewinnt. Im Schach werden schon lange Computer eingesetzt. Deep Blue von IBM schlug im Jahr 1997 den Weltmeister Garri Kasparow.

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